America´s Cup

Audi zahlt für Luna Rossa

16.01.2009 Carsten Kemmling, Fotos: Alinghi - Bei der Louis Vuitton Pacific Series wird Audi im Spi des italienischen Top-Teams prangen. Wechselt auch Jochen Schümann?

Fotograf: © Alinghi
Das Schicksal des Cups ist immer noch nicht geklärt

Nachdem Audi beim deutschen Team als Sponsor ausgestiegen ist, unterstützt der Konzern jetzt das italienische America's-Cup-Team Luna Rossa. Allerdings soll sich der Deal nur auf die Louis Vuitton Pacific Series beziehen, die Ende des Monats in Auckland beginnen.

„Eine Teilnahme der Audi AG am America's Cup ist nicht geplant“, sagte Audi-Sprecherin Petra Klähn der dpa.

Dennoch überrascht die Nachricht, insbesondere weil Jochen Schümanns Name seit einiger Zeit in Zusammenhang mit dem italienischen Team genannt wird. Wechselt er selber zu den Italienern? Gehört er zum Paket?

Vor einiger Zeit sagte er zu den Grüchten, dass er hoffe, es komme nicht so weit. Er arbeite weiter an der Realisierung eines starken deutschen Teams. Eine aktuelle Aussage zu dem Thema gibt es nicht.

Immerhin steht bei Luna Rossa neuerdings auch der Brasilianer Robert Scheidt unter Vertrag. Schümann hatte Scheidt ausgiebig für Alinghi getestet und war damals an einer Verpflichtung sehr interessiert. Der Superstar entschied sich aber für die Fortsetzung seiner Olympiakarriere im Star und holte eine Silbermedaille.

Ein Wechsel von Schümann wäre das Ende aller Hoffnungen für ein deutsches Team. Dabei steht es noch nicht so schlimm, wie allgemein angenommen. Nach dem Abgang von Audi ist die Hoffnung noch nicht erloschen, dass Ralph Dommermuth wieder einsteigt.

Der United-Internet-Chef hat allerdings klargemacht, dass es keine Zusagen und Zahlungen gibt, solange das Schicksal des Cups ungeklärt ist. Und das hängt nach wie vor am Urteil des Gerichts in New York, das im März erwartet wird.

Immerhin war in den vergangenen Tagen das deutsche AC-Team bei den Besprechungen in Valencia vertreten. Dort haben 18 der 19 Herausforderer mit Alinghi über die neue Bootsklasse diskutiert.

Dabei sprachen sich die Parteien für eine Challenger Selection Series und das 33. America’s-Cup-Match im Jahr 2010 aus. Gesegelt werden soll mit der neuen Bootsklasse, die zurzeit durch die Gruppe entwickelt wird und am 31. Januar öffentlich vorgestellt werden soll.

2009 sind zwei Vorregatten angesetzt, die für alle eingeschriebenen Teams obligatorisch sein sollen. Dies ist unabhängig vom Gerichtsurteil in New York.

„Der Titelverteidiger informierte die Gruppe, dass die Gespräche mit den spanischen Behörden zur Bestätigung von Valencia als Austragungsort schon weit fortgeschritten sind und nächstens an einem Meeting mit der zentralen Regierung in Madrid fortgeführt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung von Alinghi.

Derweil laufen die Vorbereitungen für die Louis Vuitton Pacific Series in Auckland auf Hochtouren. Der Großteil der zehn teilnehmenden Teams trainiert zurzeit mit den alten Cuppern vor Valencia.

Mit Spannung wird das Aufeinandertreffen der Streithähne erwartet. Auf je zwei baugleichen Cuppern von BMW Oracle und dem Team New Zealand duellieren sich die Top-Teams. Alinghi vertraut auf sein Siegerteam mit Ed Baird am Steuer. Bei den Amerikanern steuert Russell Coutts. Larry Ellison wird ebenfalls an Bord sein.

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