America's Cup
Alinghi bleibt beim "alten" Boot
Das Boot wurde in allen bisherigen Rennen benutzt, aber es gab Hinweise darauf, dass gegen Oracle BMW Racing erstmals die neuere SUI-75 eingesetzt werden soll. Dem widersprach jetzt Skipper Russell Coutts.
"SUI-75 war über eine Woche in der Bootshalle", so Coutts, "wir haben einiges geändert. Die Änderungen sind aber für das Halbfinale nicht fertig geworden, was heißt, dass wir SUI-64 nutzen werden." Coutts wollte natürlich nichts über die Art der Modifikationen sagen. Das Alinghi-Design-Team wird koordiniert von Grant Simmer (der auch an der erfolgreichen "Australia II" von 1983 beteiligt war). Ihm gehören auch Rolf Vrolijk und Manuel Ruiz de Elvira an, die für die Boote der spanischen Herausforderung beim vergangenen Cup verantwortlich waren. "Einige der Änderungen stammen noch vom vergangenen Cup, einige sind Weiterentwicklungen von damals", gab sich Coutts nebulös. Beobachter vermuten, dass die Bugsektion des Bootes neu modelliert wurde.
Im Vergleich zum vergangenen Cup habe sich die Geschwindigkeit, mit der der Boote verbessert werden rapide erhöht, so Coutts. Am Ende der Round Robins hatte er gesagt, das Team stünde bei 80 Prozent seiner Leistungsfähigkeit. Wie hoch der Porzentsatz jetzt sei, "werde man bald sehen". Der Gegner im Halbfinale, Oracle BMW Racing, will die Entscheidung, ob mit USA-76 oder USA-71 gesegelt wird, am Sonntag bekannt geben. Laut Regelwerk müssen sich die Teams bis 24 Stunden vor dem ersten Start einer Runde festgelegt haben und dürfen während der Runde nicht mehr wechseln, es sei denn, das jeweilige Boot wird irreparabel beschädigt.
Alinghi hat sich mit der Wahl des älteren Bootes einen kleinen psychologischen Vorteil verschafft. Denn wenn man davon ausgeht, dass das neuere Boot in der Entwicklung immer einen Schritt weiter ist als das ältere, muss vermutet werden, dass das Team noch nicht seine volle Leistungsfähigkeit zeigen wird — oder muss. Das kann für den Gegner nur deprimierend sein.










