Regatta-News

illbruck stellt America's Cup Kampagne ein

12.03.2002 Lars Bolle, Fotos: - Nicht genug Sponsoren gefunden, alle Aktivitäten ab sofort gestoppt

Schock für alle deutschen America's Cup Fans: Wie soeben bekannt wurde, stellt die illbruck-Challenge alle diesbezüglichen Aktivitäten ein. Es sei nicht gelungen, ausreichend Sponsoren zur Finanzierung zu finden.

Die illbruck-Challenge gab am späten Nachmittag folgende Presseerklärung heraus:
Das Leverkusener Syndikat illbruck Challenge stellt ab sofort alle Vorbereitungen für den XXXI. America's Cup ein, der im Oktober in Auckland/Neuseeland beginnt. Es sollte die erste deutsche Teilnahme in der 151-Jährigen Geschichte der ältesten Sporttrophäe überhaupt und der prestigeträchtigsten Segelregatta der Welt werden. Doch trotz intensiver Bemühungen sei es bis zuletzt nicht gelungen, ausreichende Sponsoren zur Finanzierung der Kampagne zu finden. Das teilte Michael Illbruck (42),Chef des internationalen Unternehmens illbruck und Chairman der illbruck Challenge am Dienstag mit.
Von der Entscheidung sei die derzeit überaus erfolgreich laufende Teilnahme am Volvo Ocean Race Round the World 2001-2002 in keiner Weise betroffen, so Illbruck weiter. Dort führt illbruck Challenge nach vier von neun Etappen die Gesamtwertung überlegen an und hat beste Aussichten als Sieger am 9. Juni in Kiel ins Ziel zu segeln. Auf der fünften Etappe von Rio de Janeiro/Brasilien nach Miami/USA hatte die Crew um Skipper John Kostecki am Dienstag Mittag weiter aufgeholt und lag bereits an dritter Stelle.
Mit dem Stopp aller Vorbereitungen durch illbruck verpasst der Wirtschafts- und Industriestandort Deutschland, eine der herausragendsten Plattformen des internationalen Sports zu besetzen, die erstklassige Marketingaspekte bietet. Das zeigt sich bereits seit Monaten beim Volvo Ocean Race rund um die Welt. Und die Voraussetzungen für einen langfristig geplanten Gewinn des America's Cup waren denkbar gut. Eine Top-Crew ergänzt durch ein Matchrace-Team im Training, ein Designteam mit dem geballten Know-how der deutschen Wissenschaft, ein Hightech-Bootsbau in Bremen sowie Wetterforschungen vor Ort in Auckland liefen bereits auf Hochtouren.

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