Syndey Hobart Race

"Comanche"-Crew triumphiert in Hobart

28.12.2015 Tatjana Pokorny, Fotos: Andrea Francolini Photography, Hamburgischer Verein Seefahrt E.V. - Die "Comanche"-Crew hat sich erfolgreich für ihre Niederlage 2014 revanchiert. Comeback-Überraschung: "Haspa Hamburg" ist zurück im Rennen

Comanche im Rolex Sydney Hobart Race
Fotograf: © Andrea Francolini Photography

"Line Honors" für das Team um Skipper Ken Read: Die US-Yacht "Comanche" erreichte die Ziellinie vor Hobart als Erste

Comanche im Rolex Sydney Hobart Race
Fotograf: © Andrea Francolini Photography

"Comanche"-Skipper Ken Read

Jim und Kristy Hinze-Clarks Crew auf dem Maxi-Racer "Comanche" hat sich bei der 71. Auflage des Rolex Sydney Hobart Race die Line Honors gesichert. Der rot-schwarze Maxi-Racer erreichte die Ziellinie des 630 Seemeilen langen Rennens nach 2 Tagen, 8 Stunden, 58 Minuten und 30 Sekunden. Damit revanchierte sich die Mannschaft um Skipper Ken Read erfolgreich für die 2014 mit brandneuem Boot erlittene Niederlage gegen die australische "Wild Oats XI", die in diesem Jahr frühzeitig ausgeschieden war.

Comanche im Rolex Sydney Hobart Race
Fotograf: © Andrea Francolini Photography

Schnell, schneller, "Comanche": Dem Speed der US-Yacht war bei der 71. Auflage des Rolex Sydney Hobart Race keine Gegnerin gewachsen

Als zweite Yacht im Ziel wurde am späteren Montagabend im tasmanischen Zielhafen Hobart die ebenfalls aus Amerika kommende "Rambler" erwartet, die sich mit "Comanche" über weitere Strecken des Rennens ein spannendes Duell mit mehreren Führungswechseln geliefert hatte. Als jedoch beide Yachten nacheinander bei Kollisionen Teile ihrer Steuerbord-Schwerter verloren hatten, war "Comanche" unwiderstehlich davongezogen und hatte beim Zieldurchgang rund 50 Seemeilen Vorsprung vor ihrer ärgsten Widersacherin bei dieser Auflage des Langstreckenklassikers in Down Under. Im Kampf um den Gesamtsieg nach berechneter Zeit müssen die kleineren Boote noch abgewartet werden.

Comanche im Rolex Sydney Hobart Race
Fotograf: © Andrea Francolini Photography

Das Geschwindigkeitsvermögen der "Comanche" wird auf diesem Bild von Andrea Francolini Photography deutlich

Das Rolex Sydney Hobart Race 2015 hatte den Teilnehmern schon in der ersten Nacht steife Winde und eine entsprechend hohe Ausfallquote beschert. Am Montagabend (Ortszeit) waren noch 77 der ursprünglich 108 gestarteten Boote im Rennen. Damit betrug die Ausfallquote schon lange vor Ankunft der gesamten Flotte knapp 30 Prozent. Zuletzt hatten die Bedingungen 2004 für eine noch höhere Ausfallquote von 50 Prozent gesorgt.

Eine schöne Nachricht gab es für die Crew auf der einzigen deutschen Yacht im Rennen: Die "Haspa Hamburg" vom Hamburgischen Verein Seefahrt ist wieder dabei! Nach der offiziellen Abmeldung und dem erfolgreichen Reparaturstopp am alten Walfängerhafen Eden durfte die junge Mannschaft um Skipper Johan Schultz das Rennen mit neu eingestelltem und geradem Rigg wieder aufnehmen und segelt auf Kurs Hobart.

Im aktuellen Bericht von Bord heißt es: "Nachdem wir in Eden ausliefen, haben wir Maritime Rescue Eden und JBW über unsere Pläne informiert. JBW ist das Radio Relay Vessel für die Regattaleitung. Ursprünglicher Plan unsererseits war, im Tourenmodus nach Hobart zu segeln und dort den Tracker an die Regattaleitung zu übergeben. Die Rückfrage, ob wir denn wieder mit ins Rennen wollen, hatten wir so nicht erwartet – aber ein Nein kommt natürlich auch nicht in Frage. Somit sind wir tatsächlich wieder dabei! Ein unglaublicher Motivationsschub hier an Bord. Jetzt werden wir Details unseres Zwischenstopps an die Regattaleitung geben, die dann über Strafzeiten oder gar eine Vergütung für die Liegezeit entscheidet. Wie wir seit heute Mittag wissen, ist das mit den Line Honors eh nicht mehr drin... Aktuell segeln wir mit vollem Groß und G5 bei moderater Welle und 15 bis 20 Knoten Wind an Cape Green vorbei. Herzliche Grüße, die Crew."

"Haspa Hamburg"
Fotograf: © Hamburgischer Verein Seefahrt E.V.

Überraschend zurück im Rennen: "Haspa Hamburg"

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