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Yachtleser fragen - Bobby Schenk antwortet (1)
Frage von Dr. Jörg Steffen
Hallo Herr Schenk
letztes Wochenende herrschte zwischen Gedser
und Kühlungsborn am westlichen Rand des Verkehrstrennungsgebietes KadetRinne plötzlich
pottendicker Nebel und das auf einer Strecke von mehreren Seemeilen.
Wir haben ein Aluschiff, einen "besseren" Radarreflektor aber weder
Radar noch AIS an Bord.
Klar: Schwimmwesten an,"Have a sharp lookout", UKW war sowieso
eingeschaltet.
Die Diskussion drehte sich um die "sicherste" Geschwindigkeit:
Speed reduzieren wie man es Autofahrer gewohnt ist ?
Dort fährt man gewissermaßen im Gänsemarsch und hat Sorge vor dem nicht
erkennbaren Vordermann
Oder
Höchstmögliche Speed und "Alles klar zur Wende" um im Falle eines
kurzfristig auftauchenden Dickschiffes mit maximaler Geschwindigkeit
ausweichen zu können.
Uns interessiert Ihre Meinung als Segler und Jurist.
Vielen Dank !
Mit freundlichem Gruß
Dr med Jörg Steffen
Frage von Florian Bundschuh
Lieber Bobby Schenk,
Sie führen auf Ihren Seiten mehrere Beispiele an, wo durch Blitzschlag die gesamte Elektronik einer Yacht ausfiel. Kennen Sie Beispiele, wo auch der Motor ausfiel? Ich könnte mir vorstellen, dass die elektronischen Bauteile in Regler oder Lichtmaschine betroffen sein könnten.
Mich interessiert diese Frage auch deshalb, weil in Zukunft aufgrund immer strengerer Umweltschutzbestimmungen vermutlich auch Bootsmotoren, die ja heute noch ziemlich robust ("primitiv") gebaut sind, mit einer elektronischen Steuerung ausgerüstet werden. Bei den Motoren von Volkswagen Marine ist das schon so.
Ich habe Volkswagen angeschrieben, ob es eine Art Notlauf gäbe, wenn die Elektronik ausfiele, und bekam am 13. Februar folgende Antwort:
Ihre Frage können wir leider nicht sofort umfassend beantworten.
Sollte die Elektronik des Motors jedoch durch einen Blitzschlag geschädigt
sein,
so wäre ein Notlauf nicht mehr möglich. Wir werden versuchen eine
weitergehende
Antwort in Kürze nachzureichen.
Eine "weitergehende Antwort" habe ich leider nicht bekommen.
Viele Grüße
Florian Bundschuh
Fragen von H.Meßthaler
Fragen von Dieter Blass
Sehr geehrter Herr Schenk,
ich möchte mich so vielen anderen Fragestellern anschließen und Ihnen Dank sagen, Ihre Hompage ist wirklich eine
exzellente Fundgrube für angehende Blauwasser-Segler !
Leider konnte ich meine Fragen nicht persönlich loswerden, da Ihr Blauwasserseminar in HH viel zu schnell ausgebucht war.
Nun zu meinen Fragen:
Wassermacher
Wenn ich Ihre Aussagen richtig interpretiere, verlassen Sie sich auch auf längeren Reiseabschnitten ausschließlich auf dieses tolle Gerät. Arbeiten diese Geräte tatsächlich so problemlos und störungsfrei, das Sie diesbezüglich auf jedes Backup verzichten ? Welches Gerät haben Sie installiert ?:
Passatsegel/Parasail
Ursprünglich wollte ich ein zweites Vorstag riggen, um ggf Passatsegel fahren zu können. Wenn ich die Kommentare zum Parasail studiere, kann ich auf diesen Aufwand wohl verzichten. ( Meine in zwei Jahren geplante Route wird wohl ziemlich in Ihrem Kielwasser liegen) Stimmen Sie mir zu ?
....
Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen und Ihrer Frau noch eine schöne Zeit im malayischem Paradies.
