Wenn Euch Fragen wegen Fahrtensegeln, Blauwassersegeln, Navigation oder zur Person
von Bobby Schenk bewegen, hier
könnt Ihr sie stellen. Frage und Antwort werden dann hier reingestellt -
selbstverständlich ohne Gewähr, das Ganze ist schließlich ein
Hobby von Bobby Schenk!
ich bin schon seit vielen
Jahren ein großer Fan von Ihnen und Ihrer Bücher und
Seminare.Gestern habe ich mal wieder Ihr "Ankerbuch"zur
Nachtlektüre zur Hand genommen und dabei ist
mir eine Frage in den
Sinn gekommen .Ich besitze eine Amel
54 mit zwei Ankern am
Bug.Bisher habe ich fast immer nur mit einem Anker gearbeitet.Aber meine
Ankerzeiten steigen erfreulicherweise
und somit möchte ich Ihren Tipp vor zwei Ankern zu liegen bald
beherzigen.Allerdings habe ich geplant nachdem ich den
1.Anker eingefahren habe,den 2.Anker in 40 Grad auf Höhe des 1.Ankers
abzuwerfen und ebenso einzufahren.Ich glaube das mal so irgendwo gelesen
zu haben .Halten Sie das für falsch ? In Ihrem Buch gibt es keinen
Hinweis auf dieses Manöver.
Sollten Sie das Manöver für falsch halten ,
frage ich mich was soll dann mein zweiter Anker am Bug ?
Danke
fürs lesen und Antworten
und Ihnen und Ihrer Frau wünsche ich Lebensfreude und Gesundheit!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Christoph Höke,
SY SAM III
ich
habe vor vom Mittelmeer
übers Gribaltar weiter zu den Kanaren
zu segeln. Bin
bisher nur auf dem Bodensee
gesegelt und bin dabei mich vorzubereiten und suche für mich eine
sinnvolle Ausrüstung
für meine Wetterabfrage.
Habe
auch schon viel, gerade auf Ihren Seiten gelesen, aber es hat
mich sehr verwirrt. Dann
die Geschichte
mit den Geostationären und LEO Satelliten
und das dementsprechende Handy. Doch was ist für dieses Gebiet
ausreichend? Daher
wollte ich sie noch einmal gezielt fragen, was für mich geeignet wäre.
Ich
möchte also wirklich nur das Wetter abfragen und wenn es einen
medizinischen oder technischen Notfall
gäbe, auch telefonieren.Kein Mailverkehr, keine Bildverarbeitung
usw.
Vielleicht
können sie mir da ein wenig weiterhelfen.
Frage von Werner Hilpp - Kette mit Tauwerk verspleissen
Sehr geehrter
HerrSchenk,
verehrte Leser der Homepage von Herrn
Schenk,
ich könnte einen Rat von einem
erfahreneren Segler gebrauchen und zwar im Zusammenhang
mit dem Ankern.
Konkret möchte ich gerne wissen
ob man einem Kettenspleis, 14 mm Leine
direkt an eine 8
mmKette
wirklich trauen kann. Ich fürchte, dass an
dem Übergang von Kette zur Leine wo die Leine schon aufgedreht ist und ein
paar mm die Kardeele
einzeln liegen bevor sie sich in den Spleis
einfügen eine nicht akzeptable Schwächung der Leine eintritt. Im
Prinzip wäre so ein Spleis für mich praktisch, weil die Kettenführung
vom Ankerkasten
auf die Winde
eine Engstelle aufweist, die man nicht
aufweiten kann und da würde ein Spleis leichter durchrutschen als ein Schäkel
(selbst einer mit speziellem Bolzen ohne Handgriff) mit
dranhängender Schlaufe.
Zusatzfrage:
Hält eine dreischäftige Leine gespleist
ausreichend oder soll man besser eine im Quadrat
geflochtene nehmen sofern man dem Spleis überhaupt
vertrauen wollte. Man könnte natürlich
auch ausschließlich Kette nehmen, ich will aber gern eine Edelstahlkette
verwenden und aus Kostengründen und weil
ich denke, dass die Kombination
Kette/Leine entscheidente Vorteile hat, gern ca. 30-40 m Kette und 50 m Leine
benutzen. Man wird nicht immer mehr als die
Kette brauchen aber wenn, dann…..Würde mich freuen, wenn mir jemand raten könnte.
