AC World Series

Spektakuläre Segel-Stunts

12.09.2011 Lars Bolle, Fotos: ACEA/G. Martin-Raget - Drei gekenterte Boote, weiße Gischtfontänen, johlende Zuschauer, knappe Rennen: Vor Plymouth zeigt der America’s Cup sein neues Gesicht

Bei Windböen bis zu 30 Knoten über dem Plymouth Sound bekamen die Zuschauer am Sonntag spektakuläres Segeln geboten. Das erste Team, das umkippte, war Aleph. Gleich zu Beginn des Fleetraces kenterten die Franzosen über den Bug, direkt vor der Uferpromenade von Plymouth. Als Nächstes war das Team Korea an der Luvmarke im Pech und kenterte ebenfalls über den Bug. Und ärgerlich dicht vor der Ziellinie erwischte es Green Comm Racing in einer heftigen Bö. Sportdirektor Luca Devoti sagte: „Niemand kam zu Schaden, allerdings hat der Flügel etwas abbekommen. Wir werden zwei Tage zur Reparatur benötigen.“ In allen drei Fällen blieben die Crewmitglieder unversehrt.

Die Bilder aus Plymouth transportieren, was Russell Coutts als neuen America’s Cup versprochen hat: Action auf dem Wasser. Und um ein Aufflammen der Diskussion gleich im Keim zu ersticken, sagte James Spithill, Oracle-Steuermann: „Auf jeden Fall war das großartiges Regattasegeln, aber noch nicht an den Grenzen dieser Boote, da geht noch mehr.“

Die Fleetrace-Vorrunde gewannen die Neuseeländer mit nur einem Punkt Vorsprung vor Oracle Racing Spithill.


1. Emirates Team New Zealand (NZL) – 37 points
2. Oracle Racing Spithill/James Spithill (USA) – 36
3. Artemis Racing (SWE) – 29
4. Oracle Racing Coutts/Russell Coutts (USA) – 26
5. China Team (CHN) – 22
6. Aleph (FRA) – 20
7. Energy Team (FRA) – 19
8. Team Korea (KOR) – 17
9. Green Comm (ESP) – 13

Die AC500 Speed, eine Show-Disziplin für die Zuschauer, bei der es darum geht, 500 Meter so schnell wie möglich zurückzulegen, gewann das Team Oracle Racing Coutts mit 37,48 Sekunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 26 Knoten mit nur einer halben Sekunde vor den Neuseeländern.

Montag und Dienstag sind Ruhetage, am Mittwoch wird die Regatta mit den Qualifikationsrennen zu den Matchraces fortgesetzt.

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