Regatta-News
Flaute am Chiemsee
Der Auftakt der Audi Chiemsee Champions Week verlief am Chiemsee bei bescheidenen Windverhältnissen sehr ruhig. Nur die Paralympische Bootsklasse 2.4mR konnte als einzige der insgesamt elf olympischen Bootsklassen am 2. Oktober 2007 die Audi Chiemsee Champions Week eröffnen.
Während die 2.4mR-Klasse ihr vierte Wettfahrt, und damit als einzige die Mindestanforderung für die Deutsche Meisterschaft erfüllten, mussten die Stare, Ynglinge, 470er und Finns warten.
Heiko Kröger von den 2.4mR wird seiner Favoritenrolle auch auf dem Chiemsee gerecht. Er gewöhnte sich langsam an den See und zementierte mit den Plätzen 3,1,2,1 seine Führung gegenüber den 20 Konkurrenten.
Erneut griff Wettfahrtleiter Kai Schreiber in die Priener Trickkiste und fand einen ausreichend großen und zuverlässigen Windstrich zwischen Sassau und Urfahrn.
Sein Kollege Gernot Schreiber vom Wassersportverein Fraueninsel hatte es mit seinen fast hundert Finn-Seglern schwerer. Alle bisherigen Startversuche musste er wegen einsetzender Flaute abschießen.
Die überraschend große Flotte der Finns weist neuerdings wieder viele junge Segler auf. Sie haben sich in einer neu gegründeten Kaderschmiede, dem "Finn Team Germany" organisiert. Darunter ist der Laserumsteiger und Lokalmatador Thomas Reger aus Breitbrunn am Chiemsee. Aber auch Sebastian Kaule aus Schwerin und Jan Kurfeld aus Wismar. Letzterer wurde gerade viel beachteter Junioren-Weltmeister in Moskau.
Beim einzigen Startversuch der 52 Stare konnte Wettfahrtleiter Hans Vogt die Silbermedaillengewinner von Los Angeles 1984 Achim Griese und Michael Marcour als erste an der Luvtonne notieren. Aber dann blieb auch den Staren die Luft weg.










