America's Cup

Ankerwache für das Flügelrigg

12.11.2009, Fotos: BMWOR/G.-M. Raget - So spektakulär der Monsterflügel von BMW Oracle Racing sein mag, schnelles Bergen erlaubt er nicht

Fotograf: © BMWOR/G.-M. Raget
Sonnenaufgang in Südkalifornien

Das gigantische Flügelrigg, das fast 60 Meter über das Deck des BMW-Oracle-Racing-Trimarans aufragt, jeden Tag vor der Ausfahrt zu stellen und am Abend wieder zu legen, ist Schwerarbeit. Die Lösung: Boot an die Boje und paar Jungs auf Ankerwache.

Es klingt nett, den südkalifornischen Sonnenaufgang im Schatten des riesigen Flügelriggs zu genießen, Honiglecken ist es aber keines, denn es gibt weder Kajüten noch Kojen. Als Erste erwischte es den Neuseeländer Ross „Rosco“ Halcrow und den Iren Noel „Nitro“ Drennan, die heute für BMW Oracle Racing arbeiten, aber schon mit der illbruck Challenge beim Volvo Ocean Race 2001/2002 zusammen segelten. „Das war die kälteste Freiwache, die ich je hatte“, jammerte Halcrow. „Wir warten zu fünft und hatten nur einen Schlafsack, deshalb haben Nitro und ich uns die Nacht mit Geschichten um die Ohren geschlagen.“

Und dann fehlte noch etwas: Schokolade. In seinem Blog versprach er diese Missstände für künftige Ankerwachen zu beseitigen, unter dem Motto: Schlafsack und Schokolade für alle. Sollte sich im Teambudget unterbringen lassen.

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