DIE HOMEPAGE VON
BOBBY SCHENK
exclusiv bei

Yachtleser fragen - Bobby Schenk antwortet (1)


Wenn Euch Fragen wegen Fahrtensegeln, Blauwassersegeln, Navigation oder zur Person von Bobby Schenk bewegen, hier könnt Ihr sie stellen. Frage und Antwort werden dann hier reingestellt - selbstverständlich ohne Gewähr, das Ganze ist schließlich ein Hobby von Bobby Schenk!

zur Home-Page

Frage von Dr. Jörg Steffen

Hallo Herr Schenk

letztes Wochenende herrschte zwischen Gedser und Kühlungsborn am westlichen Rand des Verkehrstrennungsgebietes KadetRinne plötzlich pottendicker Nebel und das auf einer Strecke von mehreren Seemeilen.
Wir haben ein Aluschiff, einen "besseren" Radarreflektor aber weder Radar noch AIS an Bord.
Klar: Schwimmwesten an,"Have a sharp lookout", UKW war sowieso eingeschaltet.
Die Diskussion drehte sich um die "sicherste" Geschwindigkeit:
Speed reduzieren wie man es Autofahrer gewohnt ist ?
Dort fährt man gewissermaßen im Gänsemarsch und hat Sorge vor dem nicht erkennbaren Vordermann
Oder
Höchstmögliche Speed und "Alles klar zur Wende" um im Falle eines kurzfristig auftauchenden Dickschiffes  mit maximaler Geschwindigkeit ausweichen zu können.

Uns interessiert Ihre Meinung als Segler und Jurist.

Vielen Dank !
Mit freundlichem Gruß
Dr med Jörg Steffen

Antwort Bobby Schenk

Frage von Florian Bundschuh

Lieber Bobby Schenk,

Sie führen auf Ihren Seiten mehrere Beispiele an, wo durch Blitzschlag die gesamte Elektronik einer Yacht ausfiel. Kennen Sie Beispiele, wo auch der Motor ausfiel? Ich könnte mir vorstellen, dass die elektronischen Bauteile in Regler oder Lichtmaschine betroffen sein könnten.

Mich interessiert diese Frage auch deshalb, weil in Zukunft aufgrund immer strengerer Umweltschutzbestimmungen vermutlich auch Bootsmotoren, die ja heute noch ziemlich robust ("primitiv") gebaut sind, mit einer elektronischen Steuerung ausgerüstet werden. Bei den Motoren von Volkswagen Marine ist das schon so.

Ich habe Volkswagen angeschrieben, ob es eine Art Notlauf gäbe, wenn die Elektronik ausfiele, und bekam am 13. Februar folgende Antwort:

Ihre Frage können wir leider nicht sofort umfassend beantworten.
Sollte die Elektronik des Motors jedoch durch einen Blitzschlag geschädigt
sein,
so wäre ein Notlauf nicht mehr möglich. Wir werden versuchen eine
weitergehende
Antwort in Kürze nachzureichen.

Eine "weitergehende Antwort" habe ich leider nicht bekommen.

Viele Grüße

Florian Bundschuh

Antwort Bobby Schenk

Fragen von H.Meßthaler

Sehr geehrter Herr Schenk,

 

gerne möchte ich mich mit einem Anliegen, d.h. einer Frage an Sie wenden.

 

Ich interessiere mich für die Funktion des Sextanten, vor allem, um nachvollziehen zu können, wie in früherer Zeit die Navigation damit erfolgen konnte.

 

Dazu habe ich den Sextanten von Astromedia, der sehr schön für meine Anschauungszwecke funktioniert.

(Sie haben ja selber einen schönen Artikel in "Yacht" 16 / 2000 dazu geschrieben, den mir Herr Hünig von 'Astromedia' netterweise zugeschickt hatte).

 

Wenn ich nun eine Messung ausführe, erhalte ich einen Wert in °.

Hiervon muß ich den Sonnendeklinationswert (zw. +23° und -23°), den ich in einer Tabelle ablesen kann, abziehen.

Diesen erhaltenen Wert, von 90° abgezogen, ist die geographische Breite.

 

Meine Frage:

Ich kann diesen Sonnendeklinationswert, wie gesagt, in Tabellen nachlesen.

Wie aber machten es die früheren Navigatoren?

