America's Cup
Das AC-Personalkarussell dreht sich
Auf dem Personalmarkt der Segelprofis herrscht derzeit reges Treiben. Alle erklärten Teams sowie die potenziellen versuchen, in den kommenden Wochen ihre Stammcrew für den America's Cup 2007 zu komplettieren.
So wurde Gavin Brady als neuer Steuermann im Team Oracle BMW Racing verpflichtet. Das gab CEO Chris Dickson in Auckland bekannt. Der 29-jährige Neuseeländer wird mit der Crew auch beim kommenden Americas Cup an den Start gehen. "Er ist für mich einer der besten Steuermänner im Match Racing", so Chris Dickson und fügte hinzu: "Nach unserem erfolgreichen Debüt mit der Finalteilnahme beim Louis Vuitton Cup 2003 in Auckland laufen unsere Planungen für den nächsten America s Cup auf Hochtouren. Gavin ist genau der richtige Mann für diese große neue Herausforderung: Er ist jung, entschlossen und zudem außerordentlich talentiert."
Brady segelte bereits 1995 mit Dickson als Taktiker im Halbfinale des Louis Vuitton Cup in San Diego. "Ich freue mich, wieder mit Chris zusammenzuarbeiten und zu segeln", so Brady. "Er ist ein Weltklasse-Segler und setzt alles daran, mich dabei zu unterstützen, noch besser zu werden."
Trotz seines noch jungen Alters ist Gavin Brady ein erfahrener Americas Cup Segler. Nach seinem Einsatz gemeinsam mit Chris Dickson 1995 für TAG Heuer war er beim Americas Cup 2000 im Team AmericaOne Mitglied in der Afterguard. Beim Americas Cup 2003 fungierte er als Steuermann und Afterguard beim italienischen Prada Team. 1997/98 segelte er im Whitbread Round the World Race an Bord der "Chessie Racing", hat zweimal den Championship-Wettbewerb in der Mumm 36-Klasse sowie Welttitel in der IMS, der 50-Fuß-Klasse und dem One Ton Cup 2002gewonnen. Er hat Neuseeland bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney in der Starboot-Klasse vertreten und strebt an, auch bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 in dieser Klasse für sein Land anzutreten.
Während dieser Wechsel fest ist, kommen aus Neuseeland Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss von Team New Zealand unter Segellegende Grant Dalton und John Kostecki, der mit "illbruck" das Volvo Ocean Race gewann und derzeit noch bei Michael Illbruck für eine geplante AC-Herausforderung unter Vertrag steht. Wie der "New Zealand Herald" berichtet, habe es Gespräche zwischen Dalton und Kostecki in den USA gegeben. "Ich habe mit John gesprochen", so Dalton, "und wir werden uns diesen Monat noch einmal treffen, dann mit Dean (Barker)."
Der Olympia-Silbermedaillengewinner, zweimalige America's-Cup-Taktiker und zehnfache Weltmeister in verschiedenen Einheitsklassen wäre auch wegen seiner Führungsqualitäten, die er mit dem Sieg im Volvo Ocean Race bewies, ein Verstärkung für die nach der 5:0 Niederlage gescholtene Afterguard der Neuseeländer.
Der "Herald" vermutet, dass es sich bei dem Treffen nicht nur um ein rein informelles Gespräch gehandelt haben könnte, sondern dass es sogar Bestrebungen geben könnte, die deutsche und die neuseeländische Kampagne zu verschmelzen.










