Youth America's Cup

Die Stunde der Wahrheit ist da

13.02.2013 Dieter Loibner, Fotos: YACHT/Jen Edney - Drei Tage wurde beim Red Bull Youth AC trainiert und optimiert. Jetzt werden die Karten aufgedeckt. Das STG/NRV Youth Team wagt zu hoffen

Youth America's Cup
Fotograf: © YACHT/Jen Edney

Spaß und Power: Das STG/NRV Youth Team ist „ready to roll"

"Cool.” "Geil.” ”Irre.” "Wahnsinn.” So sprechen die Jungen, wenn sie etwas positiv bewegt. Es sind auch Ausdrücke, die man im Gespräch mit den Seglern des STG/NRV Youth Teams oft hört, wenn sie über die Erfahrung reden, die sie in den ersten drei Trainingstagen auf den AC45-Kats auf der San Francisco Bay gemacht haben.  Für die meisten von ihnen und ihre 35 Kollegen aus Australien, Dänemark, Neuseeland, Österreich und Südafrika ist es das Highlight in ihrer noch jungen Seglerkarriere, für ein paar Tage die Luft der Profisegler zu schnuppern und sich vielleicht eine solche Zukunft vorzustellen.

Doch ab heute geht’s um die Wurst. Denn bis Freitag müssen diese Segler unter Regattabedingungen beweisen, dass sie als Team das Zeug haben, so einen AC45 mit Flügelrigg auf der Bay am oder nahe am Limit zu segeln und sich so für den Youth America’s Cup im September zu empfehlen. Die Reihenfolge im Ziel ist zwar wichtig, aber längst nicht alles. Es zählt vor allem der Gesamteindruck, den die als Beobachter an Bord mitsegelnden Profis von den Teams bekommen. Es werden jeweils drei Boote auf dem Kurs sein, und nach jeder Wettfahrt tauscht eine Crew Boote mit einem wartenden Team. Im dritten Lauf trifft STG/NRV auf die hoch eingeschätzten Teams aus Neuseeland und Australien. Im nächsten Heat kommt’s zum "Länderspiel” gegen Österreich mit Neuseeland als nicht ganz unbeteiligtem Dritten. Und im sechsten Rennen des Tages sind Dänemark und Südafrika die Gegner. Es wird nach Low-Point-System gewertet.

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Fotograf: © YACHT/Jen Edney

Klar Schiff: Michael Seifarth (r.) und David Heitzig beim Abladen der Vorsegel

"Nach drei Trainingstagen Perfektion zu erwarten ist unrealistisch”, sagt Steuermann Erik Heil, der das Bolzen vom 49er her kennt, wenn auch nicht in dieser Größenordnung. "Da sind alle Teams im gleichen Boot.” Doch er ist zuversichtlich, weil seine Truppe sich zügig und messbar verbessert habe. "Wir haben die Flughöhe optimiert und den Rumpf so knapp über Wasser gehalten, dass er nur leicht die Wellenspitzen berührte.” Fazit: Knackige sieben Grad mehr Höhe habe man gegenüber den Vortagen rausgeholt, und der Topspeed auf einem sehr windigen und spitzen Raumgang nur mit kleiner Fock sei verdächtig nahe an 30 Knoten gelegen.  

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Fotograf: © YACHT/Jen Edney

Gasgeben auf der Bay

Teamchef Markus Koy nahm es wohlwollend zur Kenntnis, warnte aber vor übertriebener Euphorie. "Erst mal sauber den Kurs abfahren, dann sehen wir weiter.” Man soll’s nicht als Tiefstapelei auslegen, denn für alle Anwesenden ist es die erste Regatta mit ungewohnten und extremen Booten, die sie vor drei Tagen zum ersten Mal betreten haben. STG/NRV-Vorsegeltrimmer Max Böhme jedenfalls kann’s kaum erwarten: "Wir sind mega-motiviert.” Er und seine Kollegen aus Kiel, Hamburg und Bayern sind ohne Zweifel positiv bewegt. 

Das Erlebnis, erstmals AC45 zu segeln
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