Woher hatten die die Tabellen zur Sonnendeklination?

Die konnten doch wohl solche Tabellen, die sich ja auch jährlich ändern, noch nicht haben?

 

Eine zweite Frage, zu der ich auch noch keine mir verständliche Antwort gefunden habe:

Wie hat man den Längengrad vor der Entdeckung / Einführung des Chronometers gemessen?

 

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir zu einer Antwort auf eine - auf mich bezogen - Uralt-Frage verhelfen würden.

Trotz aller Recherchen habe ich bisher keine plausible Antwort finden können.

 

Mit frdl. Grüßen

H.Meßthaler

Antwort Bobby Schenk

 

Fragen von Dieter Blass

Sehr geehrter Herr Schenk,
ich möchte mich so vielen anderen Fragestellern anschließen und Ihnen Dank sagen, Ihre Hompage ist wirklich eine exzellente Fundgrube für angehende Blauwasser-Segler ! Leider konnte ich meine Fragen nicht persönlich loswerden, da Ihr Blauwasserseminar in HH viel zu schnell ausgebucht war.

Nun zu meinen Fragen:

Wassermacher

Wenn ich Ihre Aussagen richtig interpretiere, verlassen Sie sich auch auf längeren Reiseabschnitten ausschließlich auf dieses tolle Gerät. Arbeiten diese Geräte tatsächlich so problemlos und störungsfrei, das Sie diesbezüglich auf jedes Backup verzichten ? Welches Gerät haben Sie installiert ?:

Passatsegel/Parasail

Ursprünglich wollte ich ein zweites Vorstag riggen, um ggf Passatsegel fahren zu können. Wenn ich die Kommentare zum Parasail studiere, kann ich auf diesen Aufwand wohl verzichten. ( Meine in zwei Jahren geplante Route wird wohl ziemlich in Ihrem Kielwasser liegen) Stimmen Sie mir zu ?

....
Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen und Ihrer Frau noch eine schöne Zeit im malayischem Paradies.
Ihr Dieter Blass

Antwort Bobby Schenk


Fragen von Roland Mahler

Sehr geehrte Familie Schenk,

Seit Jahren habe ich irgendwie mit Ihnen zu tun. Ich erinnere mich noch an einen Segel-Vortrag vor ein paar Jahrzehnten in Zürich, wo Sie erzählten, dass Sie mit nur einer Hand voll Liter Kraftstoff in Ihrem Motorflugzeug in Südamerika ankamen. Das hielt ich – als aktiver PPLer für überaus Leichtsinnig und machte mich über Ihre Einstellung zur Sicherheit nachdenklich.

Natürlich habe ich als überzeugter Monohullbesitzer ( Oceanis 44cc ) seit 10 Jahren Liegeplatz Las Palmas, mitbekommen, dass Sie einen Kat gekauft haben. Nachdem ich in der Karibik mal so ein Monstrum, mehr als Badeplattform, gechartert hatte war dies für mich eher etwas absonderlich. Letzten Sonntagmorgen beim Frühstück und „träumen“ vom nächsten Boots-Urlaub auf den Kanaren erklärte mir meine 8 Jährige Tochter kategorisch, dass Sie es leid sei mit Mutti „kotzend“ und im „Keller“ schlafend Ihren Urlaub zu verbringen und warum ich nicht auch einen Kat habe. Wir waren auf den Kanaren bei einem befreundeten Ehepaar auf seinem neuen „Wohnboot“ Lagoon 440 zum Aperitif eingeladen. Irgendwie viel es mir es jetzt wie Schuppen von den Augen und es begann die Suche oder besser gesagt das Fieber „Neukauf eines Schiffes“ > Katamaran. Es fiel mir natürlich sofort Ihr Name ein und die folgende Woche verbrachte ich die Nächte ( Meine Frau konsultiert schon einen Scheidungsanwalt) ausschließlich auf Ihrer Webseite beim studieren Ihrer Meinungen und Empfehlungen.

Jetzt habe ich an Sie folgende Fragen und ich hoffe Sie nicht zu nerven :

Ø  Ihre Privileg – scheint wirklich ein schönes und stabiles Schiff zu sein. Es gibt aber für mich 2 Fragezeichen die Sie mir beantworten können : 

1. Der doch „happige“ Preis. Ist das Schiff wirklich diesen doch horrenden „Mehrpreis“ wert ?

2. Das Konzept der sehr schrägen Fenster und der doch damit verbunden starken „Aufheizung“.

Sie verschmähen ja übrigens auch – mit Recht – Teakdecks.

