Regatta-News
Ellen MacArthur: Schon wieder Inseln im Weg!
Die logische Route um die Welt ist mit Archipelen gespickt - vor allem im Atlantik. Seit Jahrhunderten segeln Seefahrer zuerst an den Kanaren vorbei, dann an den Kapverden, die ein Sprungbrett Richtung Äquator darstellen.
Nach dem Passieren der "Linie" liegt meist die einsame Insel Tristan da Cunha auf der Route der Segelschiffe. Erst im Southern Ocean werden die Abstände zwischen den Archipelen größer, wo sich die Prince-Edward-Inseln und die Kerguelen befinden.
Derzeit passiert der Trimaran "B&Q" die zu Afrika gehörenden Inseln. Und wieder bereiten die Abwinde in Lee der Inseln Ellen MacArthur Kopfzerbrechen. Immerhin: Ihr virtueller Widersacher Francis Joyon befand sich am selben Tag der Reise (am sechsten Tag ) rund 425 Seemeilen östlich ihrer Position, nur 25 Meilen von der afrikanischen Küste entfernt. Aber: In dieser Gegend erfuhr
Joyon die erste 50-Knoten-Bö der Reise. MacArthur segelt dagegen weiterhin in unsteten Winden und peilt nach der Passage der Kapverden einen Wegepunkt auf etwa 20 Grad Nord, 25 Grad West an.
Die Skipperin hat etwas Zeit auf ihren virtuellen Gegner verloren, weil sie eine weitere Reparatur an "B&Qs" Hauptruder vornehmen musste. Schon vor zwei Tagen war das Blatt in der Nacht unerwartet hochgeklappt. Die Sicherungsstifte, die das Blatt als Sollbruchstellen in seiner Kassette halten sollen, waren weich oder gebrochen, sodass MacArthur entschied, sie zu ersetzen. Die Ursache des Schadens scheinen sie jedoch nicht allein gewesen zu sein.
Ob Ellen MacArthur Schnapszahlen feiert? Denn heute übersegelt sie die Marke, ab der "nur noch" 22.222 Meilen vor den Steven ihres Tris liegen. Über 2.000 Meilen Atlantik hat sie bereits zerteilt. Für eine Zeit von nur sechs Tagen auf See ist das beachtlich.










