Melges 24 Worlds

128 Boote, 22 Nationen, 4 Kontinente

06.08.2012 Michael Good, Fotos: Pierrick Contin / IMCA - Rekordbeteiligung am Gardasee: Die Italiener von "Gullisara" holen sich den WM-Titel, Markus Wieser wird bester Deutscher auf Rang 10

Melges 24 World Championships
Fotograf: © Pierrick Contin / IMCA
Melges 24 World Championships

Hochspannung bis zum Schluss: Vor der letzten Wettfahrt lagen die Italiener vom Team "Saetta" mit Steuermann Alberto Bolzan noch in Führung. Sie holten sich für die WM keinen Geringeren als den mehrfachen 470er-Champion und Olympiasieger (Peking 2008) Nathan Wilmot aus Australien als Taktiker ins Boot. Gefährlich werden konnten Ihnen nur noch ihre Landsleute vom Team "Gullisara" mit Carlo Fracassoli an der Pinne. Sie wurden 2011 schon Europameister in der Klasse Meges 24 und lauerten mit geringem Punkterückstand in Angriffsposition. Wer würde zum Start der letzten Wettfahrt wohl die besseren Nerven haben? 

Die Jungs von "Gullisara" starteten perfekt und konnte die Angriffe von "Saetta" abwehren. Ein Penalty zulasten der Italiener rund um Alberto Bolzan kurz nach dem Start brachte schließlich die Entscheidung. Mit einem klaren Laufsieg holten sich Carlo Fracassoli und sein Team den Weltmeistertitel. 

Bester Deutscher wurden Markus Wieser und sein AEZ-Sailing Team. Mit einem Laufsieg in der allerersten Wettfahrt machten sie ihre Ambitionen für eine Top-Rangierung gleich zu Beginn klar und beendeten die Wettfahrtserie schließlich auf dem ausgezeichneten 10. Schlussrang. Aus deutscher Sicht ebenfalls erfreulich ist der 15. Gesamtrang von Kicker Schäfer und Eddy Eich vom Bayerischen Yachtklub. 

Melges 24 World Championships
Fotograf: © Pierrick Contin / IMCA
Markus Wieser und Team AEZ segelten in die Top-Ten

Mit einer Beteiligung von 128 Booten aus 22 Nationen und vier Kontinenten konnte die Klasse Melges 24 einmal mehr ihre führende Position im Bereich der Sportboote unterstreichen. Dazu kommt ein hohes Maß an Professionalität. Nur rund die Hälfte aller Teilnehmer sind reine Amateure und starten zusätzlich in der sogenannten Corinthian-Trophy der Non-Professionals. Corinther-Weltmeister wurden die Norweger von "Storm Capital Sail Racing" mit Oyvind Jahre als Steuermann. In der Gesamtwertung lagen sie zum Schluss auf Rang 12. 

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