Ihr Dieter Blass
Fragen von Roland Mahler
Sehr geehrte Familie Schenk,
Seit Jahren habe ich irgendwie mit Ihnen zu tun. Ich erinnere mich noch an einen Segel-Vortrag vor ein paar Jahrzehnten in Zürich, wo Sie erzählten, dass Sie mit nur einer Hand voll Liter Kraftstoff in Ihrem Motorflugzeug in Südamerika ankamen. Das hielt ich – als aktiver PPLer für überaus Leichtsinnig und machte mich über Ihre Einstellung zur Sicherheit nachdenklich.
Natürlich habe ich als überzeugter Monohullbesitzer ( Oceanis 44cc ) seit 10 Jahren Liegeplatz Las Palmas, mitbekommen, dass Sie einen Kat gekauft haben. Nachdem ich in der Karibik mal so ein Monstrum, mehr als Badeplattform, gechartert hatte war dies für mich eher etwas absonderlich. Letzten Sonntagmorgen beim Frühstück und „träumen“ vom nächsten Boots-Urlaub auf den Kanaren erklärte mir meine 8 Jährige Tochter kategorisch, dass Sie es leid sei mit Mutti „kotzend“ und im „Keller“ schlafend Ihren Urlaub zu verbringen und warum ich nicht auch einen Kat habe. Wir waren auf den Kanaren bei einem befreundeten Ehepaar auf seinem neuen „Wohnboot“ Lagoon 440 zum Aperitif eingeladen. Irgendwie viel es mir es jetzt wie Schuppen von den Augen und es begann die Suche oder besser gesagt das Fieber „Neukauf eines Schiffes“ > Katamaran. Es fiel mir natürlich sofort Ihr Name ein und die folgende Woche verbrachte ich die Nächte ( Meine Frau konsultiert schon einen Scheidungsanwalt) ausschließlich auf Ihrer Webseite beim studieren Ihrer Meinungen und Empfehlungen.
Jetzt habe ich an Sie folgende Fragen und ich hoffe Sie nicht zu nerven :
Ø Ihre Privileg – scheint wirklich ein schönes und stabiles Schiff zu sein. Es gibt aber für mich 2 Fragezeichen die Sie mir beantworten können :
1. Der doch „happige“ Preis. Ist das Schiff wirklich diesen doch horrenden „Mehrpreis“ wert ?
2. Das Konzept der sehr schrägen Fenster und der doch damit verbunden starken „Aufheizung“.
Sie verschmähen ja übrigens auch – mit Recht – Teakdecks.
Ø Ihre immer wiederkehrende Aussage : „über 14m würde ich wieder einen Kat kaufen“. Haben Sie Bedenken bei einem Schiff mit nur 12,60m ? .
Ø Nach längerem Suchen ist mir nämlich aufgefallen, dass ein neues Schiff dieser Länge, und ich denke diese Größe reicht für unser kleine 3köpfige Familie, die 421 von Lagoon, in der besten Ausführung neu, nicht mehr kostet wie die derzeit angebotenen Gebrauchten der „Edelmarken“. Auch der „Wohnraum“ der 421 ist konkurrenzlos.
Über die Verarbeitungsqualität kann ich natürlich nichts sagen, will aber in 14 Tagen zur Kat messe nach Frankreich um einen Eindruck zu bekommen. Lagoon gehört ja mit Beneteau zu den größten Werften und ich kann mir nicht vorstellen dass da viel gepfuscht wird. Da der Beneteau Händler in Las Palmas mich auch heute (mehr oder weniger, wie in Spanien eben üblich) betreut, wäre auch der Service vor allem in der Garantiezeit sichergestellt.
Ø Noch vor kurzem war ich beinahe bereit mich mehr auf die Suche nach einem „altersgerechten wohnen“ umzusehen, jetzt Kat-beflügelt denke ich obschon 62J doch noch, mit so einem Komfort über den Teich zu gehen und Südamerika zu besuchen.
Deshalb überlege ich laut Theorie B. Schenk :
Kein Generator > 220V Lichtmaschine am Motor der sowieso jeden Tag laufen soll ! Diese Aussage verstehe ich deshalb nicht ganz, da ich von keinem Motorenhersteller diese Aussage gehört habe, das tägliches warmlaufen die Maschine schont. Im Gegenteil, bei jedem kalten Starten des Motors ist generell die größte Abnützung ( fehlender Schmierfilm). Ich bin selbst Kfz-Meister und habe auch bei den Autos (etliche „Oldtimer“ die nur selten bewegt werden) nie diese Theorie gehört und befolgt. Der Salzgehalt in der Ansaugluft ist unbedeutend.
