Royal Ocean Cup
Deutschland vor Bornholm dabei
Die Vorbereitungen auf den für 2013 erstmalig ausgeschriebenen Royal Ocean Cup vor Bornholm sind in vollem Gange. Der zunächst verhaltenen Informationspolitik seitens des ausrichtenden Kongelig Danske Yachtklub (KDY) wurde mit dem Launch einer neuen Eventseite bereits Ende Oktober Luft gemacht. Stück für Stück kommen seitdem immer mehr Details zur Hochsee-Team-Meisterschaft in der Ostsee ans Licht.
Scharfes Profil, hochwertiger Wettkampf
Aus der veröffentlichten Notice of Race (NoR) lassen sich Informationen hinsichtlich der Natur des neuen Formates ableiten. So wird es für jedes teilnehmende Boot eine Begrenzung an Isaf-Category-3-Segler geben. Der Welt-Seglerverband Isaf unterscheidet zwischen Amateuren (Cat.1) und Profis (Cat.3), um einen ausgewogenen Wettkampf zwischen Amateuren und Profis zu gewährleisten. Dies ist jedoch auf vielen Seesegeln-Meisterschaften inzwischen Standard. Interessanter ist die Einführung einer Nationalitäten-Regel. Maximal zwei Crewmitglieder pro Boot dürfen einer anderen Nation angehören als derjenigen, unter der das jeweilige Schiff gemeldet hat. Dies macht den Royal Ocean Cup wiederum für internationale Profis grundsätzlich attraktiv, es bleibt jedoch abzuwarten, in welchem Umfang Eigner und Crews von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden. Die Nationen werden in Teams aus drei Booten gegeneinander antreten, insgesamt sechs Up&Down-Wettfahrten sowie eine Langstrecke sind ausgeschrieben, keines der Ergebnisse wird streichbar sein.
Die Dänen kommen
Als erste Nation hat der dänische Verband (DS) eine verbindliche Meldung zum Royal Ocean Cup abgegeben. Einer der 15 verfügbaren Startplätze ist somit vergeben, gemäß des Regelwerkes steht jedem Ostseestaat bis zum 1. Februar ein Startplatz zu, erst danach können Nationen, die bereits gemeldet haben, ein zweites Team anmelden. In Dänemark werden zunächst zwei nationale Ausscheidungsregatten in den ORCi-Klassen und der X-35 OD stattfinden. Die Sieger der Ausscheidungsregatten werden dann im September vor Bornholm als Team "Denmark 1" unter der Leitung von Steen Toftebjerg um Silber kämpfen.
Deutschland mit dabei
Doch auch dem Deutschen Segler-Verband (DSV) liegen bereits fünf verbindliche Interessenbekundungen in den ORCi-Klassen vor, die eine nationale Ausscheidung wahrscheinlich werden lassen. Die Planung befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium, über einen Ausscheidungsmodus wird aller Voraussicht nach in Kooperation mit den interessierten Teams abgestimmt werden. Die wichtigste Hürde auf dem Weg nach Bornholm ist mit der Meldung durch den Ausschuss Seeregatten jedoch genommen: Ein Nationenplatz ist Deutschland sicher. Interessant wird zu sehen sein, welche Mannschaft den deutschen X-35-Slot besetzen wird: Während in Skandinavien – insbesondere in Schweden – noch aktiv X-35 gesegelt wird, ist es auf den deutschen Regattabahnen ruhig um die dänische Einheitsklasse geworden.










