Extreme 40

"Luna Rossa" siegt über alles

12.12.2011 Johannes Erdmann, Fotos: Lloyd Images - In Singapur fuhr das italienische Team nicht nur mit großem Punktevorsprung voran, sondern errang auch den Gesamtsieg in der Rennserie

Das Siegerteam "Luna Rossa" wird gefeiert
Fotograf: © Lloyd Images

Das Siegerteam "Luna Rossa" wird gefeiert

Insgesamt 301 Rennen segelten die elf Teams der Extreme Sailing Series in den vergangenen elf Monaten, bei neun Veranstaltungen auf drei Kontinenten. Insgesamt 287.000 Zuschauer verfolgten die Rennen vor Ort, über eine Million zusätzlich im Internet auf Youtube. Am vergangenen Sonntag endete die Rennserie nun mit dem doppelten Sieg des italienischen Teams "Luna Rossa" – sowohl im letzten Event als auch in der Gesamtwertung.

Schon am Vortag des Rennens hatte das Team einen noch nie zuvor dagewesenen Vorsprung von 56 Punkten auf seinen Erzrivalen um den Gesamtsieg, das französische Team "Groupe Edmond de Rothschild", herausgefahren. Am letzten Tag gewann "Luna Rossa" dann schließlich auch noch das letzte Rennen mit 45 Punkten Vorsprung vor "The Wave, Muscat". „Ich bin wirklich glücklich, endlich haben wir es geschafft!“, sagte Skipper Max Sirena, „Wir haben die Saison erfolgreich abgeschlossen. Ich habe das nicht unbedingt erwartet, denn im vorigen Event sind wir nicht gut gesegelt. Ich weiß nicht, was wir hier anders gemacht haben, aber wir sind gut gesegelt und haben bei den Starts immer die richtige Seite erwischt."

Champagnerdusche nach dem Zieleinlauf
Fotograf: © Lloyd Images

Champagnerdusche nach dem Zieleinlauf

Zwar hatte es in diesem Jahr sechs unterschiedliche Sieger gegeben, aber letztlich hatten nur noch die Franzosen und Italiener Chancen auf den Gesamtsieg. Zwischendurch wurde aber durch den Vorsprung von "Luna Rossa" immer offensichtlicher, worauf das Rennen hinauslaufen würde. "Ich habe dann ein wenig im Kopf gerechnet, und mir war klar, dass wir einfach nur alle Rennen zu Ende fahren müssten, um sie zu schlagen. Wir durften nur keine blöden Fehler machen", erklärte der Brite Paul Campbell-James, Steuermann von "Luna Rossa".

Wesentlich härter musste um den zweiten Platz gekämpft werden. Vor dem letzten Rennen, für das es doppelte Punkte gab, lagen Leigh McMiIlan und seine Crew von "The Wave, Muscat" nur einen einzigen Punkt vor Roman Hagaras "Red Bull Sailing Team". Die Österreicher hatten die ersten drei Tage von Act 9 in Führung gelegen. Die beiden Teams beharkten sich wie in einem echten Matchrace und lagen bei der ersten Wendemarke auf den Plätzen 3 und 4. Ganz auf ihren Zweikampf konzentriert, ließen sie dann andere Mannschaften passieren. Zu diesen zählte Dean Barkers "Emirates Team New Zealand", die Zweite wurden. McMillan und Hagara verpassten das Zeitlimit und bekamen damit null Punkte gutgeschrieben. "The Wave, Muscat" und "Emirates Team New Zealand" lagen also mit derselben Punktzahl gleichauf. Den Ausschlag zugunsten von "The Wave, Muscat" gab schließlich die höhere Anzahl von Siegen. „Nach einer Reihe schlechter Events war dies ein ziemlich dramatisches Finish für uns“, sagte Skipper Leigh McMilan. „Es ist großartig, wieder einmal auf dem Podest zu stehen und die Saison so ausklingen zu lassen.“

Die Flotte der Extreme 40
Fotograf: © Lloyd Images

Die Flotte der Extreme 40

Gesamtwertung der Extreme Sailing Series 2011
Endergebnis nach neun Rennen

1: Luna Rossa, 80 Punkte
2: Groupe Edmond de Rothschild, 73 Punkte
3: Emirates Team New Zealand, 69 Punkte
4: The Wave, Muscat, 67 Punkte
5: Alinghi, 66 Punkte
6: Red Bull Extreme Sailing, 61 Punkte
7: Oman Air, 53 Punkte
8: Artemis Racing, 48 Punkte
9: Team GAC Pindar, 33 Punkte
10: Team Extreme, 22 Punkte
11: Niceforyou, 17 Punkte

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