America's Cup

Artemis entlässt Hutchinson

03.12.2012 Dieter Loibner, Fotos: Sander van der Borch / Artemis Racing, Gilles Martin-Raget/ACEA, Chris Cameron/ETNZ - Der AC-Herausforderer hinkt hinterher, deshalb wurde Skipper Terry Hutchinson freigestellt. Wieder ein Amerikaner weniger beim America’s Cup

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Fotograf: © Sander van der Borch / Artemis Racing

Noch nicht in Fahrt: Artemis Racing, noch mit Hutchinson (g.r.) an Bord

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Fotograf: © Sander van der Borch / Artemis Racing

Ausgemustert: Ex-Artemis-Skipper Terry Hutchinson

Hutchinson, einer der höchstangesehenen Monohull-Segler der Gegenwart, konnte sich mit den Kats nie so recht anfreunden. Zwar zeigte er in der America’s-Cup-World-Serie in den Matchrace-Wettbewerben mit dem AC45 zeitweise seine Klasse, aber bei den Fleetraces konnte er mit den jungen Wilden wie Jimmy Spithill, Chris Draper oder zuletzt auch Newcomer Ben Ainslie nicht mithalten. Jetzt stellte Artemis Racing mit dem dreifachen englischen Olympiamedaillengewinner Ian Percy einen neuen Segeldirektor vor, der 2007 als Starsegler in Valencia beim italienischen +39-Team anheuerte und sich dort seine ersten Cup-Schrammen holte.

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Fotograf: © Gilles Martin-Raget/ACEA

Neuer Besen: Ian Percy, der dreifache Olympiamedaillengewinner im Star

Schon im Herbst stellte Artemis in San Francisco den australischen Skiff-Olympiasieger Nathan Outterridge als Steuermann vor, der auch mit Tragflügelbooten wie der Moth trefflich umzugehen versteht. Dazu holten die Schweden noch Loïck Peyron, den französischen Multihull-Gott, der 2010 bei der Niederlage gegen BMW Oracle in Valencia auf Alinghi als Steuermann eingesprungen war. Peyron, der mit dem kleinen Energy Team die ACWS-Regatta in Newport gewinnen konnte, fehlt in seiner umfangreichen Trophäensammlung noch ein AC-Sieg. Ebenso dabei ist der argentinischen Tornadosegler Santiago Lange. Wer im Endeffekt das Ruder des von technischen Problemen geplagten AC72 (Mastbruch bei den Flügeltests letzten Sommer, Strukturprobleme bei Schlepptests auf San Francisco Bay) führen wird, steht nicht fest. 

Zwei Proteste sind mittlerweile bei der internationalen Jury anhängig. Der erste betrifft die Spionage beim Training der beiden AC72 von Team New Zealand und Luna Rossa in Auckland. Dort missachtet angeblich ein mit Messgeräten bestücktes Motorboot von Oracle die in den Regeln vorgeschriebene 200-Meter-Distanz bei der „Beobachtung” der Konkurrenten. Der zweite Protest dreht sich um die Streichung der ACWS-Regatta von Venedig im April, die durch ein US-Event ersetzt wurde, von dem aber weder Austragungsort noch Termin feststehen. Diesem Manöver, so heißt es, fehle die Sanktionierung der Teams, die verpflichtend an der ACWS teilnehmen müssen, um zum „richtigen” Cup zugelassen zu werden.

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Fotograf: © Chris Cameron/ETNZ

Spionagesache: Oracle beobachtet Luna Rossa (r.) und ETNZ beim gemeinsamen Training angeblich mit zu wenig Abstand

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