Vendée Globe
Führungswechsel: Le Cléac'h ist vorn!
Armel Le Cléac'h hat zugeschlagen. Nachdem sein direkter Rivale François Gabart acht Tage lang in Führung gelegen hatte, sah Le Cléac'h offenbar eine Schwäche bei Gabart und nutzte diese Gelegenheit, um in Führung zu gehen.
Die Entscheidung zum Führungswechsel fiel in der Nacht von Sonntag zu Montag: Gabart hatte zuerst gehalst und sich weiter nördlich als Le Cléac'h positioniert. Le Cléac'h reagierte sofort, ging mit und attackierte Gabart in Luv. Zwar ging Gabart mit, dennoch eröffnete sich für Le Cléac'h eine Option, weiter südlich durch Gabarts Kielwasser durchzustechen und sich für die Annäherung zum Eisgate "Australie Est" besser zu positionieren. Le Cléac'h segelte etwas südlicher als Gabart fortan etwas schneller und überholte den 29-jährigen Skipper der "Macif" schließlich am frühen Morgen des 18. Dezembers.
Le Cléac'hs Vorsprung vor Gabart beträgt bereits knapp 18 Seemeilen, während der Vorsprung des Führungsduos vor dem Drittplatzierten Jean-Pierre Dick ("Virbac Paprec") inzwischen auf über 400 Meilen angewachsen ist. Noch ist unklar, weshalb François Gabart über mehrere Stunden deutlich langsamer als Le Cléac'h war. Beide Skipper segelten praktisch bei den selben Bedingungen. Dennoch war Le Cléac'h über mehrere Stunden einfach schneller.
Der Führungswechsel beweist: Bereits kleinste Unterschiede zeigen große Wirkung. Der Unterschied der Durchschnittsgeschwindigkeit der letzten 24 Stunden beträgt zwischen Gabart (16,44 Knoten) und Le Cléac'h (16,73 Knoten) nur knapp 0,3 Knoten. Ein oder zwei Knoten mehr Wind, der etwas bessere Windwinkel oder ein verkorkster Segelwechsel – jeder Fehler wird bei diesen Geschwindigkeiten hart bestraft.










