470er-WM

Deutsche Crews in Medaillenreichweite

14.10.2015 Tatjana Pokorny, Fotos: Aquazoom/Ronen Topelberg, ÖOC/Domanski - Zur Halbzeit segeln bei der WM in der Bucht von Haifa sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen deutsche Crews in Medaillennähe

470 WM 2015
Fotograf: © Aquazoom/Ronen Topelberg

Ferdi Gerz und Oliver Szymanski bei der 470er-WM in der Bucht von Haifa

Halbzeit bei der 470er-Weltmeisterschaft in der Bucht von Haifa in Israel. An den beiden Qualifikationstagen und dem ersten Tag der Hauptrunde haben sich die Europameister Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski eine gute Ausgangsposition für Teil zwei der Welttitelkämpfe erarbeitet. Der Münchner Steuermann und sein Berliner Vorschoter haben als Sechste nur vier Zähler Rückstand auf die Plätze zwei und drei. In Führung liegen die Kroaten Sime Fantela und Igor Marenic (19 Punkte) vor den Schweden Anton Dahlberg/Fredrik Bergstrom (30 Punkte) und dem australischen Olympiasieger Mathew Belcher mit Will Ryan (30 Punkte).

470 WM 2015
Fotograf: © Aquazoom/Ronen Topelberg

Die nächste Marke im Visier, die Schweden im Nacken: Gerz/Szymanski auf WM-Kurs

Insbesondere die australischen WM-Favoriten hatten am dritten WM-Tag mit den Rängen 21 und 15 heftig Federn gelassen. "Es war ein Nervenspiel", berichtete Ferdinand Gerz aus Israel, "der Wind hier ist extrem unkonstant. Wir kämpfen mit einer strichigen Seebrise, in der das Segeln ziemlich schwierig und nervenaufreibend ist." Gerz und Szymanski sind mit den Rängen sieben und 16 durch den Tag gekommen. Entsprechend klang die Halbzeitbilanz des Europameisters: "Das zweite Rennen des Tages hätte besser ausfallen können. Da haben wir das Richtige gewollt, aber nicht bis zu Ende durchgezogen. In diesen Windbedingungen geht es ums Eckensegeln, was beispielsweise den tendenziell eher defensiv segelnden Australiern nicht so gut liegt. Andererseit können wir mit Platz sechs zur Halbzeit sehr zufrieden sein. Die Punktabstände nach vorn sind gering. Die nach hinten allerdings auch."

Die Berliner Jasper Wagner und Dustin Baldewein liegen nach drei Tagen auf Platz zwölf. Bei den 470er-Frauen agieren Annika Bochmann und Marlene Steinherr wie schon zuletzt erneut in der Weltspitze. Die VSaW-Crew rangiert mit vier Punkten Rückstand auf die direkt vor ihnen liegenden neuseeländischen Olympiasiegerinnen Jo Alleh und Polly Powrie auf Platz sechs. Die Führung haben am dritten Tag die österreichischen Titelverteidigerinnen Lara Vadlau und Jolanta Ogar übernommen. Vorschoterin Ogar war grippegeschwächt in die Serie eingestiegen, hat aber jeden Tag ein bisschen mehr zu alter Stärke zurückgefunden. Auch Lara Vadlau berichtete von äußerst anspruchsvollen Segelbedingungen: "Die Verhältnisse waren noch schwieriger als gestern, neben der Bootsgeschwindigkeit und dem richtigen Gespür war heute sicherlich auch die notwendige Portion Glück erforderlich. Für uns ist es neuerlich sehr gut gelaufen. Jola ist auf dem Weg der Besserung. Damit blicken wir optimistisch nach vorne."

Lara Radlau bei der 470er-WM 2015 vor Haifa
Fotograf: © ÖOC/Domanski

Nichts scheint diese junge Frau stoppen zu können. Weltmeisterin und Titelverteidigerin Lara Vadlau steuert nach überstandener Verletzung und auch mit grippegeschwächter Vorschoterin erneut auf Goldkurs

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