Regatta-News
Ben Elvström
„Es war mein schwierigster Sieg“, sagt ein erleichterter Ben Ainslie, nach dem zweiten Rang im Medalrace, der ihm am Ende doch deutlich den fünften WM-Titel im Finn Dinghy beschert. Erst am vorletzten Tag überholte er in Melbourne den Neuseeländer Dan Slater knapp und ließ ihm dann im letzten entscheidenden letzten Rennen keine Chance.
Mit dem fünften WM-Titel im Finn Dinghy liegt der 30-jährige weit vor den Allstars Willi Kuhweide, Jorg Bruder, Lasse Hjortnaes and Freddy Loof, die es jeweils auf drei Siege brachten. Paul Elvström wurde zweimal Weltmeister.
Ainslie musste hart gegen seinen ehemaligen Laser Konkurrenten Slater kämpfen, der ihn schon einmal bei der Jugend-Weltmeisterschaft im Titelkampf geschlagen hatte. Denn der Neuseeländer hatte die WM eindrucksvoll mit zwei Siegen begonnen. Aber am Ende hatte doch die alte Hackordnung Bestand.
Die Siege der beiden Lasersegler sind weitere Zeichen dafür, dass die Profiszene enger zusammen rückt und sich von der Basis entfernt. Denn Ainslie segelt nicht nur im Finn Dinghy. Er ist außerdem Steuermann der britischen America´s Cup Kampagne Origin und regelmäßig auf der internationalen Match Race Tour unterwegs.
Im vergangenen Cup Zyklus war er B-Boot Steuermann beim Team New Zealand. Sein Taktiker war ein alter Bekannter: Daniel Slater.
Gegenüber diesen Vollprofis haben es deutsche Segler im internationalen Wettkampf immer schwerer. Matthias Bohn lieferte als 33. im 82-Boote-Feld eine gute Leistung ab und holte immerhin einen olympischen Nationenplatz für Deutschland.
Der wird aber nicht besetzt werden, da das deutsche Nationale Olympische Komitee Top Ten Plätze bei Weltmeisterschaften verlangt.
Jan Kurfeld konnte als 46. einen Junioren-WM-Titel nicht verteidigen.










