Extreme Sailing
Eine äußerst knappe Sache
Beim dritten Event der Extreme-Sailing-Serie in Istanbul wurde der erbitterte Dreikampf zwischen „Artemis”, „Team New Zealand” und den Franzosen von „Groupe Edmonde de Rothschild” buchstäblich in letzter Sekunde entschieden. Am grauen, aber nicht minder interessanten Schlusstag spitzte sich die Regatta dramatisch zu. Die Kiwis gewannen den letzten Lauf, doch die Schweden, die zwischenzeitlich in der Gesamtwertung auf den dritten Rang abgerutscht waren, konnten durch eine clevere Halse kurz vor dem Ziel noch ein Boot überholen und sich damit den Gesamtsieg sichern. Nach fünf Tagen und 43 intensiv bestrittenen Wettfahrten betrug ihr Vorsprung genau einen Punkt.
„Ich bin bis zur ersten Saling gehüpft, als ich hörte, dass wir gewonnen haben“, jubelte der amerikanische Steuermann Terry Hutchinson, der erst seit diesem Jahr ernsthaft Kat segelt und sich mit der Extreme-Serie auf den nächsten America’s Cup vorbereiten will. Die Franzosen schafften trotz eines siebten Platzes im letzten Lauf noch den Sprung aufs Podest und halten mit einem Punkt Vorsprung auf „Team New Zealand” und zwei auf „Artemis” auch die Führung in der Serie.
Für Roland Gäbler und sein „Team Extreme” begann es in Istanbul gut, doch der brutale und unverschuldete Crash mit „Alinghi" am Freitag beendete die Hoffnungen des bekanntesten deutschen Katamaranseglers. Die nächste Vorstellung der Extreme-Sailing-Serie ist in Boston am 30. Juni.
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