Neue Pläne

Herrmann gibt Details bekannt

11.05.2012 Johannes Erdmann, Fotos: esimit.com - Neben seinem Engagement auf Schümanns TP 52 segelt der Oldenburger auch auf “Esimit2″. Damit scheint die Vendée-Kampagne vorerst geplatzt

Der 100 Fuß lange Maxi "Esimit2"
Fotograf: © esimit.com

Der 100 Fuß lange Maxi "Esimit2"

Nachdem "Maserati" am Mittwochmorgen ohne ihn zum Rekordversuch über den Atlantik gestartet ist, erklärte Boris Herrmann gestern in aller Kürze auf seiner Facebookseite seine Abwesenheit. Er beschreibt darin, warum er nicht mehr an Bord des VO70 ist und wie seine Pläne für 2012 aussehen. "Ende April markiert für einen Teil der Crew (der "Maserati", d. Red.) den Beginn der Profisaison im Mittelmeer und damit den Beginn von Engagements, die schon langfristig vereinbart waren – da das Rekordprojekt bis Ende April abgeschlossen sein sollte", legt er dar.

Die lange Wartezeit auf ein passendes Wetterfenster hatte den Zeitplan der Crew völlig durcheinandergeworfen, und nun stünden weitere, bereits getroffene Abmachungen für andere Projekte an. Doch nicht nur der TP 52 des Teams "Audi All4One" bewog Herrmann, in Europa zu bleiben, sondern auch der Platz als Navigator an Bord des ebenfalls von Jochen Schümann geskipperten Maxis "Esimit2". Mit dem jungen Deutschen wechselten der Italiener Gabriele Olivo und der Spanier David Vera, beide ebenfalls Teil der "Maserati"-Crew, hinüber auf das 100 Fuß lange Schiff.

Der Maxi unter Spi
Fotograf: © esimit.com

Der Maxi unter Spi

"Insbesondere Jochen Schümann habe ich es zu verdanken", schreibt Herrmann, "dass er mich gleich bei zwei Projekten an Bord holt und ich nun auch außerhalb des Hochseesegelns meinen Horizont erweitere." Das eigentlich angestrebte Projekt "Vendée Globe 2012/13" hat Herrmann damit nun aber wohl endgültig zu den Akten gelegt.

Doch mit den zwei neuen Aufgaben auf TP 52 und "Esimit2" ist Herrmanns Einsatz auf dem VO70 noch nicht vorbei. Er versorgt seinen alten Freund Giovanni Soldini weiterhin mit Routings und Wetter-Updates, begleitet die Crew also quasi als Shorecrew. "Ich bekomme regelmäßig Anrufe von Bord", schreibt er, "wenn es um elektronische Fragen geht." Von dem Zeitpunkt des Rekordversuchs scheint Herrmann aber dennoch nicht sonderlich begeistert: "Die Eisbeobachtung ist extremst übel", schreibt er. "Ich hoffe für meine Mannschaft, dass sie es schaffen. Dass sie vor allem sicher sind und keine Probleme mit dem Eis bekommen."

Weitere Infos zur "Esimit2": www.esimit.com

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