Ø  Ihre immer wiederkehrende Aussage : „über 14m würde ich wieder einen Kat kaufen“. Haben Sie Bedenken bei einem Schiff mit nur 12,60m ? .

Ø  Nach längerem Suchen ist mir nämlich aufgefallen, dass ein neues Schiff dieser Länge, und ich denke diese Größe reicht für unser kleine 3köpfige Familie,  die 421 von Lagoon, in der besten Ausführung neu, nicht mehr kostet wie die derzeit angebotenen Gebrauchten der „Edelmarken“. Auch der „Wohnraum“ der 421 ist konkurrenzlos.

Über die Verarbeitungsqualität kann ich natürlich nichts sagen, will aber in 14 Tagen zur Kat messe nach Frankreich um einen Eindruck zu bekommen. Lagoon gehört ja mit Beneteau zu den größten Werften und ich kann mir nicht vorstellen dass da viel gepfuscht wird. Da der Beneteau Händler in Las Palmas mich auch heute (mehr oder weniger, wie in Spanien eben üblich) betreut, wäre auch der Service vor allem in der Garantiezeit sichergestellt.

Ø  Noch vor kurzem war ich beinahe bereit mich mehr auf die Suche nach einem „altersgerechten wohnen“ umzusehen, jetzt Kat-beflügelt denke ich obschon 62J doch noch, mit so einem Komfort über den Teich zu gehen und Südamerika zu besuchen.

Deshalb überlege ich laut Theorie B. Schenk :

Kein Generator > 220V Lichtmaschine am Motor der sowieso jeden Tag laufen soll ! Diese Aussage verstehe ich deshalb nicht ganz, da ich von keinem Motorenhersteller diese Aussage gehört habe, das tägliches warmlaufen die Maschine schont. Im Gegenteil, bei jedem kalten Starten des Motors ist generell die größte Abnützung ( fehlender Schmierfilm). Ich bin selbst Kfz-Meister und habe auch bei den Autos (etliche „Oldtimer“ die nur selten bewegt werden) nie diese Theorie gehört und befolgt. Der Salzgehalt in der Ansaugluft ist unbedeutend.

Ein Generator ist heute sehr leise, zuverlässig und verbraucht sehr wenig Kraftstoff.

Mein Volvo Motor musste ich schon ersetzen ( Materialfehler Kolbenriss ) mein Generator schnurrt unentwegt obwohl schon wegen unbeobachtetem Kühlschlauchbruch absolut heißgelaufen !

Ø  Keine Davids  > Windfahnensteuerung.

Davids sind bei einem Kat natürlich schon eine feine Sache da das Beiboot mühelos gesichert werden kann. Bei meinem jetzigen Schiff ist die elektrisch-hydraulische Autopilotsteuerung nie ausgestiegen und das bei Sturmstärken wo ich von Hand die größten Probleme hatte das Schiff schön auf Kurs zu halten. Bei einem Kat mit festem langen Cockpitdach habe ich sowieso bedenken dass die Windfahne noch richtig reagiert.

Ø  In der Anlage habe ich eine kleine Ausrüstungsaufstellung bei denen Ihnen vermutlich die Haare zu Berge stehen.

Ø  Wenn Sie die Zeit finden dies alles kurz anzusehen, was zugegebermaßen schon eine Zumutung ist und auch noch kurz kommentieren, schließe ich Sie in mein nächstes Nachtgebet mit ein und besuche generell alle Kurse und Seminare die Sie in den nächsten 20 Jahre anbieten. Die meisten Bücher habe ich eh.

Viele Grüße und Danke, wenn Sie es überhaupt bis hierhin geschafft haben.

Roland Mahler

Autohaus Mahler GmbH

 Antwort Bobby Schenk

Frage von Karl-Heinz Stuffer

Betreff: Blitzschlafgefahr auf dem Wasser

Lieber Herr Schenk,Sie sind ein sehr kompetenter Blauwassersegler mit guten Fachberichten auf Ihrer Homepage.Ich möchte Sie dazu ermuntern,dieses Thema für uns Segler zu bearbeiten.Wie groß ist die Gefahr für Holz-,GFK-und Stahlyachten?

