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Rückblick auf Bobby Schenk's Blauwasserseminare "europaweit ohne Beispiel!"
Vor allem aber beruht dieser Erfolg auf dem Einsatz der zahlreichen Referenten, deren Verdienst es war, immer ein interessantes Programm zu bieten, basierend auf Sachkunde und vor allem eigener, gelegentlich schmerzlicher praktischer Erfahrung. Es gab Segler, die an sämtlichen Seminaren teilgenommen haben und die nach eigenem Bekunden über die Jahre hinweg wertvolle Erkenntnisse für den Selbstausbau ihres Schiffes und ihre zukünftige Weltumsegelung gewonnen haben. Auch für das diesjährige Bobby Schenk's Blauwasserseminar wurden neben dem Wettergott Dr.Meeno Schrader und dem Windsteuer-Anlagen-Produzenten Peter Förthmann nur Weltumsegler als Fachleute ausgewählt, die über ihre "normale" Weltumsegelung hinaus mindestens Spezialwissen und -Erfahrung präsentieren konnten. Nur solche sind glaubhafte Lehrer und Experten in Sachen "Blauwassersegeln"! Da waren zum Beispiel Annette und Sven von der Raroia (siehe auch hier). Sie waren schon ganz was Besonderes, hatten Sie doch die Antwort auf die beliebteste aller Fragen an Weltumsegler gefunden: Wie man nämlich mit (heute) 150 Euro pro Monat über die Runden kommt. Ihr Schiff, das kleine Eisenschiff mit Elektroantrieb, gebaut für die Küstengewässer der DDR, hatten sie für umgerechnet 3000 Euro erworben. Nach ihrer mehrjährigen Weltumsegelung gründeten sie eine Familie und kehrten in ihre Berufe zurück. So, als ob nichts gewesen wäre. Beispielhaft, wenn ich an das Gejammere der vielen Möchtegernaussteiger denke, die niemals losfahren, weil das Geschäft, die Gesundheit, die Familie, die Ehefrau, das Geld... - ich kanns schon gar nicht mehr hören. Ein Zuhörer, der mich gefragt hatte, wie man billig um die Welt kommt, wurde aufmerksam bei Anettes Ratschlag für die Knapp-bei-Kasse-Segler (englisch: Low-Budget-Segler), doch nach einem Kochbuch aus der DDR (mit "Sättigungsbeilage" und so) zu kochen, flüsterte mir dann aber zu: "So möcht ich auch nicht leben!" O.K., auch das ist ein Erfolg des Seminars, wenn jemand einsieht, dass es für ihn besser ist, weiter zu träumen als loszusegeln.
Bei nahezu allen Referenten spürte man die über die Jahre hinweg nicht nachlassende Begeisterung, das Schöne einer Langfahrt, das Beglückende des Lebens auf dem Schiff, rüberzubringen. Doch es gab auch Referenten, die darum baten, sie zu entbinden. Unsere Freunde von der Harlekin, Ingrid und Norbert (siehe auch hier), gehören dazu. Sie hatten das interessanteste Thema, wie wir meinten, aber gerade das gefiel ihnen auf Dauer nicht. Ihr Referat lautete: "Wir reparieren uns um die Welt.". Darin berichteten Ingrid und der handwerklich so sehr begabte Norbert, wie sie sozusagen von Reparatur zu Reparatur segelten - "Weltumsegeln heißt, sein Schiff auf den schönsten Ankerplätzen der Welt zu reparieren" - was halt nun mal die Realität bei unseren Schiffen ist. Aber sie befürchteten: "Wenn wir ständig dieses Referat halten, können wir unser Schiff doch nie verkaufen." Es gab trotzdem ein Happy End: Sie haben es an nette, verständige Eigner verkauft, die offensichtlich mit den Arbeiten Norberts am Schiff ganz und zufrieden sind.
Von Gefahren ganz anderer Art berichtete Svenja und Marc, die mit ihrer Yagoona (siehe auch hier), einer Bavaria 37, um die Welt gesegelt waren. Marc und Svenja machten die bis dahin nicht gehörte exakte Rechnung auf, wie hoch das Piraten- und damit das Todes-Risiko ist, wenn man vom Indischen Ozean durchs Rote Meer "nach Hause" segelt. Svenjas Resumee:“Nie wieder!" Die Reaktionen zahlreicher Seminarteilnehmer ließen keinen Zweifel daran, dass sie in ihren Reiseplänen umdachten und wahrscheinlich die Umrundung des Kaps der Guten Hoffnung, den viel längeren, aber sichereren Weg, bevorzugen werden. Offensichtlich beeindruckend waren auch die Filmeinspielungen, so die Gegenüberstellung jeweils auf der halben Leinwandfläche von Mono und Katamaran auf hoher See – wohlgemerkt jeweils bei 30 Knoten und achterlicher See. Was die zukünftigen Weltumsegler an unvergleichlicher landschaftlicher Schönheit erwartet, zeigte ein kurzer Film Bobby Schenks von einem Flug über die schönsten Inseln der Welt, nämlich die Gesellschaftsinseln.
Ja, fast möcht´ man wehmütig werden. Aber der Beamer ist abgestöpselt, die Mikrofone sind ausgeschaltet. Nach sieben erfolgreichen Jahren ist Bobby Schenk's Blauwasserseminar zu Ende , denn wenn es am schönsten ist, dann.... Doch die Erinnerungen daran werden sicher von so manchem Teilnehmer um die Welt getragen. Und das war letztlich der Sinn des Ganzen. Und - es wäre nicht das erste Mal, dass ein Rücktritt... Anmerkung: Viele der auf dem Seminar eingespielten Film-Szenen, u.a. Rundflug über die Gesellschaftsinseln und Tamure-Tanz entstammen der 60-Minuten-DVD von Bobby Schenk "Südseeträume" (mit der SARITA durch Französisch Polynesien). Diese kann für 25 Euro (Porto inklusive) über bobbyschenk@yahoo.com bezogen werden. Ideales Weihnachtsgeschenk!
Page by Bobby Schenk
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