Jules Verne Trophy
Der lange Weg zum Äquator
Das Team des grünen Tris wird von starken Winddrehern und Böen gebeutelt und wird nicht vor Samstag morgen den Bereich der Passatwinde erreichen, die dann eine schnelle Passage zum Äquator möglich machen sollen. Zurzeit profitieren die Franzosen davon, das Bruno Peyron vor 5 Jahren hier den schlechtesten Tag des gesamten Rekordversuchs hatte.
So kam "Groupama 3" heute morgen auf knapp unter 300 Meilen an die Zeit des Landsmannes bei dessem Rekordversuch heran. Doch spätestens morgen liegt die Messlatte dann wieder höher, da der Kat 2005 zu diesem Zeitpunkt die Passatwind-Zone erreichte und wieder gute Etmale ins Logbuch schreiben konnte.
Festhalten kann man aber wohl schon an dieser Stelle, dass die Leistung von Crew und Boot bislang sehr bemerkenswert ist. Das Team hat seit dem Start vor knapp 39 Tagen derartig viel Pech mit den Windbedingungen gehabt, dass der Rückstand von einem halben Tag bemerkenswert wenig ist. Praktisch immer wenn ein kritischer Punkt der Strecke anlag, egal ob das Umfahren des St. Helena-Hochs, die Passage des Pazifiks oder die Rundung Kap Hoorns, musste Navigator Stan Honey die nächste Hiobsbotschaft verkünden. Mal war die wichtige Front schon durch, mal zwang ein brutaler Sturm zum Ausweichen, mal ein riesiges Hoch zum Umweg.
Ob sich der zähe Kampf der Crew letztlich vielleicht doch noch auszahlt, wird sich erst kurz nach der Passage des Äquators zeigen, wenn der Schlussspurt ansteht. Es bleibt also spannend.