Gibt es Unterschiede zwischen auf dem Deck stehenden und durchgesteckten (auf dem Kiel stehenden)Alumasten? Welche Probleme sehen Sie bei Doppelboden-GFK-Jollen mit Alumast, wo ja eine Blitzableitung ins Wasser fehlt? Schlägt der Blitz hier ein rießiges Loch? Die Frageliste könnte man noch verlängern. Ich würde mich auf einen Beitrag von Ihnen freuen.

Mit besten Grüßen K-H Stuffer

 Antwort Bobby Schenk

Frage von Susanne & Mike

Lieber Herr Schenk,

vielen herzlichen Dank für Ihren sehr interessanten  - und wie immer rhetorisch perfekten - Vortrag auf der Boot in Düsseldorf. Ich komme gern auf Ihr Angebot zurück, Ihnen meine FRage zum Ankergeschirr zuzumailen:

Wir möchten mit unserem Schiff (17t Alu-Ketsch 46 ft Mono, hydr. Ankerspill für 10 mm Kette, Hauptanker D'Hone, 35 kg, geplanter Zweitanker Bügel 27kg mit Vorlauf an Trosse) auf weltweite Fahrt gehen. Wir haben uns - trotz Ihrer Warnung - für eine Edelstahlkette entschieden, da wir hoffen, daß der Stahl 1.4462 ("Duplex") als (nach unseren Recherchen) bestes Material auf dem Markt doch eine zuverlässige Kette abgibt.

Vor Ihrem Vortrag wollten wir diese mit Leine verlängern und hatten daher  80 m Kettenlänge eingeplant. Halten Sie diese Kettenlänge bei einer Weltumsegelung auch ohne Leinenverlängerung für ausreichend?

Besten Dank für Ihren Rat und liebe Grüße auch an Ihre Frau

Susanne & Mike

Antwort Bobby Schenk

Frage von Stephan Cerny

Hallo Herr Schenk, ich habe Ihre Artikel über den Parasailor mit großem Interesse gelesen.

Die meisten neuen Kats haben keine richtigen Achter- bzw. Backstagen, dazu ein Problem aus/mit einen KAT Handbuch. Im Handbuch einer Bahai 46 wird (vor diesem Hintergrund ?) ausrücklich davor gewarnt die Genua ohne Groß zu setzen. Zu Spinnaker bzw. Parasailor habe ich keine Passage gefunden, aber wegen der ähnlichen Lastverteilung dürfte ich dann den Parasailor/Spinnaker wohl auch nicht ohne Groß setzen. Dadurch würden aber der Handlingvorteil des Parasailors eliminiert.
Ein befragter Verkäufer (eines anderen Katherstellers) meinte, ich könne den Parasailor ohne Groß fahren, sollte dann aber Dirk und Großschot fest durchsetzen.
Wie ist das bei Ihrem Kat und was halten Sie von der Thematik, sollte man das Handbuch hier ignorieren, sind die Handbücher übervorsichtig ?
Der Hintergrund der Anweisung ist mir sowieso nicht ganz klar. Abgesehen davon, dass man generell das Rigg gleichmäsig belasten sollte, dürfte doch einem Segeln nur mit Parasailor, Groß oder Genua bei moderaten Windverhältnissen nichts im Wege stehen.
Sie schrieben zum Parasailor, dass sie Ihn eines Nachts stehen hatten, als sie von über 40kn Wind überrascht wurden, wie reagieren Sie in einer solchen Situation, erst Schoten fliegen lassen dann bergen ?
Vielen Dank und viele Grüße
Stephan