Frage von Ulrich Spranger - Wie Tank-Kapazität messen?
Sehr geehrter Herr Schenk !
Ich habe mir unlängst ein
neues Boot gekauft. Überraschenderweise gibt es starke
Zweifel, was die Tankkapazitäten des Bootes anbelangt. Das Frischwasser
wird anhand eines Durchlaufzählers berechnet. Demnach befänden sich in
dem Wassertank 300 l anstelle der ca. 350 l wie werftseitig angegeben. Um
den Dieseltank genau zu bestimmen, müsste ich den Tank leerfahren, was
ich natürlich nur sehr ungern
machen würde, weil man Gefahr liefe, irgendwo ohne Sprit liegen zu
bleiben. Werftseitig sind hier ca. 500 l getankt. Beim ersten Tanken
konnte ich nur 400 l einfüllen. Die Werft beharrt bis jetzt auf ihren
Angaben. Richtig „ beweisen „ kann ich ja bis dato nichts. Sie
meinten, die Zähler seien wohl irgendwie falsch geeicht. Eine
Antwort, die freilich wenig zufrieden stellen kann. Gibt es aus Ihrer
Erfahrung eine zuverlässige, technische Methode, Tankinhalte hinreichend
genau ( auf 10 oder 20 Liter käme es nicht an ) zu bestimmen ? Wäre sehr
nett, wenn Sie mir da weiter helfen könnten.
Frage von Frank-Ulrich Fuchs - Warum keine 24 Volt?
Hallo
Bobby,
was
ist der Grund für deine Aussage "12V - Alles andere wurde
bereut"? Warum wurde es bereut?
Ich
habe vor mir eine Reinke Yacht zuzulegen (Kasko von Werft, Innenausbau
selber) und wollte da eine 24V Anlage installieren. Alle notwendigen
Navigationsgeräte, sowie Lichtmaschine, Ankerwinsch, etc. sind
auch als 24V Variante erhältlich und auch im sonstigen Zubehörbereich
(LKW, Wohnmobil, Elektronikläden) sind alle möglichen Geräte verfügbar.
Der Charme einer solchen Anlage wären die kleineren Kabelquerschnitte,
passende Wasserdichte Schalter aus dem Industriebereich, sowie die Möglichkeit
verschiedenste Dinge mittels einer SPS zu überwachen und zu steuern
(Ladung der Batterien, Füllstände der Tanks, Beleuchtung, Temperatur
der Kühlschränke, etc.).
Du
sagst Solarpanel und Windrad sind nicht effektiv genug. Was hälst du
von Schleppdynamos. Vor einigen Ausgaben wurde in Testberichten der
Zeitschrift Palstek von guten Erfahrungen damit berichtet.
Frage von Marco Kyncl - Warum nicht Magellanstraße?
Sehr
geehrter Herr Schenk,
wieder
einmal fahre ich mit dem Finger über die Karte und bin beim Kap Horn
angekommen. Da
kam mir die Frage auf wieso eigentlich alle ums Kap Horn fahren und
nicht den vermeindlich sicheren Weg durch die Magellanstrasse meiden.
Frage von Jörn Hadenfeldt - Langfahrten auf Serien-Katmaranen
Guten Tag Herr Schenk,
als fleißiger Leser
Ihrer Bücher und der Bücher Ihrer Kollegen fällt mir auf, dass kaum
einer seine Reisen mit einem der Massenkatamarane von Fountaine-Pajot
oder Lagoon gemacht hat.Da ich selber in 3
Jahren die Welt näher kennen lernen möchte und mich als
Transportmittel für einen Katamaran entschieden habe, stellt sich mir
die Frage, welches Fabrikat denn dafür geeignet wäre. Bisher beschränken
sich meine Erfahrungen auf Urlaubscharter mit den üblichen Verdächtigen
– Lagoon 410 und 440, Dean, Belize,
Lavezzi. Dafür waren sie alle perfekt geeignet.