Ein Generator ist heute sehr leise, zuverlässig und verbraucht sehr wenig Kraftstoff.
Mein Volvo Motor musste ich schon ersetzen ( Materialfehler Kolbenriss ) mein Generator schnurrt unentwegt obwohl schon wegen unbeobachtetem Kühlschlauchbruch absolut heißgelaufen !
Ø Keine Davids > Windfahnensteuerung.
Davids sind bei einem Kat natürlich schon eine feine Sache da das Beiboot mühelos gesichert werden kann. Bei meinem jetzigen Schiff ist die elektrisch-hydraulische Autopilotsteuerung nie ausgestiegen und das bei Sturmstärken wo ich von Hand die größten Probleme hatte das Schiff schön auf Kurs zu halten. Bei einem Kat mit festem langen Cockpitdach habe ich sowieso bedenken dass die Windfahne noch richtig reagiert.
Ø In der Anlage habe ich eine kleine Ausrüstungsaufstellung bei denen Ihnen vermutlich die Haare zu Berge stehen.
Ø Wenn Sie die Zeit finden dies alles kurz anzusehen, was zugegebermaßen schon eine Zumutung ist und auch noch kurz kommentieren, schließe ich Sie in mein nächstes Nachtgebet mit ein und besuche generell alle Kurse und Seminare die Sie in den nächsten 20 Jahre anbieten. Die meisten Bücher habe ich eh.
Viele Grüße und Danke, wenn Sie es überhaupt bis hierhin geschafft haben.
Roland Mahler
Autohaus Mahler GmbH
Frage von Karl-Heinz Stuffer
Betreff: Blitzschlafgefahr auf dem Wasser
Frage von Susanne & Mike
Lieber Herr Schenk,
vielen herzlichen Dank für Ihren sehr
interessanten - und wie immer rhetorisch perfekten - Vortrag auf der Boot
in Düsseldorf. Ich komme gern auf Ihr Angebot zurück, Ihnen meine FRage zum
Ankergeschirr zuzumailen:
Wir möchten mit unserem Schiff (17t Alu-Ketsch
46 ft Mono, hydr. Ankerspill für 10 mm Kette, Hauptanker D'Hone, 35 kg,
geplanter Zweitanker Bügel 27kg mit Vorlauf an Trosse) auf weltweite Fahrt
gehen. Wir haben uns - trotz Ihrer Warnung - für eine Edelstahlkette
entschieden, da wir hoffen, daß der Stahl 1.4462 ("Duplex") als (nach
unseren Recherchen) bestes Material auf dem Markt doch eine zuverlässige Kette
abgibt.
Vor Ihrem Vortrag wollten wir diese mit Leine verlängern und hatten daher 80 m Kettenlänge eingeplant. Halten Sie diese Kettenlänge bei einer Weltumsegelung auch ohne Leinenverlängerung für ausreichend?
Besten Dank für Ihren Rat und liebe Grüße auch an Ihre FrauSusanne & Mike
Antwort Bobby Schenk
Frage von Stephan Cerny
Hallo Herr Schenk,
ich habe Ihre Artikel über den Parasailor mit großem Interesse gelesen.
Die meisten neuen Kats haben keine richtigen Achter- bzw. Backstagen, dazu ein Problem aus/mit einen KAT Handbuch.
Im Handbuch einer Bahai 46 wird (vor diesem Hintergrund ?) ausrücklich davor gewarnt die Genua ohne Groß zu setzen.
Zu Spinnaker bzw. Parasailor habe ich keine Passage gefunden, aber wegen der ähnlichen Lastverteilung dürfte ich dann den Parasailor/Spinnaker wohl auch nicht ohne Groß setzen. Dadurch würden aber der Handlingvorteil des Parasailors eliminiert.
Ein befragter Verkäufer (eines anderen Katherstellers) meinte, ich könne den Parasailor ohne Groß fahren, sollte dann aber Dirk und Großschot fest durchsetzen.
Wie ist das bei Ihrem Kat und was halten Sie von der Thematik, sollte man das Handbuch hier ignorieren, sind die Handbücher übervorsichtig ?