Antwort Bobby Schenk

Frage von Klaus Röhl

Guten Tag, Herr Schenk,
ich hoffe es geht Ihnen gut und auf Ihrem Schiff ist alles im Lack - oder
wie man das sagt.
Ich bin gerade von einer Segeltour aus Schweden übe die Ostsee zurück  und
wir sind  Wochen nicht aus dem Ölzeug herausgekommen. Schlecht war es uns
teilweise wegen der Wellen auch. Wir hatten uns extra ein Logbuch
angeschafft und dies auch gewissenhaft geführt. Nur:
Dabei sind einige Fragen aufgetaucht, die Sie evtl beantworten können:
1) Wie schreibt man in dieses Logbuch, wenn es heftig schaukelt?
2) Tragen Sie auch alle 2 Stunden den Barometerstand ein? Wenn ja, wie groß
ist Ihr Instrument? Ich bin 46 Jahre, trage wegen meiner Kurzsichtigkeit
beim Segeln Kontaktlinsen und kann die Zahlen nicht lesen, muss ich mir ein
größeres Instrument kaufen?
Und 3) als wichtigste Frage:
Wie messen Sie die Wellenhöhe, womit, und von wo nach wo und welche Welle
oder welche Wellenmenge/-dichte nehmen Sie um eine mittlere oder maximale
Wellenhöhe zu bestimmen?
Vielen Dank für Ihre Antwort und Bemühungen
Mit freundlichen Grüßen
Dr. K. Röhl
Antwort Bobby Schenk

Frage von Alfred Santfort

Hallo Herr Schenk, oder darf ich Bobby schreiben?
Ich hätte da mal eine Frage. Ich bin recht neu als Segler, habe aber mehrere Jahrzehnte als Motorbootfahrer auf dem Buckel und darf schon behaupten, als Seefahrer einige Erfahrung zu haben. Nun werde ich von Hartgesottenen im Yacht - Forum gescholten, weil ich folgende Meinung vertrete:
Komme ich mit meiner Segeljacht in die Bedrängnis, an einer Küste bei auflandigem Wind auf Legerwall zu geraten, nehme ich die Maschine. Dabei gehe ich selbstredend davon aus, dass die Maschine mehr leiset, als für das Erreichen der Rumpfgeschwindigkeit erforderlich ist. In meinem Fall habe ich in meiner Bavaria 37C einen Volvo D2- 40. Der schiebt so gut, dass der Bug bei Volllast versucht, auf seine eigene Welle zu klettern und das Heck in das selber gegrabebe Wellental fällt. Mehr Tempo geht also nicht. Komme ich nun in die eingangs beschriebene Bedrängnis, kann ich demnach mit der maximalen Geschwindigkeit, die mein Boot erreichen kann, und im bestmöglichen Winkel flüchten. Sicher werden Wellen gewaltig bremsen, aber das tun sie bei einem Boot unter Segel auch.
Salzbuckel schelten mich nun mit der Behauptung, dass nur Segel ein sichers Mittel wären, um von eine Küste frei zu kommen. Die Begründung lautet, ein Segelboot sei ein Segelboot und ein Motor könnte nie das schaffen, was die Lappen leisten. Ich kann das nicht verstehen. Mehr als Rumpfgeschwindigkeit ist auch unter Segel bei einer Kieljacht nicht drin. Zudem muss bei der geschilderten Notlage aufgekreuzt werden. Das kostet Weg und Zeit. Hinzu kommt noch, dass die Segel bei Starkwind gerefft sein werden. Unter Segel sind Fehler zudem, zumindest für einen Anfänger, eher drin wie unter Motor, meine ich. Was ist nun dran an der Behauptung, dass Freisegeln viel sicherer sein soll als Freimotoren? Immer Handbreit!
Alfred Santfort

Antwort Bobby Schenk

Frage von Markus Awe
Hallo,
ich bin zufällig auf ihre seite gestossen und wollte ihnen zu der gelungenen Darstellung ihrer Fahrt mit der Thalassa gratulieren. Gleichzeitig wollte ich ihnen aber auch eine Frage stellen in Bezug auf die "Segelbarkeit" eines Kats durch 2 Personen: Ein Bekannter liebäugelt mit einem sehr großen schiff, wohl ab 27m aufwärts. Allerdings will er das ganze mittels weitgehender Automatisierung mit 2 Personen ohne Crew segeln.... Ich habe bis jetzt nur Erfahrung mit Einrümpfern und dabei auch nicht in diesen Dimensionen. Da ich aber zufällig auf ihre Seite gestoßen bin, dachte ich, fragen kostet ja nichts.
Vielen Dank schon im Voraus
Markus Awe

Antwort Bobby Schenk

Frage von Dr. Thorsten Kern

Sehr geehrter Herr Schenk,

leider beschäftige ich mich weiterhin nur in der Theorie mit dem längeren

Aufenthalt auf See. Dennoch bin ich mal wieder über eine Frage gestolpert, bei der

ich mir Ihre fachliche Meinung erhoffe.

