America's Cup
Dopingfall bei Alinghi
Der Neuseeländer Simon Daubney (48) hat sich vorläufig von Alinghi getrennt, weil er am 23. Juni 2007 eine positive Dopingprobe abgegeben hat. Die Doping Agentur in Norwegen hatte Spuren von Cannabis im Urin gefunden. Am 8. August 2007 bestätigte sich das Ergebnis nach dem Öffnen der B-Probe.
Dieser Befund wurde erst jetzt öffentlich, weil sich Daubney vor der fünfköpfigen Jury des 32. America´s Cups in London verantworten musste. „Die Jury befand, dass meinerseits kein schuldhaftes Verhalten vorliegt“, sagt der Trimmer, der zu der fünf Mann starken Kerntruppe von Alinghi gehört, die schon viermal den Cup gewonnen hat.
Er mutmaßte gegenüber der Presseagentur AFP, dass die verbotene Substanz über ein verunreinigtes Getränk in seinen Körper gelangt sei. „Der Freispruch ist eine Erleichterung. Denn ich weiß, dass ich niemals wissentlich etwas Verbotenes zu mir genommen habe.
Dennoch habe ich bei Alinghi gekündigt, bis dieser Vorgang vollkommen aufgeklärt ist, damit das Team nicht behindert wird. Ich hoffe auf eine Rückkehr, sobald mein Name nicht mehr beschmutzt ist.“ Er habe alles getan, um seine Unschuld zu beweisen. Unter anderem unterzog er sich einem Lügendetektor-Test.
Skipper Brad Butterworth kommentiert: „Wir sind froh darüber, dass die Jury kein Verschulden von Simon festgestellt hat. Er ist ein wichtiges Mitglied unseres Teams und ein enger Freund. Wir fühlen mit ihm und seiner Familie. Sie mussten in dieser schwierigen Zeit viel durchmachen.“
Das schriftliche Urteil der America's Cup-Jury wird in den kommenden Tagen dem Weltseglerverband, dem America's Cup Management und dem Team Alinghi zugestellt. Das endgültige Urteil fällt in den Verantwortungsbereich des Weltseglerverbandes. Daubney droht eine zweijährige Sperre.










