America's Cup

Outteridge unterschreibt bei Artemis

22.09.2012 Dieter Loibner, Fotos: Gilles Martin-Raget/ACEA, Team Korea, Richard Gladwell/Sail World - Der Australier wird ab sofort statt Santiago Lange das Trainingsboot pilotieren und darf sich dabei auf „geflügelte Zeiten” freuen

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Fotograf: © Gilles Martin-Raget/ACEA

Artemis verstärkt sich

 

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Fotograf: © Team Korea

Nathan Outteridge

Dass Outerridge beim offiziellen Herausforderer Artemis Racing ab sofort das Ruder des zweiten Bootes (Artemis Red) übernimmt, war irgendwie abzusehen. Luna Rossa, Team New Zealand und Verteidiger Oracle Team USA haben sich bereits am „Transfermarkt“ bedient. Damit verdrängt Outerridge den Argentinier Lange, einen zweifachen Olympiamedaillengewinner im Tornado. Die Schweden haben die finanziellen Mittel, eine gute Organisation und hervorragendes Personal. Allein die erwarteten Erfolge haben sich bisher noch nicht einstellen wollen. „Bei Artemis mitzumachen ist eine großartige Chance für mich“, ließ Outerridge über die Pressestelle verlauten. „Artemis ist rundum solide, und ich kann’s kaum erwarten, mich Terry Hutchinson und dem Segelteam für meinen ersten Cup anzuschließen.“

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Fotograf: © Richard Gladwell/Sail World

Team New Zealand auf Tragflügeln

Terry Hutchinson, der Skipper des ersten Bootes (Artemis White), kommt von der Kielboot-Sparte und ist bisher vornehmlich bei den Matchraces der America’s-Cup-World-Serie in Erscheinung getreten. Mit Outteridge, dem aktuellen Olympiasieger im 49er-Skiff, hofft man einen starken Trainingspartner ins Team geholt zu haben, der auch beim Fleetrace ab und zu vorn umrühren kann, so wie er das mit dem wesentlich bescheidener aufgestellten Team Korea ja bereits unter Beweis stellen konnte. Er dürfte aber auch eine Schlüsselrolle beim Umstieg auf den großen AC72 Kat spielen, den die Schweden nach einem katatrophalen Mastbruch bei Testfahrten auf einem umgebauten ORMA 60 Trimaran in Spanien bisher noch nicht wassern konnten.

Schwertbruch bei Oracle Team USA (in Teil 2, ab Minute 12:55)

Das ist doppelt peinlich, weil sowohl Team New Zealand als auch Oracle bereits den ersten AC72 segeln und zeigen, dass diese Boote mit Schwertern ausgerüstet sein können, die Tragflügeln gleichen. Dabei werden beide Rümpfe vollkommen aus dem Wasser gehoben, womit diese Boote Geschwindigkeiten von 40 Knoten und mehr erreichen sollen. Outerridge, der zweimal Weltmeister im 49er war und 2011 den WM-Titel bei den Foiler-Motten gewinnen konnte, ist mit solchen Kunststücken wohl besser vertraut als der ehemalige Kielbootschiffer Hutchinson.  „Wenn man einen vom Schlage des Nathan Outteridge dabei hat, ist das eine feine Sache“, sagte Hutchinson. „Ich schätze, dass unsere Erfahrung und sein jugendlicher Enthusiasmus gut zueiander passen sollten.“

 

 

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