Der Hintergrund der Anweisung ist mir sowieso nicht ganz klar. Abgesehen davon, dass man generell das Rigg gleichmäsig belasten sollte, dürfte doch einem Segeln nur mit Parasailor, Groß oder Genua bei moderaten Windverhältnissen nichts im Wege stehen.
Sie schrieben zum Parasailor, dass sie Ihn eines Nachts stehen hatten, als sie von über 40kn Wind überrascht wurden, wie reagieren Sie in einer solchen Situation, erst Schoten fliegen lassen dann bergen ?
Vielen Dank und viele Grüße
Stephan
Antwort Bobby Schenk
Frage von Klaus Röhl
Guten Tag, Herr Schenk, ich hoffe es geht Ihnen gut und auf Ihrem Schiff ist alles im Lack - oder wie man das sagt. Ich bin gerade von einer Segeltour aus Schweden übe die Ostsee zurück und wir sind Wochen nicht aus dem Ölzeug herausgekommen. Schlecht war es uns teilweise wegen der Wellen auch. Wir hatten uns extra ein Logbuch angeschafft und dies auch gewissenhaft geführt. Nur: Dabei sind einige Fragen aufgetaucht, die Sie evtl beantworten können: 1) Wie schreibt man in dieses Logbuch, wenn es heftig schaukelt? 2) Tragen Sie auch alle 2 Stunden den Barometerstand ein? Wenn ja, wie groß ist Ihr Instrument? Ich bin 46 Jahre, trage wegen meiner Kurzsichtigkeit beim Segeln Kontaktlinsen und kann die Zahlen nicht lesen, muss ich mir ein größeres Instrument kaufen? Und 3) als wichtigste Frage: Wie messen Sie die Wellenhöhe, womit, und von wo nach wo und welche Welle oder welche Wellenmenge/-dichte nehmen Sie um eine mittlere oder maximale Wellenhöhe zu bestimmen? Vielen Dank für Ihre Antwort und Bemühungen Mit freundlichen Grüßen Dr. K. Röhl
Antwort Bobby Schenk
Frage von Alfred Santfort
Hallo Herr Schenk, oder darf ich Bobby schreiben?
Ich hätte da mal eine Frage. Ich bin recht neu als Segler, habe aber mehrere Jahrzehnte als Motorbootfahrer auf dem Buckel und darf schon behaupten, als Seefahrer einige Erfahrung zu haben.
Nun werde ich von Hartgesottenen im Yacht - Forum gescholten, weil ich folgende Meinung vertrete:
Komme ich mit meiner Segeljacht in die Bedrängnis, an einer Küste bei auflandigem Wind auf Legerwall zu geraten, nehme ich die Maschine. Dabei gehe ich selbstredend davon aus, dass die Maschine mehr leiset, als für das Erreichen der Rumpfgeschwindigkeit erforderlich ist. In meinem Fall habe ich in meiner Bavaria 37C einen Volvo D2- 40. Der schiebt so gut, dass der Bug bei Volllast versucht, auf seine eigene Welle zu klettern und das Heck in das selber gegrabebe Wellental fällt. Mehr Tempo geht also nicht.
Komme ich nun in die eingangs beschriebene Bedrängnis, kann ich demnach mit der maximalen Geschwindigkeit, die mein Boot erreichen kann, und im bestmöglichen Winkel flüchten. Sicher werden Wellen gewaltig bremsen, aber das tun sie bei einem Boot unter Segel auch.
Salzbuckel schelten mich nun mit der Behauptung, dass nur Segel ein sichers Mittel wären, um von eine Küste frei zu kommen. Die Begründung lautet, ein Segelboot sei ein Segelboot und ein Motor könnte nie das schaffen, was die Lappen leisten.
Ich kann das nicht verstehen. Mehr als Rumpfgeschwindigkeit ist auch unter Segel bei einer Kieljacht nicht drin. Zudem muss bei der geschilderten Notlage aufgekreuzt werden. Das kostet Weg und Zeit. Hinzu kommt noch, dass die Segel bei Starkwind gerefft sein werden. Unter Segel sind Fehler zudem, zumindest für einen Anfänger, eher drin wie unter Motor, meine ich.
Was ist nun dran an der Behauptung, dass Freisegeln viel sicherer sein soll als Freimotoren?
Immer Handbreit!
