America´s Cup
Bruch und glückliche Siege
Am zweiten Tag der zweiten Runde bei den Louis Vuitton Pacific Series hat sich Alinghi an die Spitze der Goldgruppe gesetzt. Die Schweizer siegten knapp gegen das starke Damiani Italia Team.
Allerdings war die Vorstellung der Schweizer erneut nicht so zwingend wie vorher erwartet. Der Start ging verloren und die Italiener lagen beim ersten Aufeinandertreffen in Führung.
Alinghi passierte knapp hinter den Italienern, um auf die rechte Seite zu kommen. Damiani-Steuermann Francesco Bruni reagierte darauf mit einer engen Wende, um die rechte Seite zu blockieren.
Er führte das Manöver aber schlecht aus. Er beendete die Wende nicht rechtzeitig, so dass Ed Baird durch die höhere Geschwindigkeit in Lee eine Überlappung herstellte und das Luvrecht erhielt.
Er machte ausgiebig davon Gebrauch, luvte bis in den Wind und zwang die Italiener mitzuluven. Dabei hielten sie sich nicht frei und wurden mit einem Penalty bestraft.
Da sie durch die Regelverletzung vor Alinghi rutschten, zückten die Schiedsrichter sogar die rote Flagge. Der Strafkreis musste sofort ausgeführt werden. Alinghi gewann deutlich mit 43 Sekunden Vorsprung.
Auch Russell Coutts erwischte nicht seinen besten Tag, kam aber dennoch mit einem Sieg davon. Im Match gegen die Briten erhielt Coutts einen Penalty in der Vorstartphase nach einer schweren Kollision und lag auch noch an der Luvtonne 13 Sekunden hinten.
Das Rennen war so gut wie verloren. Aber Team Origin schaffte es an der Leetonne nach einem Problem mit der Genua nicht, das Vorsegel zu setzten und musste aufgeben.
Coutts erhielt den Siegpunkt, bekam ihn aber wegen der schweren Kollision von den Schiedsrichtern wieder aberkannt. Selbst die Briten wurden mit einem halben Minuspunkt bestraft, weil sie trotz Wegerecht nicht alles getan hatten, um den Kontakt zu verhindern.
In der dritten Paarung der Goldflotte besiegte Team New Zealand Luna Rossa deutlich. Allerdings ist die Niederlage für die Italiener gut zu verschmerzen, weil bei den Rennen gegen das Heimteam keine Punkte vergeben werden. Es ist für das Finale schon gesetzt.
In der Silbergruppe verbleiben Team China und die Franzosen nach weiteren Siegen im Wettbewerb. Ian Williams, dessen britisches Match-Race-Team an Bord ist und maximal drei Chinesen, profitierte von einem Materialproblem der Griechen.
Sie konnten in der Vorstartphase das Vorsegel nicht setzen, tauchten zu spät in die Startbox ein und erhielten dafür einen Penalty. Williams schaffte es weiterhin, den Gegner am Eintauchen zu hindern. Sein Gegenüber konnte sich nur mit einer Regelverletztung befreien und erhielt eine weitere Strafe.
Die Franzosen segelten ein enges Rennen gegen Shosholoza. Aber nach einem Startgewinn brachten sie einen 12-Sekunden-Vorsprung ins Ziel.
Ergebnisse:
Alinghi beat Damiani Italia 43sec
Pataugas K-Challenge beat Shosholoza 12sec
BMW Oracle Racing beat Team Origin (DNF)
China Team beat Greek Challenge 2min 58sec
Emirates Team New Zealand beat Luna Ross 26sec
Goldgruppe
ETNZ ein Sieg (0 Punkte — außer Konkurrenz)
TEAMORIGIN kein Sieg — 0,5 Punkte (halber Punkt Abzug wegen Kollision)
BMW Oracle Racing zwei Siege — 1 Punkt (ein Punkt Abzug wegen Kollision)
Luna Rossa kein Sieg — 0 Punkte
Alinghi zwei Siege - 2 Punkte
Damiani Italia kein Sieg - 0 Punkte
Silbergruppe
K Challenge 2 Punkte
Shosholoza 0 Punke
Greek Challenge 0 Punkte
China Team 2 Punkte










