Quebec–St. Malo

Das Class-40-Triple für Riechers?

19.07.2012 Dieter Loibner, Fotos: XDachet.com, gestev - Beim Hochseeklassiker von Quebec nach St. Malo interessiert vor allem eines: Holt Jörg Riechers den dritten Class-40-Sieg in Folge?

Quebec - St. Malo
Fotograf: © XDachet.com
Bodenpersonal. Wer gewinnen will, muss ein schnelles und stabiles Boot haben

Das Solidaire du Chocolat und den Atlantic Cup hat Deutschlands derzeit bester Hochseesegler in der Class 40 heuer bereits gewonnen. Mit dem Mini 6.50 holte er Anfang Juni noch die Marie-Agnès Péron Trophy, bevor er eine Regenerationspause mit Lasersegeln auf der Alster einlegte. Nun will der Hamburger den Dreierpack mit einem Sieg beim Quebec–St. Malo. Auch wenn er’s nur kleinlaut zugibt, er und Co-Skipper Ryan Breymeyer aus den USA sind die Favoriten mit „Mare”, der derzeit wohl besten Class 40. 

Quebec - St. Malo
Fotograf: © XDachet.com
Heimwerker. Wer keine Mechaniker hat, muss selber ran

„Auf diese Regatta freue ich mich schon seit Wochen”, schreibt Riechers in seinem Blog. „Normalerweise ist es eine richtig harte Regatta mit viel Wind und wilden Vormwindgängen unter Spi. Etwas, was dem Boot, der Crew und mir liegen sollte.” Derzeit wichtigster Mann ist Charles vom Bodenpersonal, der muss den von Sam Manuard konstruierten Renner in Schuss bringen, damit Riechers ans Limit gehen kann und vielleicht auch einen Tick drüber, wenn’s nötig sein sollte. 

Quebec - St. Malo
Fotograf: © gestev
Erst der Slalom über den Strom, dann die gebogene Gerade über den Großen Teich

So ein Sieg bei diesem fast 3000 Meilen langen Rennen, das erst über den St.-Lorenz-Strom und dann quer über den Nordatlantik führt, würde sich hübsch machen auf Riechers’ Vita, denn da haben schon einige der ganz Großen gewonnen. Franck Cammas und natürlich der Alleskönner Loïck Peyron, der mit 7 Tagen und 20 Stunden seit 1996 auch den Streckenrekord hält und Laurent Bourgnon, der 1992 siegte. Aber auch Frauen mischen mit: Karine Fauconnier zum Beispiel, die war 2004 als Erste im Ziel und verfehlte Peyrons Zeit um nur 36 Minuten. Doch die großen Multihulls sind heuer Mangelware. Nur zwei Multi 50 und ein Multi 60 nehmen diesmal teil, dazu noch je ein Open-50- und Open-65-Monohull. 

Quebec - St. Malo
Fotograf: © XDachet.com
Wenig los. Ohne Class 40 hätte die Regatta wohl nicht stattgefunden

Die Show gehört also den Class 40, die immerhin ein Feld von 21 Booten aufbieten und damit den Löwenanteil stellen. Mit dabei auch der Hamburger Mathias Müller von Blumencron mit seiner neuen Class 40 „Red”, einem Rogers-Design. Er wird begleitet von Hans-Christoph Brumberg, Volker Riechers und Fotograf Andreas Lindlahr. Ebenfalls auf der Meldeliste steht Anna-Maria Renken, die gemeinsam mit dem Franzosen Jean-Edouard Criquioche auf „Sevenstar Yachttransport” ins Rennen gehen soll. 

Der Startschuss für die Class 40 fällt am Sonntag, den 22. Juli um 11:20 Uhr Ortszeit in Quebec, die Open-Class-Boote folgen 15 Minuten später.

 

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