Das Schiff muss allein
zu handeln sein (ich werde zeitweise allein unterwegs sein) soll aber
„ein Leben lang“ benutzt werden – Für meine Reise plane ich
kein Zeitlimit und mache es so lange, wie es mir Spaß macht. Ihrer
(und anderen) Empfehlungen in anderen Beiträgen folgend gehe ich von
40-45 Fuß aus.Eine neuere Privilege
von 40-50 Fuß wird mein Budget nicht hergeben – Bei den
Anschaffungskosten habe ich mit insgesamt rund 300.000€ für ein
nicht allzu gebrauchtes Boot gerechnet. Oder ist „neu gebraucht“
(also 3-5 Jahre) gar nicht besser?
Frage von Christian Bauer - Hafenmanöver auf
Großsegler
Sehr geehrter Herr Schenk,
mein Interesse am Segeln ist in den letzten Jahren immer stärker
angewachsen. Während meines Studiums habe ich die amtlichen Sportbootführerscheine
für See und Binnen (Motor/Segel) abgelegt. Bislang beschränken sich
meine Erlebnisse leider noch auf das Jollensegeln im Binnenland. Zweimal
jedoch habe ich sehr interessante mehrtägige Ausflüge auf einem
Plattbodenschiff im Ijsselmeer und der Nordseeküste gemacht. Seit dem
bin ich sehr an der Geschichte und dem Leben auf alten Segelschiffen
interessiert. Es plagen mich dabei so viele Fragen, die ich mir selbst
über das Internet nicht beantworten kann. Die bedeutenste Frage gilt
den Hafenmanövern vergangener Zeiten. Wie kann ich mir das Treiben in
den Häfen zu Zeiten der Segler und Großsegler vorstellen? Ich habe
alte Bilder vom Hamburger
Hafen entdeckt, in denen Großsegler (Pamir,Passat) an Dalben
festgemacht wurden und deren Ladung mittels Schuten gelöscht wurde. Die
Segler stehen da dicht an dicht, so dass ich mir ein Anlegen unter Segel
kaum vorstellen kann. Wurden die Großsegler dieser Zeit ausschließlich
mit Dampfschleppern im Hafen bewegt? Bis wohin sind sie denn dann frei
gesegelt? Vor 1820 gab es ja gar keine Dampfschlepper, aber dennoch
recht große Segelschiffe. Wie kamen die in die Häfen? Es gab ja auch
später noch kleinere Ewer, gerade im Binnenraum. Die wurden doch
sicherlich nicht alle mit Schlepperhilfe an den Pier gebracht. Die
Plattbodenschiffe im Ijsselmeer hatten ursprünglich ja auch keine
Motoren. Unser Kapitän hätte seine Hafen- und Schleusenmanöver ohne
Motor so nicht fahren können. Wie ging das früher?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir ein paar Hinweise geben könnten.
Buchempfehlungen wären dabei auch sehr hilfreich.
Allgemein würde mich das Leben und die Technik auf solch alten Schiffen
interessieren. Gerade die alten Großsegler haben es mir angetan.
mit großem Interesse lese ich immer mal wieder in Ihrem Forum. Toll das
es das gibt, vielen Dank. Fast alle meine Fragen fanden bisher nach mehr
oder weniger langem Suchen ihre Antwort. Eine ist nach wie vor offen. Im
Moment befindet sich meine Weltumseglungs-Planung noch in der
finanziellen Machbarkeitsstudie. Eine wichtige Frage hierbei ist, wie
groß soll das Schiff denn sein? Immer wieder kommt da der Gedanke an
die Liegeplatz-Gebühren und die Frage, ob man mit einem großen Schiff,
denn auch immer ein Platz findet....
Jetzt lese ich aber bei Ihnen, dass er Weltumsegler eigentlich gar nicht
in einen Hafen einfährt, sondern meist vor Anker geht. Das hört sich ja
super an, insofern ich dem Hafenflair auch gar nicht so viel
abgewinnen kann. Nun meine Frage: Kann man das Schiff denn dann auch
guten Gewissens alleine zurücklassen? Ich will ja was sehen von der
Welt und natürlich an Land gehen, vielleicht sogar so weit, dass ich
auch über Nacht gar nicht zurückkommen möchte an Bord.
