America's Cup
„Das ist Scheißdreck“
Der Endspurt im Streit um den America´s Cup bis zum Showdown vor dem New Yorker Gericht am 22. Oktober hat begonnen. Die beteiligten Parteien sind gesprächig wie nie. Besonders Alinghi holt nach, was am Anfang ungeschickt versäumt wurde. Man nimmt Stellung und verteidigt die Position.
Diesmal ist es Skipper Brad Butterworth, der dem spanischen Online Magazin Valencia Sailing Rede und Antwort steht. So kann er die ganze Aufregung um das Protokoll nicht verstehen. „Ich bin davon überzeugt, dass es nicht sehr viel anders als beim letzten mal werden wird. Wir haben nur andere Boote die größer und besser sind. Das ist die einzige radikale Veränderung.“
Zur Ablehnung der zehn von BMW Oracle vorgeschlagenen Schlichter sagt Butterworth: „Die Chefs sprechen miteinander, weiter kann man durch eine Schlichtungsprozess nicht kommen.“ Der Hauptpunkt sei die Rechtmäßigkeit des Challenger of Record. Deshalb ziehe BMW Oracle vor Gericht.
Alinghi habe das Protokoll schon an 14 Punkten entsprechend der Wünsche von den Herausforderern geändert. Oracle solle nicht weiter versuchen Challenger of Record zu werden, sondern als normaler Teilnehmer dabei sein und endlich mit Sport weitermachen.
Eines der größten Probleme ist der Wunsch Alinghis bei der Herausforderserie teilzunehmen. Butterworth kommentiert die Gefahr der Einflussnahme wenn Alinghi wohlmöglich gegen stärkere Teams gewänne sich aber vorwerfen lassen muss sich gegen schwächere zurückzuhalten.
„Wir versuchen dieses Problem zu lösen, haben die Überlegungen aber noch nicht abgeschlossen. Dabei reden wir mit den Herausforderern... Aber am Ende muss der bester Herausforderer uns sowieso schlagen. Deshalb kann ich das Problem aus sportlicher Sicht wirklich nicht verstehen.“
Den möglichen Zeitvorsprung, den Alinghi beim Design der neuen Yacht haben könnte weist Butterworth harsch zurück. „Die Regel ist noch nicht geschrieben. Wir werden die gleiche Zeit haben wie die Herausforderer.“ Und zum Gerücht, das Alinghi schon seit Februar am Design arbeite sagt der Neuseeländer nur: „Das ist Scheißdreck“
Nicht sehr gut zu sprechen ist Butterworth offenbar auf Mascalzone Latino, nachdem die Italiener mit einem so genannten Amicus Brief die Position von Oracle unterstützt hatten. „Offensichtlich waren sie von Anfang an mit Oracle verbunden. Ich differenziere nicht zwischen den beiden. Es geht jetzt nut um die Frage, ob der spanische Club legal herausfordern darf. Den Rest können wir sportlich entscheiden.“
Aber die Konkurrenz schläft nicht. So haben am Wochende besonders die Briten vom Team Origin eine erste Durftmarke hinterlassen. Das neu formierte Dreamteam mit Steuermann Ben Ainslie und Taktiker Ian Percy besiegte beim Grade One Match Race in Trapani die Weltelite der Segelduellanten.
Darunter Luna Rossa Steuermann James Spithill Shosholoza Lenker Paolo Cian, Mascalzone Starter Jes Gram-Hansen und B-Steuermann von Desafio Jesper Radich.
Ergebnisse Cento Cup
1. B. Ainslie, GBR, 9
2. P. Cian, ITA, 8
3. J. Spithill, AUS, 7
4. S. Minoprio, NZL, 6.5
5. J. Gram-Hansen, DEN, 6
6. J. Radich, DEN, 5.5
7. D. Iehl, FRA, 4
8. J. Orel, SLO, 3
9. E. Neugodnikov, RUS, 2
10. I. Ainslie, RSA, 2
11. S. Ferrarese, ITA, 1










