America´s Cup
Chance zur Revanche
Das Schweizer America´s Cup Team Alinghi hat eindrucksvoll bewiesen, dass es 2007 den Cup nicht nur wegen eines schnelleren Bootes gegen die Neuseeländer gewonnen hat. Steuermann Ed Baird düpierte Russell Coutts im entscheidenden Finalrennen.
Es ist die Höchststrafe für jeden Match-Race-Steuermann, die Coutts im zweiten Rennen gegen Alinghi erlitt. Bei dem Versuch zu starten, bremste ihn Ed Baird so geschickt aus, dass er keine Lücke mehr zwischen Startschiff und Gegner fand. Er musste in den Wind drehenn und im Kielwasser von Baird das Rennen beginnen.
Alinghi entschied das brisante Duell mit über einer Minute Vorsprung für sich und zieht nach dem gestrigen Sekunden-Sieg mit 2:0 in das Traumfinale gegen Team New Zealand ein.
Coutts sagt zu seiner Niederlage: „Nach sechs Jahren, in denen ich nicht mit diesen Booten gesegelt bin, hat es besser funktioniert als erwartet. Nach drei oder vier Monaten intensiven Trainings sollten wir wieder die nötige Konstanz haben. Es geht überwiegend um Kommunikation."
Die nächsten Rennen werden im Best-of-Seven-Modus auf den Kiwi-Cuppern ausgesegelt. Aber schon im Vorfeld Finales der "freundlichen Regatta" gibt es wieder Ärger.
Alinghi reichte einen Protest ein der sich auf die Ungleichheit der beiden zu benutzenden Boote bezog. Das jüngere Schiff NZL 92 solle schneller sein als das Sparringsboot NZL 84 hieß es. Team-New-Zealand-Chef Grant Dalton wies diese Behauptung zurück und verwies auf die Daten der bisherigen Rennen.
Aber der Ärger eskalierte nicht. Denn Alinghi zog das vermeintlich schnellere Schiff aus der Lostrommel. Sie dürfen die Abschlusserie mit der NZL 92 bestreiten. Die Schweizer zogen ihren Protest zurück.










