Global Ocean Race

Dritte Etappe beim „Familienfest"

30.01.2012 Dieter Loibner, Fotos: GOR - Während das Volvo Ocean Race von künstlichem Drama lebt, geht's beim Global Ocean Race deutlich ruhiger zu. Und trotzdem auch um die Welt

Global Ocean Race
Fotograf: © GOR
Die Gesamtführenden: „BSL" mit Ross und Campell Field

Am Sonntag fiel der Startschuss zur dritten Etappe des Global Ocean Race von Wellington, Neuseeland, nach Punta del Este, Uruguay. Im Vergleich zum schrillen und hochkommerziellen VOR, bei dem manchmal sechs Boote tatsächlich segeln, mutet das GOR fast an wie ein Familienfest. Nach dem Ausfall des niederländischen Teams, das nach Mastbruch zu Beginn der zweiten Etappe nach Kapstadt zurückkehren musste, gingen fünf Class-40-Boote auf die 6.200 Meilen lange Reise.

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Schaumgebremste Angelegenheit: Bei flauer Brise fuhren die fünf Class-40-Teams in Wellington los. Wenig später gab's dann eine Mütze voll Wind

In der Gesamtwertung führen die beiden favorisierten Neuseeländer Ross und Campbell Field, ein Vater-Sohn-Team, mit „Buckley Systems”, das bisher einen Etappensieg und einen zweiten Rang verbuchen konnte und 64 Punkten hat. Dahinter dann „Campagne de France” mit Halvard Mabire und Miranda Merron (FRA/GBR), die das zweite Teilstück für sich entschieden, mit 56 Zählern, und „Cessna Citation” mit Conrad Coleman und Adrian Kuttel (NZL/RSA) mit 54. 

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Fotograf: © GOR
Im Namen des Vaters. Oder Poseidons: Ein Geistlicher segnet die Teilnehmer für die 6.200 Meilen lange Etappe nach Uruguay

Die ersten Meilen nach dem Start waren flau, dann frischte es auf, und in der Cook-Straße wurden die Teilnehmer von knackigen 20 Knoten begrüßt. GOR-Botschafterin Dee Caffari erklärte das Bevorstehende: „Im Unterschied zur vorigen Etappe gibt es hier weniger Optionen. Wenn die Teilnehmer die Cook-Straße erst mal verlassen haben und im Pazifik sind, liegt nichts mehr zwischen den Booten und Kap Hoorn.” Doch diese lange Königsetappe habe auch ihre guten Seiten, wie zum Beispiel dieses berüchtigte Kap und die Aussicht auf dezentes Wetter. „Die Wellen sind länger und liegen weiter auseinander, womit die Surfbedingungen angenehmer sind”, erklärte Caffari. „Und das Wetter ist weniger häufig schlecht als im Indik, obwohl ein dicker Sturm fast garantiert ist, bevor man in die relative Sicherheit des Atlantiks zurückkehrt.”

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Flott auf die Reise: Phesheya-Racing mit Nick Leggatt und Phillippa Hutton-Squire

Zwischenstand

  • 1.    Buckley Systems, 64 Punkte, Ross und Campbell Field (NZL/NZL)
  • 2.    Campagne de France, 56, Halvard Mabire und Miranda Merron (FRA/GBR)
  • 3.    Cessna Citation, 54, Conrad Colman und Adrian Kuttel (NZL/RSA)
  • 4.    Financial Crisis, 42, Marco Nannini und Hugo Ramon (ITA/ESP)
  • 5.    Phesheya-Racing, 24, Nick Leggatt und Phillippa Hutton-Squire (RSA/RSA)
  • 6.    Sec. Hayai, 6, Nico Budel und Frans Budel (NDL/NDL) RTD Leg 2, DNS Leg 3. Soll bei der 4. Etappe wieder einsteigen

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