Aus privaten Gründen haben wir uns eine Hängematte angeschafft (~100 EUR), die

sich als Notbett in der Familie inzwischen größter Beliebtheit erfreut. Bei einem

Abstand der Aufhängepunkte von 4 m (Stofffläche ~3.0 m x 2,5m) bietet sie wenn man

in Längsrichtung liegt einen schützenden Schlauch von vielleicht 50 cm Durchmesser

für eine Person. Auch ein Schlafen zu zweit mit Kind ist möglich. In Querrichtung

liegend ist sie für bis zu drei Personen als "Aufenthaltsort" akzeptabel. Man

schläft extrem rückenfreundlich und das leichte Wiegen erinnert uns als Landratten

an schöne Urlaubstörns.

Und hier kam der Punkt. Die Hängematte ist (war) ja das klassische Bett des

Matrosen auf Mehrmastern. Nun lese ich mit von Weltumsegelungen, bei denen der

Salon zur Liegewiese für Familien umgebaut wird. Sehe auf Regattayachten mehr oder

weniger unbequeme Pritschen mit einstellbarem Lagewinkel. Lese in Testen von

Yachten über die Langfahrttauglichkeit von Leesegeln oder das Problem von

Staunässe unter Matratzenkonstruktionen - und die entsprechenden teuren Lösungen

zu deren Beseitigungen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass beim Amwindkurs mit

entsprechendem Seegang ein Schlafen im Vorschiff und Heck quasi unmöglich ist.

Nun sind die heutigen Yachten, Einrümpfer oder Katamaran, hinreichend bemessen.

Bereits ab 40 Fuß ist sogar eine Montage einer Hängematte quer zur Fahrtrichtung

denkbar. Sie würde den Vorteil bieten jeweils eine Bewegungskomponente, das Rollen

oder Nicken, Prinzip-bedingt auszublenden. Auch Resonanzeffekte sind kaum zu

befürchten, ähnlich wie bei einem halb-kardanisch aufgehängten Herd oder

Salontisch. Alleine mit der Einschätzung ob nun eine Montage in Längs- oder

Querrichtung zum Schiff sinnvoll ist tue ich mir schwer. Aber aus der

theoretischen Überlegung heraus würde ich sagen, man sollte lieber auf die

komplexen Einbauten für Betten im Vorschiff verzichten, und ein paar massive Haken

im Bug einlaminieren, rund um die Maststütze, am Niedergang und jeweils auf Höhe

der Wantendurchführungen im Salon vorsehen, und dann je nach Bedarf und Kurs die

Koje "Hängematte" aufhängen.

Gibt es aus Ihrem Erfahrungsschatz irgendeine Beobachtung, die diese theoretische

Überlegung für Yachten stützt oder wiederlegt? Die Lösung scheint komfortabel,

einfach und kostengünstig - es liegt also nahe etwas übersehen zu haben.

Vielen Dank,

mit freundlichen Grüßen


Thorsten Kern
Antwort Bobby Schenk

Frage von Artur Nestel

Hallo Herr Schenk

Ich möchte Ihnen hier eine persönliche Frage stellen, ohne die
Diskussion über die Vor- Nachteile von Katamaran und Mono wieder zu
eröffnen.

Würden Sie mit Ihrem Katamaran um Kap Hoorn segeln ?

Gruss
Artur Nestel

Antwort Bobby Schenk

Frage von A.Arnold

Hallo Herr Schenk,
ich habe 1976 bei der Bundeswehr einen Bootsführerschein Binnen erworben, und beabsichtige in naher Zukunft doch mit dem Segeln zu beginnen, wobei ich mich auf eine Bavariajacht Typ 34 entscheiden würde, insbesondere unter dem Ausblick das ich in einigen Jahren eine mehrjährige Fahrt unternehmen möchte (übrigens ich bin 56Jahre alt und meine Frau 55Jahre und wir haben noch nie gesegelt).
Nun zu meiner Frage, wo wäre nach ihrer Ansicht die beste Möglichkeit kompaktes Wissen zu erwerben bzw. was würden Sie mir zu meinem Vorhaben empfehlen? Es würde mich freuen eine Antwort zu erhalten.
Mit freundlichen Grüßen
A.Arnold
Antwort Bobby Schenk