Jetzt lese ich aber an anderer Stelle, dass z.B. eine Versicherung es
als fahrlässsig einstuft, wenn ich keine Ankerwache halte und sich möglicherweise
aus der Zahlpflicht befreit. Aber auch wenn ich an Bord bleibe, möchte
ich ja nicht jede Nacht Ankerwache halten müssen.
Kurzum: Muss ich, wenn ich das Schiff alleine lassen möchte (und das
will ich auf jeden Fall), dann nicht doch ständig einen Hafen anlaufen?
...und
so reift der Gedanke, mir eine "Mobilie" in eine
dortige Marina zu legen, wohin ich mich vielleicht schon
donnerstags zurückziehe, um mich montags erst nach dem
Berufsverkehr wieder in Richtung Büro aufzumachen. Es kommt mir
dabei auf einen hohen Wohnwert an, denn meine Frau ist nicht so
segelbegeistert und mein Sohn erst vier Jahre alt. Später will
ich die Möglichkeit haben, das Schiff ins Mittelmeer zu
verlegen, und noch später, wenn ich dann endgültig Ruheständler
sein sollte, damit auf größere Fahrt zu gehen.
Das
geeignete Schiff nun schien mir ein Katamaran zu sein, weshalb
wir vor zwei Jahren erstmals mit einer Lagoon 380 die Sporaden
abgesegelt sind. Dieser Kompromiß hat prima funktioniert. Meine
Frau genoß die Großzügigkeit, den Komfort und das lichte
Ambiente mit der Rundumsicht des Salons. Lediglich fehlte es mir
an Segelleistung, was aber wohl eher ein Problem des Typs ist.
Beim Lesen des Watson-Buches allerdings kommen mir Zweifel. Die
junge Dame ist mir ihrem Schiff mehrfach gekentert, und ich
erinnere mich da auch an Szenen bei Naomi James. Diese Schiffe
richten sich nach einer Kenterung, sofern sie an Deck nicht platt
wie ein Open 70 sind, in der Regel wieder auf. Beim Kat ist
jedoch das Ende der Reise erreicht.
Meine
Fragen an Sie als erfahrenem Kat-Langfahrer:
1.
Ab wann wirft es einen Kat um?
2.
Hatten Sie davor nie Angst?
3.
Kann man mit heutigen Möglichkeiten ernsthaft schwerem Wetter
immer ausweichen?
4.
Wenn es einen sicheren Kat geben sollte, wie groß müßte der
dann sein?
5.
Geht ein Kat dann verloren, oder läßt er sich möglichweise
mit fremder Hilfe wieder aufrichten?
oder
6.
Mache ich mir möglicherweise zu viel Gedanken?
Wenn
Ihnen die Beantwortung meiner - vielleicht schon oft gestellten
- Fragen lästig ist, kann ich das gut verstehen. Sicher haben
Sie für den Fall Hinweise auf Stellen in Ihren Büchern oder
auch auf Ihrer Seite, an denen dieses Thema behandelt wird.
Anderenfalls würde ich mich über eine Stellungnahme, auch zu
meinen Gedanken, von Ihnen sehr freuen.
die frage deutscher kompass in neuseeland hatten Sie ja schon
beantwortet. Da ging es aber um die neigung (Inklination).
Ich hab eine aehnliche frage: Mein kompass zeigt norden 30grad zu
oestlich an. Benoetigt man einen korrektur faktor? Wenn ja woher kann
man diesen beziehen oder wie kann man diesen bestimmen?
Sehr geehrter Herr Schenk,
Ich heiße Thomas F., komme aus Immenstadt (Bayern, im Allgäu) und bin 14 Jahre alt.
Ich denke schon seit ich 9 Jahre alt war über eine Einhand-nonstop-Weltumsegelung nach. Nun bin ich zu dem Entschluss gekommen solch eine Reise durchführen zu wollen. Da ich später wenn ich einen Job haben werde nicht mehr so einfach um die Welt segeln kann!! Daher möchte ich nun solch ein Projekt starten.
Leider bin ich nach einigem Nachdenken darauf gekommen, dass ich irgendjemanden brauche der mit mir dieses Projekt starten könnte, alleine ist dies fast unmöglich!!
