America´s Cup

Eine Sekunde reicht fürs Viertelfinale

10.02.2009 Carsten Kemmling, Fotos: Frank Sotcha K-Challenge - Team Origin und Luna Rossa ziehen mit Siegen über die Franzosen und das Team China in die nächste Runde ein.

Fotograf: © Frank Sotcha K-Challenge
Die Briten (r.) starten am Startschiff klar vor den Franzosen.

So endete der America´s Cup. Ein Boot drehte seinen Strafkreis auf der Ziellinie, eine Sekunde entschied über Sieg und Niederlage. Luna Rossa und Team China sorgten bei den Louis Vuitton Pacific Series für ein Déjà-vu-Erlebnis.

Peter Holmberg am Ruder von Luna Rossa entledigte sich eines Penalties aus der Vorstartphase. 150 Meter Vorsprung sollten eigentlich locker ausreichen. Aber die Strömung bereitete Probleme. Das Schiff drehte schwerfällig durch den Wind.

Im AC-Finale 2007 hatte es für Team New Zealand um eine Sekunde nicht gereicht, die Strafe rechtzeitig zu beenden. Alinghi stürmte vorbei. Aber diesmal blieb das Happy End für den Überholer aus. Match-Race-Doppelweltmeister Ian Williams am Steuer des chinesischen Bootes fehlte die eine Sekunde zum Sieg. Der Wettbewerb ist für ihn zu Ende.

„Das ist ärgerlich“, sagt der Newcomer in der America´s Cup Szene. „Nachdem sie im Vorstart eine Strafe erhalten hatten, segelten wir wie üblich konservativ hinterher und blieben nah genug dran. Aber beim Manöver am Leetor verloren wir 15 bis 30 Sekunden. Die neuseeländischen Boote fahren einfach nicht so gut um die Ecke wie die von Oracle. Darauf haben wir uns zu spät eingestellt.“

Auch das zweite Match des Tages zwischen Team Origin und K-Challenge hätte kaum enger sein können. Ben Ainslie unterstrich zwar mit einem weiteren hervorragenden Start seine starke Leistung bei dieser Regatta, aber die Franzosen mit Match-Race-Vize-Weltmeister Sebastian Col am Rad holten stark auf. An der Luvtonne lagen sie nur neun Sekunden hinten.

Ein besseres Spi-Setz-Manöver ließ sie die Briten sogar überholen. Aber Ainslie verteidigte seine Position mit zwei aggressiven Luvmanövern. Die Franzosen ließen beim Luven in den Wind sogar das Spifall ausrauschen, aber die Schiedsrichter bestraften sie wegen ungenügenden Freihaltens. Das Rennen war entschieden.

Danach schlief der Wind ein und es kamen keine weiteren Rennen zustande. Team Origin trifft jetzt im Viertelfinale auf das erstaunlich starke Team von Damiani Italia Challenge mit Steuermann Francesco Bruni.

Im zweiten Viertelfinale kommt es zum Klassiker zwischen Luna Rossa und BMW Oracle. Die Sieger der Duelle müssen danach im Zweikampf den Gegner von Alinghi ermitteln, das bereits für das Challenger Finale qualifiziert ist.

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