Regatta-News
Hartes Finisch steht bevor
Samstag vormittag hatte die Britin schon 25 Knoten Wind aus Nord, und die Prognosen verheißen Böen in Sturmstärke mit extrem rauer See - ein brutales Finsih nach mehr als 26000 Meilen. Aber Kurs und Bootsspeed stimmen
Nach wie vor ist die Team-Website nur teilweise nutzbar, vor allem die Informationen von Bord werden derzeit nur eingeschränkt weitergegeben. Wie YACHT online aus dem Kontrollzentrum weiß, muss Ellen nahe der absoluten, totalen, nie gekannten Erschöpfung sein - was die Fahrt bis zum virtuellen Zielstreich bei der Ile de Ouessant noch härter macht.
Die 28-jährige, auf dem besten Weg zum höchsten Ruhm des Offshore-Segelns, kämpft mit zwei Gegnern: Den äußeren Bedingungen, die ein schnelles, aber ruppiges Ende erwarten lassen. Und mit der inneren Leere. In E-Mails von Bord ließ sie wissen, dass sie noch nie auch nur ansatzweise so tief unten war, kräftemäßig und vom Willen her.
"Ich sitze hier, nicht wissend, was ich mit mir anfangen soll", schrieb sie gestern Nacht. "Ich bin ziemlich fragil im Moment. Und es wird lange dauern, bis ich mich davon erholt haben werde".
Obwohl der Wind einen ziemlich direkten Kurs bis zur französischen Atlantikküste möglich macht und damit ein schnelles Finish, wird es gleichwohl ein extrem harter Ritt werden. Derzeit segelt Ellen hoch am Wind, was sowohl der langsamste als auch der unkomfortabelste Kurs ist. Mehr als 13 bis 14 Knoten Bootsspeed sind nicht drin - voll ausreichend zwar für den Rekord (sie bräuchte nur ca. 8 Knoten im Schnitt an VMG), aber die Geschwindigkeit muss sie bei 40 Grad am wahren Wind mit heftigsten Vertikalbewegungen bezahlen.
Bis morgen wird bei diesen Bedingungen stets die Angst mitfahren, dass auf den letzten Meilen noch etwas bricht. Das erfordert jene mentale Stärke, die Ellen schon seit Wochen nur mit Mühe aufbringt.
Nächstes Update mit Wetterinfos heute nachmittag gegen 16 Uhr!










