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Drehzahlmesser und Stundenzähler nachgerüstet

Die ideale Ergänzung zur Tankanzeige ist der Betriebsstundenzähler. Damit läßt sich besser planen. Und ein Drehzahlmesser hilft dabei, ökonomischer zu fahren. Wir zeigen, wie Sie ein Kombi-Gerät einbauen und damit umgehen.

Wie lange reicht eine Tankfüllung Diesel? Das wird spätestens dann spannend, wenn man auf See in einem größeren Flautenloch hängengeblieben ist. Autofahrer rechnen den Verbrauch ihres Vehikels nach Kilometern ab, auf Schiffen wird normalerweise der Treibstoffbedarf pro Stunde bei Marschfahrt angegeben. Fein raus ist, wer einen Betriebsstundenzähler mit Drehzahlmesser hat. Ein Stundenzähler nimmt jede Minute Motorlaufzeit mit, sobald die Maschine dreht. Und nur mit Drehzahlmesser ist man in der Lage, die Maschine für Marschfahrt im wirtschaftlichsten Drehzahlbereich zu fahren.

Einfachste Methode, um den Verbrauch pro Stunde zu ermitteln: 1. Nach dem Volltanken den Stand des Stundenzählers notieren und 2. beim nächsten Volltanken die gebunkerte Treibstoffmenge durch die seitdem abgelaufene Motorzeit teilen.

Ein Rechenbeispiel:

Stunden bei 1.: 35.6 h
Stunden bei 2.: 40.8 h
Abgelaufene Zeit: 5.2 h
Diesel gebunkert: 10.4 l
Stundenverbrauch: 10.4 l/5.2 h = 2 l pro Stunde.

Das funktioniert natürlich nur, wenn zwischen 1. und 2. längere Zeit Marschfahrt gelaufen wurde. Sonst erhalten Sie den Durchschnittsverbrauch für Hafenmanöver. Die experimentierfreudigen Skipper können nun herausfinden, bei welcher Drehzahl (und Fahrt) ihr Schiff die größte Reichweite erzielt. Meist nennt der Motorenhersteller zu jeder Maschine den optimalen Drehzahlbereich. Wenn Sie feststellen, daß während der Saison die Fahrt bei gleicher Drehzahl immer geringer wird, liegt das entweder am Bewuchs oder an einer verkrauteten Schraube.

Drehzahlmesser mit Betriebsstundenzähler können Sie selbst nachrüsten. Die Geräte sind ab rund 200 Mark erhältlich. Für den Cockpiteinbau ist auf Wasserdichtigkeit zu achten. Beim Kauf müssen Sie den Motortyp und die Seriennummer kennen. Und ein genügend langes, mindestens dreipoliges Kabel (3 x 0.5 mm2 reicht) wird ebenso gebraucht.

Moderne Drehzahlmesser arbeiten elektronisch und lassen sich überall dort einbauen, von wo es einen Weg für die Verkabelung zur Maschine gibt. Bei Benzinmotoren wird die Drehzahl an der Zündanlage abgegriffen. Beim Diesel kommen die Impulse für den elektrischen Drehzahlmesser von der Lichtmaschine. An Klemme "W" bekommt man hier die Wechselspannung noch vor den Gleichrichterdioden direkt aus einer der drei Wicklungen. Jedoch ist bei manchen Lichtmaschinen die Klemme "W" nicht offen herausgeführt. An unserem Beispiel, dem Volvo Penta MD 7 A, sind aber dafür unter einer Kunststoffkappe die drei Wicklungsanschlüsse erreichbar; zu erkennen an der gewebeartigen hitzefesten Isolierung der Drähte. Ein beliebiger davon erfüllt den gleichen Zweck wie Klemme "W". Den Pluspol bekommen Sie am besten am Zündschloß, an Klemme 75, eine zusätzliche Sicherung (1 A) in der Zuleitung kann nicht schaden. Masse gibt es entweder an Klemme 85 oder direkt am Gehäuse, beispielsweise an der Lichtmaschine.

Die Lichtmaschine dreht zwar nicht genauso schnell wie der Motor, aber das Verhältnis zwischen beiden ist konstant. Der Drehzahlmesser kennt das Verhältnis und kann so die richtige Drehzahl anzeigen. Wer der Anzeige nicht traut, bedient sich einer optischen Kontrolle und bringt vier Markierungen kreuzförmig auf der Schwungscheibe an. Beleuchten Sie das Ganze mit einer durch Landstrom (50 Hz) gespeisten Lampe. Bei genau 1500 (und bei 3000) Umdrehungen pro Minute müßten Sie ein stehendes Kreuz sehen.

Noch ein Tip zum Einbau: Wenn es keine passende Lochkreissäge gibt, kann man sich mit einer selbstgemachten Schablone helfen, auf der der Außendurchmesser aufgetragen ist und ein innenliegender Kreis dazu, dessen Durchmesser um den des Bohrers kleiner ist. Setzen Sie den Bohrer dicht an dicht auf dem inneren Kreis an, dann paßt der Außendurchmesser automatisch. Eine von innen gegen das spätere Loch geklebte Tüte reduziert den Dreck im Schiff.

Und so geht's - Der Einbau

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