Frage von Andreas Zimmer

Hallo Bobby,
ich habe gerade noch einmal deinen diesbezüglichen Beitrag durchgesehen und mir stellt sich spontan die Frage wie weit (energiewirtschaftlich gesprochen) ein Ansatz über Schiffsdiesel, Lichtmaschine, Regler und Batterien noch aktuell ist…

In einer der letzten Fachzeitschriften war ein umfassender und einleuchtender Beitrag zum Thema Hybridantrieb, ausgehend von den Erfahrungen in der Automobilindustrie und anderswo: Wie ich es verstehe ist der Ansatz, mittels eines passend abgestimmten Generators und modernen Akkumulatoren einen Elektromotor zu betrieben, aus mehreren Gründen wirtschaftlicher, umweltschonender und zuverlässiger: Eine höhere Energieausbeute als bei einem „klassischen“ Diesel, weniger Platzbedarf, leichte, kompakte Bauweise, weniger Teile („was nicht da ist kann nicht kaputt gehen“), etc.

Ich denke gerade über die Erneuerung des Schiffantriebs unserer NOEL nach (holl. Stahlkutter aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, 32 Fuß bei ca. 7 t Verdrängung, derzeit mit einem 18-PS-Yanmar betrieben), wo allein schon einmal aus Platzgründen eine Alternative zum Diesel sinnvoll erscheint.

Hast du langfahrtmäßig schon von Seglern gehört bzw. vielleicht schon getroffen, die diesen Schritt gegangen sind und erste Erfahrungswerte einbringen? Elektroantriebe (s. Kräutler) gibt’s binnen ja schon länger, gerade auch in Oberbayern und Österreich, aber wie weit sich diese Lösung schon „auf Strecke“ bewährt hat ist mir so noch nicht bekannt…

Immer eine Handbreit Rotwein in der Steuerbord-Bilge J und beste Grüße an Carla,
Andreas Zimmer

Antwort Bobby Schenk

Frage von Michael Thiele

Hallo Herr Schenk,

ich habe mir Ihr Buch Astronavigation gekauft und bin gerade dabei,
mir das Thema Kapitel für Kapitel zu erarbeiten.
Eins kann ich bereits sagen: Es fasziniert mich jetzt schon sehr!
Einen Sextanten habe ich noch nicht, aber sobald ich ihn haben
werde, stellt sich mir folgende Frage:

Wie kann ich ohne Horizont (also z.B. in meinem Wohnort München)
mit dem Sextanten üben, um etwas Routine und Sicherheit zu gewinnen?


Herzliche Grüße,
Michael Thiele


Antwort Bobby Schenk

Frage von Mirko Ihrig

Hallo Bobby Schenk,
ich heisse Mirko Ihrig und studiere Industriedesign an der Hochschule in Kiel. Zur Zeit schreibe ich meine Abschlussarbeit zu dem Thema "Trinkwasser auf dem Meer".
Im Zuge meine Recherche habe ich Ihre Seite gefunden und einige sehr interessante Berichte zu den Themen Watermaker oder auch Rettungsinseln gelesen.
In meiner Abschlussarbeit geht es darum neue Produktideen zu entwickeln um Trinkwasser zu gewinnen. Also neue Einsatzgebiete zu erschliessen oder neue Techniken zu verwenden. Ich habe einige Ansätze, die ich allerdings nur teilweise beurteilen kann, da ich etwas größeres als eine Jolle noch nicht gesegelt bin. Ich bin quasi ein Laie. Deswegen dachte ich, ich wende mich an Sie, einen Fachmann.
Zum Beispiel ob sich eine kleine Entsalzungspumpe (z.B. Katadyn Survivor 06) auf einer Rettunginsel lohnen würde? Oder ob man dank GPRS so schnell gefunden werden würde, dass sich die Investition nicht lohnt?
Könnte man die den Rettunginseln beigelegten Not-Packs vielleicht so erweitern, dass eine Wassergewinnung möglich wäre?
Oder vielleicht wäre eine kleine mit Windkraft betriebene Anlage auf dem Deck, die man im Notfall mitnehmen könnte, interssant? Wie sie sehen hätte ich einige Fragen an Sie. Vielleicht hätten Sie ja die Zeit kurz darauf zu Antworten...?
Oder haben Sie vielleicht sogar irgendwelche konkreten Ideen, wo Sie sagen: Soetwas müsste es doch geben oder könnte man verbessern?
Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen auf jeden Fall freuen, denn ich glaube Sie könnten mir wirklich weiterhelfen.
Einen schönen Gruß aus Kiel
Mirko Ihrig

