Rolex Sydney Hobart

Manege frei zur 68. Auflage

25.12.2012 Dieter Loibner, Fotos: Daniel Forster/Rolex, Daniel Foster Rolex, Matthias Söder - Vier Mega-Maxis kämpfen um Line-Honors, während die kleineren Yachten auf Wetterglück hoffen, um in der Gesamtwertung mitreden zu können

Rolex Sydney Hobart
Fotograf: © Daniel Forster/Rolex
Start in Sydney

Morgen, Mittwoch, den 26.12. ist das Epizentrum des Hochseeregattasports wieder in Australien: Um 13 Uhr Ortszeit erfolgt in Sydney Harbour der Start zur 68. Ausgabe des traditionellen Rolex Sydney Hobart Yacht Race. Insgesamt 77 Boote haben dieses Jahr genannt, darunter die 30-Meter-Maxis  „Wild Oats XI”, „Ragamuffin-Loyal” (mit Urgestein Syd Fisher, der zum 44. Mal an dieser Regatta teilnimmt),  „Wild Thing” und „Lahana”. 

Rolex Sydney Hobart
Fotograf: © Daniel Forster/Rolex
Vorjahressieger „Investec Loyal" ist heuer unter anderem Namen dabei
Rolex Sydney Hobart
Fotograf: © Daniel Foster Rolex
Syd Fischer, zum 44. Mal dabei

In Ermangelung von Multihulls, die zu dieser Veranstaltung nicht eingeladen sind, werden diese vier Schiffe aller Voraussicht nach den Sieg nach gesegelter Zeit untereinander ausmachen. Speziell Bob Oatleys Crew auf  "Wild Oats”, dem Boot, das mit 1 Tag 18 Stunden 40 Minuten und 18 Sekunden seit 2005 den Streckenrekord hält, wird bemüht sein, die Schmach vom letzten Rennen vergessen zu machen. Damals gewann nämlich „Investec Loyal” (die heuer als „Ragamuffin-Loyal” segelt) das Match um die Line-Honors. Ebenfalls wieder mit dabei ist der Gesamtsieger von 2012, die Reichel/Pugh 63 „Loki” mit Skipper Stephen Ainsworth. 

Rolex Sydney Hobart
Fotograf: © Matthias Söder
Matthias Söder

Aber auch die kleineren Boote versprechen ein unterhaltsames Rennen: Zum Beispiel der 55-Fuß-Kutter "Flying Fish Arctos”, ein Segelschulschiff, das mit einer internationalen Mannschaft an den Start geht, darunter auch der Deutsche Matthias Söder, der auch einen Blog  unterhält. „Arctos” mag mit den reinen Rennziegen am Wasser nicht mithalten können, doch nach berechneter Zeit ist dieses Blauwasserboot nicht zu unterschätzen. Vor zwei Jahren gewann „Arctos” nach PHS-Handicap und letztes Jahr gab es immerhin einen 6. Platz.  

Die Wetterprognose prophezeit ein trickreiches Rennen mit zumindest zwei Leichtwindphasen. Demnach sollen bei frischem Südost am Start in der Bucht von Sydney die Spinnaker fliegen, bevor dieselbe Brise den Teilnehmern draußen am Ozean auf die Nase weht, wenn sie entlang der Küste nach Süden kreuzen müssen. Nach einer flaueren Übergangsphase soll der Wind am Donnerstag auf Nordost umspringen und wieder  für Dampf unter Spinnaker sorgen. Doch die zweite Leichtwindphase steht bevor, in der der Wind auf West drehen und neuerlich auffrischen soll. Allerdings wird der Windschatten der tasmanischen Küste das letzte Stück des Kurses, der den Derwent-Fluss hinaufführt, zum taktischen Geduldspiel machen. Spannende Voraussetzungen also. 

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