Alfred Santfort
Antwort Bobby Schenk
Frage von Markus Awe
Hallo,
ich bin zufällig auf ihre seite gestossen und wollte ihnen zu der gelungenen Darstellung ihrer Fahrt mit der Thalassa gratulieren. Gleichzeitig wollte ich ihnen aber auch eine Frage stellen in Bezug auf die "Segelbarkeit" eines Kats durch 2 Personen:
Ein Bekannter liebäugelt mit einem sehr großen schiff, wohl ab 27m aufwärts. Allerdings will er das ganze mittels weitgehender Automatisierung mit 2 Personen ohne Crew segeln.... Ich habe bis jetzt nur Erfahrung mit Einrümpfern und dabei auch nicht in diesen Dimensionen. Da ich aber zufällig auf ihre Seite gestoßen bin, dachte ich, fragen kostet ja nichts.
Vielen Dank schon im Voraus
Markus Awe
Antwort Bobby Schenk
Frage von Dr. Thorsten Kern
Sehr geehrter Herr Schenk, leider beschäftige ich mich weiterhin nur in der Theorie mit dem längeren Aufenthalt auf See. Dennoch bin ich mal wieder über eine Frage gestolpert, bei der ich mir Ihre fachliche Meinung erhoffe. Aus privaten Gründen haben wir uns eine Hängematte angeschafft (~100 EUR), die sich als Notbett in der Familie inzwischen größter Beliebtheit erfreut. Bei einem Abstand der Aufhängepunkte von 4 m (Stofffläche ~3.0 m x 2,5m) bietet sie wenn man in Längsrichtung liegt einen schützenden Schlauch von vielleicht 50 cm Durchmesser für eine Person. Auch ein Schlafen zu zweit mit Kind ist möglich. In Querrichtung liegend ist sie für bis zu drei Personen als "Aufenthaltsort" akzeptabel. Man schläft extrem rückenfreundlich und das leichte Wiegen erinnert uns als Landratten an schöne Urlaubstörns. Und hier kam der Punkt. Die Hängematte ist (war) ja das klassische Bett des Matrosen auf Mehrmastern. Nun lese ich mit von Weltumsegelungen, bei denen der Salon zur Liegewiese für Familien umgebaut wird. Sehe auf Regattayachten mehr oder weniger unbequeme Pritschen mit einstellbarem Lagewinkel. Lese in Testen von Yachten über die Langfahrttauglichkeit von Leesegeln oder das Problem von Staunässe unter Matratzenkonstruktionen - und die entsprechenden teuren Lösungen zu deren Beseitigungen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass beim Amwindkurs mit entsprechendem Seegang ein Schlafen im Vorschiff und Heck quasi unmöglich ist. Nun sind die heutigen Yachten, Einrümpfer oder Katamaran, hinreichend bemessen. Bereits ab 40 Fuß ist sogar eine Montage einer Hängematte quer zur Fahrtrichtung denkbar. Sie würde den Vorteil bieten jeweils eine Bewegungskomponente, das Rollen oder Nicken, Prinzip-bedingt auszublenden. Auch Resonanzeffekte sind kaum zu befürchten, ähnlich wie bei einem halb-kardanisch aufgehängten Herd oder Salontisch. Alleine mit der Einschätzung ob nun eine Montage in Längs- oder Querrichtung zum Schiff sinnvoll ist tue ich mir schwer. Aber aus der theoretischen Überlegung heraus würde ich sagen, man sollte lieber auf die komplexen Einbauten für Betten im Vorschiff verzichten, und ein paar massive Haken im Bug einlaminieren, rund um die Maststütze, am Niedergang und jeweils auf Höhe der Wantendurchführungen im Salon vorsehen, und dann je nach Bedarf und Kurs die Koje "Hängematte" aufhängen. Gibt es aus Ihrem Erfahrungsschatz irgendeine Beobachtung, die diese theoretische Überlegung für Yachten stützt oder wiederlegt? Die Lösung scheint komfortabel, einfach und kostengünstig - es liegt also nahe etwas übersehen zu haben. Vielen Dank, mit freundlichen Grüßen Thorsten Kern
Antwort Bobby Schenk
Frage von Artur Nestel
