America’s Cup

Zwei Deutsche beim Cup-Verteidiger

07.02.2014 Lars Bolle, Fotos: ORACLE TEAM USA / Guilain GRENIER, -, Gilles Martin-Raget - Zum Konstruktionsteam des Verteidigers Oracle Team USA gehören für die kommende Kampagne wieder Thomas Hahn und Christoph Erbelding

Jungfernfahrt von "USA17 #2"
Fotograf: © ORACLE TEAM USA / Guilain GRENIER

Jungfernfahrt des AC 72 "USA17" Nummer 2, an dem Christoph Erbelding entscheidend mitarbeitete

Der America’s-Cup-Verteidiger Oracle Team USA hat sein Konstruktionsteam für die 35. Auflage der Veranstaltung bekanntgegeben. Es besteht mehrheitlich aus Amerikanern und wird wieder von Grant Simmer geleitet. Doch auch zwei Deutsche stehen mit auf der Gehaltsliste.

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Fotograf: © -

Thomas Hahn

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Fotograf: © Gilles Martin-Raget

Christoph Erbelding

Die beiden Süddeutschen Thomas Hahn und Christoph Erbelding verbindet eine längere Historie mit dem amerikanischen Team. Beide studierten in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und waren anschließend bei BMW in der Entwicklung beschäftigt, Schwerpunkt Verbundfaserstoffe. Als der Automobilbauer Partner des AC-Teams wurde, gingen sie für die Vorbereitung auf die 32. Auflage mit nach Seattle.

Sie leisteten dort offenbar gute Arbeit. Wie nachträglich festgestellt wurde, hatte der Oracle-AC-Cupper angeblich von allen Teilnehmern die schwerste Bleibombe am Kiel. Da das Maximalgewicht dieser Boote limitiert war, bedeutet das, dass der Rumpf der leichteste und damit strukturell am weitesten optimiert war.

Auch beim Cup 2010 waren beide wieder dabei und entwickelten den Riesen-Trimaran von Oracle mit, der überlegen gegen den Kat von Alinghi gewann. BMW stieg anschließend aus, und Hahn und Erbelding machten sich selbstständig.

Erbelding wurde dann für den 34. AC wieder angeheuert, zog für zwei Jahre nach San Francisco und entwickelte den siegreichen AC-72-Katamaran entscheidend mit.

Jetzt sind beide wieder in einem Boot und vorerst die einzigen Deutschen bei der kommenden Cup-Auflage. Was aber auch Grund zur Hoffnung gibt: Denn es entsteht ein Potenzial, das vielleicht auch einmal einem deutschen Team zugutekommen könnte.

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