Volvo Ocean Race

Groupama krönt sich zum Sieger

03.07.2012 Dieter Loibner, Fotos: , Ian Roman/Volvo Ocean Race, Hamish Hooper/Camper - Mit einem 2. Platz auf der Schlussetappe setzten die Franzosen im Ziel in Galway ein Ausrufezeichen hinter eine großartige Kampagne

Volvo Ocean Race 2011/12

Stark, wenn es zählt. Groupama holte sich vor dem abschließenden In-Port Race den Gesamtsieg bei der 11. Ausgabe des Volvo Ocean Race

Gleich bei der ersten Teilnahme vermochte Groupama unter der gekonnten Regie von Franck Cammas das Volvo-Ocean-Rennen zu gewinnen. Es war nach 1986 erst der zweite französische Sieg, den auch der große Eric Tabarly nicht einfahren konnte. Groupama, die mit Fortdauer des Rennens immer besser wurde, hatte ihre Sternstunde am Ende der wilden Kap-Hoorn-Etappe. Nach Mastbruch in aussichtsreicher Position schafften sie es, mit Notrigg als Etappendritte in Brasilien einzulaufen und sich damit wichtige Punkte und eine gute Ausgangsbasis für die späteren Teilstücke zu sichern.

Volvo Ocean Race 2011/12
Fotograf: © Ian Roman/Volvo Ocean Race

Camper am Felsen: Danach starteten die Kiwis ihre Aufholjagd

„Für uns und das gesamte Team ist das ein sehr glücklicher Moment”, sagte der gerührte Groupama-Skipper Cammas. „Ich hab ehrlich gesagt nicht geglaubt, dass wir gewinnen könnten, doch dies war mein Traum.” Nach der Jules Verne Trophy für die schnellste Nonstop-Weltumsegelung ist er mit diesem Sieg auf einer Stufe mit dem legendären Sir Peter Blake, der mit „Enza” 1994 die schnellste Nonstop-Zeit um den Globus aufgestellt hatte, nachdem er mit Steinlager 2 im Jahr 1990 das Whitbread Race für sich entscheiden konnte. (Blake holte sich allerdings 1995 mit Team New Zealand auch den America’s Cup.) 

Volvo Ocean Race 2011/12
Fotograf: © Hamish Hooper/Camper

Futter aus dem Napf: Wohl kaum ein Segler wird es vermissen

Und die Neuseeländer waren es auch, die auf der letzten Etappe noch die meisten PS hatten und sich mit dem gigantisch großen Gennaker gegen Schluss von Platz 4 beim Fastnet Rock ganz nach vorn segelten. Der Lohn für den ersten Etappensieg bei diesem Rennen ist der zweite Gesamtplatz vor Puma und Telefonica. Bis zum Ziel in Galway mussten sich die Kiwis aber noch gegen Groupama wehren, die ohne Rücksicht attackierte, anstatt gemächlich als Vierte ins Ziel zu segeln, was für den Gesamtsieg gereicht hätte. 

Ob sich an dieser Reihenfolge im abschließenden In-Port Race (7. Juli) noch viel ändern wird, darf bezweifelt werden. Groupama ist uneinholbar vorn, Camper hat sechs Punkte Vorsprung auf Puma, sie muss also nur ins Ziel kommen, auch wenn Puma gewinnen sollte. 

Stand vor dem letzten In-Port Race

 

  1. Groupama, 250 Punkte
  2. Camper, 226
  3. Puma, 220
  4. Telefonica, 209
  5. Abu Dhabi, 124
  6. Sanya, 40

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Die letzte Etappe
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