Hallo Herr Schenk Ich möchte Ihnen hier eine persönliche Frage stellen, ohne die Diskussion über die Vor- Nachteile von Katamaran und Mono wieder zu eröffnen. Würden Sie mit Ihrem Katamaran um Kap Hoorn segeln ? Gruss Artur Nestel
Antwort Bobby Schenk
Frage von A.Arnold
Hallo Herr Schenk,Antwort Bobby Schenk
Frage von Andreas Zimmer
Hallo Bobby,
ich habe gerade noch einmal deinen diesbezüglichen Beitrag durchgesehen und mir stellt sich spontan die Frage wie weit (energiewirtschaftlich gesprochen) ein Ansatz über Schiffsdiesel, Lichtmaschine,
Regler und Batterien noch aktuell ist…
In einer der letzten Fachzeitschriften war ein umfassender und einleuchtender Beitrag zum Thema Hybridantrieb, ausgehend von den Erfahrungen in der Automobilindustrie und anderswo: Wie ich es verstehe ist der Ansatz, mittels eines passend abgestimmten Generators und modernen Akkumulatoren einen Elektromotor zu betrieben, aus mehreren Gründen wirtschaftlicher, umweltschonender und zuverlässiger: Eine höhere Energieausbeute als bei einem „klassischen“ Diesel, weniger Platzbedarf, leichte, kompakte Bauweise, weniger Teile („was nicht da ist kann nicht kaputt gehen“), etc.
Ich denke gerade über die Erneuerung des Schiffantriebs unserer NOEL nach (holl. Stahlkutter aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, 32 Fuß bei ca. 7 t Verdrängung, derzeit mit einem 18-PS-Yanmar betrieben), wo allein schon einmal aus Platzgründen eine Alternative zum Diesel sinnvoll erscheint.
Hast du langfahrtmäßig schon von Seglern gehört bzw. vielleicht schon getroffen, die diesen Schritt gegangen sind und erste Erfahrungswerte einbringen? Elektroantriebe (s. Kräutler) gibt’s binnen ja schon länger, gerade auch in Oberbayern und Österreich, aber wie weit sich diese Lösung schon „auf Strecke“ bewährt hat ist mir so noch nicht bekannt…
Immer eine Handbreit Rotwein in der Steuerbord-Bilge J und beste Grüße an Carla,
Andreas Zimmer
Antwort Bobby Schenk
Frage von Michael Thiele
Hallo Herr Schenk, ich habe mir Ihr Buch Astronavigation gekauft und bin gerade dabei, mir das Thema Kapitel für Kapitel zu erarbeiten. Eins kann ich bereits sagen: Es fasziniert mich jetzt schon sehr! Einen Sextanten habe ich noch nicht, aber sobald ich ihn haben werde, stellt sich mir folgende Frage: Wie kann ich ohne Horizont (also z.B. in meinem Wohnort München) mit dem Sextanten üben, um etwas Routine und Sicherheit zu gewinnen? Herzliche Grüße, Michael Thiele
Antwort Bobby Schenk
Frage von Mirko Ihrig
Hallo Bobby Schenk,
ich heisse Mirko Ihrig und studiere Industriedesign an der Hochschule in Kiel. Zur Zeit schreibe ich meine Abschlussarbeit zu dem Thema "Trinkwasser auf dem Meer".
Im Zuge meine Recherche habe ich Ihre Seite gefunden und einige sehr interessante Berichte zu den Themen Watermaker oder auch Rettungsinseln gelesen.
In meiner Abschlussarbeit geht es darum neue Produktideen zu entwickeln um Trinkwasser zu gewinnen. Also neue Einsatzgebiete zu erschliessen oder neue Techniken zu verwenden.
Ich habe einige Ansätze, die ich allerdings nur teilweise beurteilen kann, da ich etwas größeres als eine Jolle noch nicht gesegelt bin. Ich bin quasi ein Laie. Deswegen dachte ich, ich wende mich an Sie, einen Fachmann.
Zum Beispiel ob sich eine kleine Entsalzungspumpe (z.B. Katadyn Survivor 06) auf einer Rettunginsel lohnen würde? Oder ob man dank GPRS so schnell gefunden werden würde, dass sich die Investition nicht lohnt?
Könnte man die den Rettunginseln beigelegten Not-Packs vielleicht so erweitern, dass eine Wassergewinnung möglich wäre?