Deshalb musste ich sofort an Sie denken, der 3-mal um die Welt segelte. Sie sagten ja auch in einem Interview mit der Yacht, dass sie sich wünschen würden, dass noch mehr junge Menschen solche "Abenteuer" planen. Dazu ermutigt das alles umzusetzen, hatte mich das Buch von Jessica Watson.
Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen.
als Schüler am Gymnasium habe
ich ein Seminararbeit zum Thema "Navigation mit Hilfe von Himmelskörpern"
zu verfassen. Ich erkläre in der Arbeit die Sextantenmessung und bin jetzt
so weit, dass nach der Beschickung die wahre Höhe vorliegt.
Wie aber wird diese wahre Höhe
im Zusammenhang mit der Höhenmethode von Hilaire verwendet/benötigt?
Und wie ist der logische (Rechen-)Weg
nach Hilaire,um von der wahren Höhe auf die eigene Breite und Länge zu
kommen?
Hallo
lieber Herr Schenk,
als Besucher des Blauwasserseminars 2009 und nach Studium Ihrer
Website/des Buchs habe ich ein Frage an Sie zum Thema Auswahl des
Schiffes fürs Langfahrtsegeln:
Welchen Kat (Länge) halten Sie für zwei Personen auf Langfahrt für
geeignet und weitestgehend sicher (für die Passat- oder Barfußroute)?
Da es ein 2nd Hand Schiff sein darf (muss) und das Budget bei ca.
200.000 Euro liegen soll, komme ich auf Schiffe wie Belize
43 oder Lavezzi 40. Einen großen Privilege werde ich für das Geld wohl
kaum bekommen.
Sie sagten im Seminar, dass ein Kat zwar prima sei, jedoch eine Menge
Erfahrung im Bau erfordert. Mit welchen Herstellern würden Sie noch
einmal um die Welt segeln? Nur mit Jeantot, bzw. Alliaura Marine als
Nachfolger oder auch mit den o.a. Modellen bzw. Herstellern?
Abschließend muss ich noch erwähnen, dass ich gerade mal 3.000 sm
Erfahrung auf Monohulls habe, jedoch nur mal eine Woche auf einem
Nautitech 39 Kat mitgesegelt bin.
Ich habe die absicht nach ein langes leben als arbeiter mir ein eigenen kat zu bauen oder zu erwerben, warscheinlich in NZ da ich in australia ,sydney ,einige jahre verbracht habe. trotzdem bin ich ein anfanger.
nun hier sind meine fragen,
1.
welchen nachweis muss ich erbringen das das selbsgebaute boot auch mein eigentum ist. und international annerkannt wird
das gilt auch fuer ein gekauftes.
2.
muss ich ein internationalen segelschein haben wenn ich die naechsten yahre segeln moechte,( ich denke hier an eine lange zeit)
3
muss ich als fahrtensegler eine internationale versicherung haben ( was ich nicht hoffe) und muss ich unter eine bestimmte landesflagge fahren.
wie gesagt ich bin ein anfaehnger und auch zu sehr deutscher nun nach langen yahren schufterei habe ich kein bock spaeter auf einer parkbank zu sitzen und ueber meine verflossenen jahren nachzugruebel . zudem wolte und war es schon immer mein traum auf den weltmeeren zu segel.
nun ist es zeit diesen traum mit 45 zu verwirklichen .
Hallo Bobby,
bin z. Zt. dabei, meinen 42-Fuß Katamaran für die geplante Weltumsegelung auf der Barfußroute auszurüsten.Zu dem Thema Seeanker - in Ihrem Buch "Fahrtensegeln" auf S. 234 Fallschirm-Treibanker bezeichnet - hätte ich gerne Ihre Meinung.
In "Blauwasser Segeln" empfehlen Sie auf S.346 andere fahrthemmende Gegenstände wie Leinen u. Trossen in Buchten o. auch Autoreifen nachzuschleppen.
Diese Art der Geschwindigkeitsreduzierung kann selbstverständlich auch bei einem Katamaran angewendet werden, jedoch wären wegen der größeren Windangriffsfläche
und Geschwindigkeit entsprechend mehr Gegenstände erforderlich.
