Regatta-News
Ellen: "Entspanntes Segeln" vor Portugal
Bis jetzt hat sie es auf einen Speed-Durchschnitt von 19,39 Knoten gebracht. "Ich segele eher konservativ und prügele gerade am Anfang der Reise nicht zu hart. Geschlafen hab ich auch ziemlich viel."
Ziemlich viel geschlafen heißt bei Ellen MacArthur: zweieinhalb Stunden. Und konservativ segeln heißt bei ihr, bei Böen von 5 Windstärken auch mal auf den Gennaker zu verzichten. "17 Knoten über Grund sind auch so genug."
Ein "kleines Drama" erlebte MacArthur, als das Ruder von "B&Qs" Hauptrumpf hochschlug. Wie bei einem Strandkat ist das Blatt klappbar gelagert. Bei allen modernen Einhandfahrzeugen ist das heutzutage die Regel: Die Angst der Extremsegler vor durch Kollisionen verursachtem Ruderverlust ist einfach zu groß. Im Falle des von Nigel Irens speziell für Rekorde entworfenen 75 Fuß großen Trimarans "B&Q" steckt das Ruder in einer speziellen Kassette, die mit dem Ruder hochklappt, wenn eine bestimmte Aufpralllast zu groß wird und speziell dimensionierte Sicherungsstifte brechen.
Die Stifte waren ab, und MacArthur musste sie mitten in der Nacht ersetzen: "Eine ganz miese Arbeit." Was genau den Klappmechanismus ausgelöst hat, bleibt jedoch unklar: "Ich habe keine bösen Macken am Ruder entdeckt."
Für die Nacht ist zunehmender Wind angesagt.










