America´s Cup
1:0 für Alinghi
Im America´s-Cup-Rematch bei den Louis Vuitton Pacific Series vor Auckland zwischen Alinghi und dem Team New Zealand haben die Schweizer den ersten Punkt eingefahren. Drei werden zum Gesamtsieg benötigt.
Der Amerikaner Ed Baird am Steuer der Alinghi geriet im Vorstart arg unter Druck durch seinen Gegner Dean Barker. Fast hätte ihn der Neuseeländer von der Startlinie weggeblockt.
Aber im letzten Moment machten die Kiwis die Türe des Gefängnisses einen Tick zu weit auf und erlaubten den Schweizern einen sauberen Start in Luv.
Barker hatte zwar Vorteile in Lee, aber durch eine leichte Rechtsdrehung des Windes konnte Alinghi seine Luvposition halten. Die Cup-Sieger lagen an der ersten Bahnmarke knappe 12 Sekunden in Führung.
Die Kiwis waren in einer sehr guten Angriffsposition. Aber dann rutschte das Spifall durch die Klemme. Es ging wertvolle Zeit verloren. Am Ende stand eine Niederlage mit 22 Sekunden Rückstand.
Der Wind frischte auf der letzten Vorwindstrecke auf 28 Knoten auf und die Cupper erreichten ihre Maximal-Geschwindigkeit von 17 bis 18 Knoten. Die geplanten weiteren Rennen fielen allerdings wegen des starken Windes von über 30 Knoten aus.
Deshalb verkürzte die Wettfahrtleitung das morgige Programm von einer Best-of-Seven- zu einer Best-of-Five-Serie. Drei Siege genügen nun für den Gewinn der Regatta.
Derweil erklärten Alinghi-Sprecher noch einmal den viel diskutierten Protest gegen den Einsatz der vermeintlich verschieden schnellen Cupper. Man habe nur erreichen wollen, dass die Schiffe wie bei internationalen Match Races üblich mit gestelltem Material, nach jedem Rennen unter den Teams gewechselt werden.
Tatsächlich ist es kaum nachvollziehbar, warum das nicht passiert. Aber für Alinghi wäre es wohl im Hinblick auf die große Öffentlichkeit der Regatta wieder einmal geschickter gewesen etwas leiser aufzutreten. Sportlich hätte es keinen großen Unterschied gemacht.
So hat sich das Böse-Buben-Image verfestigt. Aber dagegen helfen Siege. Und bis jetzt erledigen die Schweizer ihren Job eindrucksvoll.










