America’s Cup

Alinghi verliert gegen Shosholoza

03.02.2009 Carsten Kemmling, Fotos: Ian Roman LVPC - Neuseeland und England ziehen mit weißer Weste in die zweite Round-Robin-Serie ein. BMW Oracle kommt besser in Form. Alinghi schwächelt.

Fotograf: © Ian Roman LVPC
Das Überraschungsteam aus England liegt vor den Griechen

Der fünfte und letzte Tag der Vorrunde bei den Louis Vuitton Pacific Series brachte eine weitere große Überraschung. Südafrikas Shosholoza-Team gelang ein historischer Sieg gegen America’s-Cup-Gewinner Alinghi.

Das italienische Duo Paolo Cian (Steuermann) und Tommaso Chieffi (Taktiker) blockierte Alinghi-Steuermann Ed Baird (USA) im Vorstart mehr als drei Minuten lang im Wind stehend.

Beide Schiffe lagen nach dem ersten Aufeinandertreffen in der Startbox mit schlagenden Segeln im Wind und trieben rückwärts. Die Südafrikaner hatten die stärkere rechte Seite des Starts und hinderten die Schweizer mit guter Bootsbeherrschung daran, die Startlinie zu erreichen.

Alinghi musste schließlich drei Bootslängen hinter Shosholoza starten und kam danach nicht mehr ins Rennen. Statt aufzuholen erwischte Taktiker Brad Butterworth ein Windloch nach dem nächsten. Am Ende betrug der Rückstand unglaubliche 3:49 min.

Butterworth sagte danach: „Das war ein richtig schlechter Start. Danach konnten wir nicht aufholen. Es war wahrscheinlich eines unserer schlechtesten Rennen überhaupt. Es gibt keine Ausreden.“

Die Auswirkungen halten sich für die Schweizer in Grenzen. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen haben sie trotzdem die nächste Runde vor Shosholoza und den Griechen erreicht, die jeweils nur einen Sieg aufweisen.

In der Gruppe B kommt auch Luna Rossa mit 2:2 weiter. Team Origin zieht ungeschlagen mit 4:0 in die zweite Round-Robin- Serie ein.

In der Gruppe A überzeugt Team New Zealand ebenfalls mit 4:0. BMW Oracle kommt mit Russell Coutts am Steuer immer besser in Schwung. Der letzte Sieg gegen die starken Italiener von Damiani Italia (2:2) bringt sie auf ein 3:1.

In der Silbergruppe treffen jetzt China (0:4), Frankreich (1:3), Griechenland (1:3) und Shosholoza (1:3) aufeinander. Der Sieger der vier hat weiterhin eine Chance in der Serie zu verbleiben.

Das komplizierte Format sieht in der nächsten Runde für die sechs Goldgruppen-Teams vor, dass der Sieger direkt in das Challenger Finale einzieht. Die übrigen fünf Teams segeln mit dem Sieger der Silbergruppe im KO-System um den verbleibenden Platz.

Team New Zealand segelt außer Konkurrenz mit. Das Heimteam ist für das absolute Serien-Finale gesetzt und trifft dort auf den Sieger der Challenger.

Auf der Virtual-Eye Website sind die einzelnen Rennen kommentiert und in animierter Form zusammengefasst.

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