Regatta
„Es hat ein bisschen nicht geklappt“
Mit olympischen Zielvereinbarungen und Medaillenvorgaben ist das bekanntlich ja so eine Sache. Das hat nicht zuletzt die erzwungene Veröffentlichung der Prognosen seitens des Deutschen Olympischen Sportbundes gezeigt. Sie waren geprägt von gnadenlosem Optimismus, da wurde munter das Blaue vom Himmel gehofft.
Beim Segeln verhielt es sich kaum anders. Zwei Medaillen hatte Deutschlands Rekord-Olympionike Jochen Schümann "mindestens" erwartet. Doch am Ende ging die Flotte des Deutschen Segler-Verbands leer aus. Ein vierter Platz von Windsurfer Toni Wilhelm war schließlich die beste Platzierung.
Zwei Fragen stehen seither im Raum: Wie kam es zu dieser Bilanz? Und wie ist sie zu bewerten?
Während schäumende Kolumnisten ob des deutschen Ergebnisses beinahe zeternd den Untergang des Abendlandes beklagten, gab sich die DSV-Delegation einigermaßen zufrieden. Intern waren die Chancen offenbar weitaus realistischer eingeschätzt worden. So kam Simon Grotelüschen, der Sechste im Laser, der Wahrheit ziemlich nahe, als er sagte: „Es hat nur ein kleines bisschen nicht geklappt."
Die DSV-Athleten nämlich waren teilweise recht dicht am Podium und erzielten in der Breite ein ganz hervorragendes Ergebnis. Wie dieses Resultat einzuordnen ist und welche Perspektiven für die Zukunft sich daraus ableiten lassen, all das lesen Sie in der neuen YACHT. Außerdem: Elvströms Erbe – wie Ben Ainslie vor Weymouth zum erfolgreichsten Segler der Olympia-Geschichte wurde.







