Welt-Seglerverband

Der Neue am Steuer ist ein Brite

13.01.2016 Tatjana Pokorny, Fotos: World Sailing, David Branigan/World Sailing - Der Welt-Seglerverband World Sailing startet mit einem neuen CEO ins olympische Jahr 2016: Andy Hunt übernimmt das Amt in rauen Gewässern

Andy Hunt
Fotograf: © World Sailing

Andy Hunt

Sein Vorgänger Peter Sowrey ist bereits nach fünf Monaten im Amt zurückgetreten. Jetzt übernimmt mit Andy Hunt erneut ein Brite das Amt des Geschäftsführers im Welt-Seglerverbend World Sailing, das einst der Niederländer Jerome Pels mehr als 17 Jahre innehatte, bevor er am 23. Oktober 1914 zurückgetreten war. Nachfolger Sowrey überstand die rauen Gewässer nur fünf Monate, bevor er aufgab. Andy Hunt scheint auf den ersten Blick bessere Voraussetzungen für die Position mitzubringen. Er hatte fünf Jahre den britischen Olympia-Verband geführt, aber auch 20 Jahre Erfahrung in der freien Wirtschaft gesammelt. 

Carlo Croce
Fotograf: © David Branigan/World Sailing

World Sailing hatte mit seiner ersten CEO-Wahl Peter Sowrey wenig Glück. Andy Hunt soll es nun besser machen

Andy Hunt ist selbst begeisterter Segler und leidenschaftlicher Sportfan. Er sieht im Segelsport "viel Potenzial" zur Weiterentwicklung. Dass er bei Antritt der neuen Aufgaben mit dem umstrittenen (weil stark verschmutzten) Olympiarevier und der sportpolitischen Diskussion um den Ausschluss israelischer Sportler von der gerade in Malaysia zu Ende gegangenen Jugend-Weltmeisterschaft neben vielen weiteren Herausforderungen gleich zwei akute Problemfelder zu bearbeiten hat, schreckt den mit vielen Wassern gewaschenen Sportmanager nicht. "Das hält mich nicht ab", sagte Hunt, "der Verband braucht jetzt Führungsstärke und muss zusammenrücken. Wir müssen sicherstellen, dass wir alle in die gleiche Richtung arbeiten. Und es gibt Dinge, die über einen gewissen Zeitraum hinweg geändert werden müssen. Daran gibt es keinen Zweifel."

World Sailing
Fotograf: © World Sailing

Diese Vielfalt soll Andy Hunt als neuer World-Sailing-Geschäftsführer einen und erfolgreich in die Zukunft führen

Hunt hat seinen Job vor wenigen Tagen angetreten und will sich zunächst ein umfangreiches Bild verschaffen, bevor er genauere Pläne seiner zukünftigen Arbeit vorstellen kann. Zu seinen nächsten Schritten zählen ein Besuch Rio de Janeiros im Februar und die damit verbundene Bestandsaufnahme der Planungsfortschritte der Olympia-Organisatoren. Sportpolitisch betritt Hunt damit direkt heißes Pflaster, denn die Wasserqualität im Olympiarevier gilt als mangelhaft und – mit Blick auf die Athleten – gesundheitsgefährdend.

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