Vendée Globe
Entscheidung bei "Australie Est"?
Bei der Vendée Globe zeichnet sich die Möglichkeit einer Vorentscheidung ab. Die beiden führenden François Gabart ("Macif") und Armel Le Cléac'h ("Banque Populaire") konnten sich in den vergangenen 48 Stunden von ihren Verfolgern Jean-Pierre Dick ("Virbac Paprec"), Bernard Stamm ("Cheminées Poujoulat") und Alex Thomson ("Hugo Boss") absetzen und stehen derzeit knapp 60 Seemeilen südlich vom nächsten Eisgate Australie Est.
Entscheidend war die Positionierung der beiden nach dem Passieren des Eistors Porte Amsterdam. Während Thompson und Stamm eine nördlichere Route wählte, gelang es Le Cléac'h und Gabart, rechtzeitig nach Süden abzutauchen, um den Anschluss an das herrschende Wettersystem nicht zu verlieren. Jean-Pierre Dick auf "Virbac Paprec" zog zwar mit nach Süden, war jedoch der erste Leidtragende eines Hochdruckgebiets, das sich zwischen Porte Amsterdam und dem folgenden Eistor Australie Est ausbreitete und letztlich für Thompson und Stamm sämtliche Anschlussmöglichkeiten nach Süden vom Tisch fegte.
Gabart und Le Cléac'h befinden sich seitdem im Tiefflug durch das Südmeer, pushen sich gegenseitig und lassen den Vorsprung vor Jean-Pierre Dick Stunde um Stunde anwachsen. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Voll-Speed-Taktik langfristig auszahlt. Gabart liegt derzeit knapp 30 Meilen vor Le Cléac'h und wird aller Voraussicht nach das kommende Eistor Australie Est als Erster erreichen. Die Wetterprognose verspricht weiterhin hohe Geschwindigkeiten für das Führungsduo, ein Hochkeil östlich von Australie Est dürfte die Verfolgungsgruppe zwar etwas dichter zusammenschieben, im Umkehrschluss den Vorsprung von Gabart und Le Cléac'h jedoch weiter verfestigen.