Oder vielleicht wäre eine kleine mit Windkraft betriebene Anlage auf dem Deck, die man im Notfall mitnehmen könnte, interssant?
Wie sie sehen hätte ich einige Fragen an Sie. Vielleicht hätten Sie ja die Zeit kurz darauf zu Antworten...?
Oder haben Sie vielleicht sogar irgendwelche konkreten Ideen, wo Sie sagen: Soetwas müsste es doch geben oder könnte man verbessern?
Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen auf jeden Fall freuen, denn ich glaube Sie könnten mir wirklich weiterhelfen.
Einen schönen Gruß aus Kiel
Mirko Ihrig
Antwort Bobby Schenk
Frage von Andres Gyssler
Guten Tag Herr Schenk eine grundsätzliche Frage zur Sicherheit im Segelyachtbau: Sind alte, schwerere Stahlyachten sicherheitsmässig veraltert,weil zu schwerfällig in stürmischer See? (zum Beispiel eine Reinke Secura Stahlknickspant). Ein Bootsbauer sagte: Heute wird leicht gebaut; dank Highttech-Kunststoffen ist dies besser und genug robust. Im Sinne "leichtfüssig durch die aufgewühlte See". Und was halten sie sicherheitsmässig von hydraulischen Schwenkkielen bei Fahrtenyachten zum trockenfallen und fahren auch in seichten Gewässern? Danke für Antwort im voraus. herzlicher Gruss Andres Gyssler
Antwort Bobby Schenk
Frage von Paul Thorer
Bei der Wahl eines Langfahrtkats mit sehr kleiner Crew (1-2 Pers.) interessiert mich Ihre Einschätzung: Bei den Überlegungen zur konstruktiven Sicherheit findet man 2 gegenläufige Argumentationen: a) Stummelkiel - er bricht nicht bei Kontakt bei Hindernissen und schützt Schraube und Ruderblatt b) Steckschwerter - verhindern Kentern in großen Wellen, machen den Kat schneller und laufen mehr Höhe Zu b) habe ich bisher keine Langzeit-Erfahrungsberichte gefunden (Funktionalität z.B. bei Bewuchs) Der Freiraum zwischen Wasseroberfläche und Unterseite Brücke scheint ein Thema zu sein. Die "Payload" (Beladungsfähigkeit ?) scheint ein Thema zu sein; dies wird allerdings selten angegeben. Wie würden Sie diese Punkte nach 5 Jahren Kat-Erfahrung in den unterschiedlichsten Situationen einstufen? Vielen Dank und alles Gute. Sie leben Ihren Traum schon - ich träume noch davon. Paul
Antwort Bobby Schenk
Frage von Thorsten Lüders
Hallo Herr Schenk, als aktiver Oldtimersegler möchte ich doch langsam mal etwas für die längere Fahrt erwerben. Über einschlägige OnlineYachthändler werden, vorzugsweise in den USA, Ferrocementyachten angeboten, und zwar zu einem Preis-Leistungsverhältniss, wie es hier kaum zu finden ist. Was spricht eigentlich gegen Ferrocement -ausser das sie schwer sind... Leider bekommt man nur sehr schwer Informationen über diese Bauart... Mit seglerischen Grüßen aus Norddeutschland Thorsten Lüders
Antwort Bobby Schenk
Frage von Hans-Jürgen Segbers
Hallo Carla und Bobby,
mal eine Frage zum Stichwort Passatbesegelung. Denn da bekomme ich
bisher
nicht den richtigen Durchblick.
Wir segeln zu zweit (Paar) und haben bisher
keine Spi Erfahrung. Also was wäre denn nun richtig? Parasailor? oder
Kutterrigg? oder Roll-Genua mit doppeltem Stag? Und wie funktioniert
"doppeltes Stag" bei einer Rollgenua? Muss da jeweils jemand aufs
Vorschiff,
um das zweite Vorsegel in eine Nut einzuziehen? Und dann sind ja doch
wohl
doppelte Spi-Bäume nötig? Oder doch Genua und Groß einfach
ausbaumen?
Soviele Fragen und keine wirkliche Antwort bisher.
Also vorab
herzlichen
Dank für Aufklärung durch Euch und immer eine Handbreit Wasser unterm
Kiel!
Beste Grüße Hans-Jürgen Segbers
Antwort Bobby Schenk