Antwort Bobby Schenk

Frage von Andres Gyssler

Guten Tag Herr Schenk

eine grundsätzliche Frage zur Sicherheit im Segelyachtbau:

Sind alte, schwerere Stahlyachten sicherheitsmässig veraltert,weil zu schwerfällig
in stürmischer See? (zum Beispiel eine Reinke Secura Stahlknickspant).
Ein Bootsbauer sagte: Heute wird leicht gebaut; dank Highttech-Kunststoffen ist
dies besser und genug robust. Im Sinne "leichtfüssig durch die aufgewühlte See".

Und was halten sie sicherheitsmässig von hydraulischen Schwenkkielen bei
Fahrtenyachten zum trockenfallen und fahren auch in seichten Gewässern?
Danke für Antwort im voraus.

herzlicher Gruss
Andres Gyssler
Antwort Bobby Schenk

Frage von Paul Thorer

Bei der Wahl eines Langfahrtkats mit sehr kleiner Crew (1-2 Pers.) interessiert mich Ihre Einschätzung:

Bei den Überlegungen zur konstruktiven Sicherheit findet man 2 gegenläufige Argumentationen:
a) Stummelkiel - er bricht nicht bei Kontakt bei Hindernissen und schützt Schraube und Ruderblatt
b) Steckschwerter - verhindern Kentern in großen Wellen, machen den Kat schneller und laufen mehr Höhe
Zu b) habe ich bisher keine Langzeit-Erfahrungsberichte gefunden (Funktionalität z.B. bei Bewuchs)

Der Freiraum zwischen Wasseroberfläche und Unterseite Brücke scheint ein Thema zu sein.

Die "Payload"  (Beladungsfähigkeit ?) scheint ein Thema zu sein; dies wird allerdings selten angegeben.

Wie würden Sie diese Punkte nach 5 Jahren Kat-Erfahrung in den unterschiedlichsten Situationen einstufen?

Vielen Dank und alles Gute.
Sie leben Ihren Traum schon - ich träume noch davon.

Paul
Antwort Bobby Schenk

Frage von Thorsten Lüders

Hallo Herr Schenk,

als aktiver Oldtimersegler möchte ich doch langsam mal etwas für die längere Fahrt erwerben.
Über einschlägige OnlineYachthändler werden, vorzugsweise in den USA,
Ferrocementyachten angeboten, und zwar zu einem Preis-Leistungsverhältniss,
wie es hier kaum zu finden ist.
Was spricht eigentlich gegen Ferrocement -ausser das sie schwer sind...
Leider bekommt man nur sehr schwer Informationen über diese Bauart...
Mit seglerischen Grüßen aus Norddeutschland
Thorsten Lüders
Antwort Bobby Schenk

Frage von Hans-Jürgen Segbers

Hallo Carla und Bobby,
mal eine Frage zum Stichwort Passatbesegelung. Denn da bekomme ich bisher nicht den richtigen Durchblick.
Wir segeln zu zweit (Paar) und haben bisher keine Spi Erfahrung. Also was wäre denn nun richtig? Parasailor? oder Kutterrigg? oder Roll-Genua mit doppeltem Stag? Und wie funktioniert "doppeltes Stag" bei einer Rollgenua? Muss da jeweils jemand aufs Vorschiff, um das zweite Vorsegel in eine Nut einzuziehen? Und dann sind ja doch wohl doppelte Spi-Bäume nötig? Oder doch Genua und Groß einfach ausbaumen?
Soviele Fragen und keine wirkliche Antwort bisher.
Also vorab herzlichen Dank für Aufklärung durch Euch und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!
Beste Grüße Hans-Jürgen Segbers

Antwort Bobby Schenk

zum Fragenbeginn

zum Seitenbeginn

zum Fragenteil 1. Fortsetzung

zur Home-Page

 

Page by Bobby Schenk,
E-Mail: bobbyschenk@yahoo.com
URL of this Page is: http://www.yacht.de/schenk/fragenh.html