In div. Verkaufskatalogen werden auch großformatige Seeanker speziell für Katamarane angeboten, die nicht über Heck nachgeschleppt werden, sondern am Bug über eine Hahnepot befestigt werden sollen. Eine einfache Anbringung, aber bringt das nicht Nachteile wie die größere Gefahr des Querlaufens des kaum steuerbaren Schiffes bei zeitweise loser Ankertrosse?
Die einfachste und kostengünstigste und damit auch von mir bevorzugte Möglichkeit wäre sicherlich das Nachschleppen von Gegenständen, wie von Ihnen empfohlen, solange nicht zuviel von diesen notwendig
werden. Ist das Ihrer Erfahrung/Meinung nach auch bei einem Katamaran die geeignetste Lösung?
In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Jauß
letztes Wochenende herrschte zwischen Gedser
und Kühlungsborn am westlichen Rand des Verkehrstrennungsgebietes KadetRinne plötzlich
pottendicker Nebel und das auf einer Strecke von mehreren Seemeilen.
Wir haben ein Aluschiff, einen "besseren" Radarreflektor aber weder
Radar noch AIS an Bord.
Klar: Schwimmwesten an,"Have a sharp lookout", UKW war sowieso
eingeschaltet.
Die Diskussion drehte sich um die "sicherste" Geschwindigkeit:
Speed reduzieren wie man es Autofahrer gewohnt ist ?
Dort fährt man gewissermaßen im Gänsemarsch und hat Sorge vor dem nicht
erkennbaren Vordermann
Oder
Höchstmögliche Speed und "Alles klar zur Wende" um im Falle eines
kurzfristig auftauchenden Dickschiffes mit maximaler Geschwindigkeit
ausweichen zu können.
Uns interessiert Ihre Meinung als Segler und Jurist.
Vielen Dank !
Mit freundlichem Gruß
Dr med Jörg Steffen
Sie führen auf Ihren Seiten mehrere Beispiele an, wo durch Blitzschlag die gesamte Elektronik einer Yacht ausfiel. Kennen Sie Beispiele, wo auch der Motor ausfiel? Ich könnte mir vorstellen, dass die elektronischen Bauteile in Regler oder Lichtmaschine betroffen sein könnten.
Mich interessiert diese Frage auch deshalb, weil in Zukunft aufgrund immer strengerer Umweltschutzbestimmungen vermutlich auch Bootsmotoren, die ja heute noch ziemlich robust ("primitiv") gebaut sind, mit einer elektronischen Steuerung ausgerüstet werden. Bei den Motoren von Volkswagen Marine ist das schon so.
Ich habe Volkswagen angeschrieben, ob es eine Art Notlauf gäbe, wenn die Elektronik ausfiele, und bekam am 13. Februar folgende Antwort:
Ihre Frage können wir leider nicht sofort umfassend beantworten.
Sollte die Elektronik des Motors jedoch durch einen Blitzschlag geschädigt
sein,
so wäre ein Notlauf nicht mehr möglich. Wir werden versuchen eine
weitergehende
Antwort in Kürze nachzureichen.
Eine "weitergehende Antwort" habe ich leider nicht bekommen.
gerne
möchte ich mich mit einem Anliegen, d.h. einer Frage an Sie wenden.
Ich
interessiere mich für die Funktion des Sextanten, vor
allem, um nachvollziehen zu können, wie in früherer Zeit die
Navigation damit erfolgen konnte.
Dazu
habe ich den Sextanten von Astromedia, der sehr schön für meine
Anschauungszwecke funktioniert.
(Sie
haben ja selber einen schönen Artikel in "Yacht" 16 / 2000
dazu geschrieben, den mir Herr Hünig von 'Astromedia' netterweise
zugeschickt hatte).
Wenn
ich nun eine Messung ausführe, erhalte ich einen Wert in °.
Hiervon
muß ich den Sonnendeklinationswert (zw. +23° und -23°), den ich in
einer Tabelle ablesen kann, abziehen.
Diesen
erhaltenen Wert, von 90° abgezogen, ist die geographische Breite.
Meine
Frage:
Ich
kann diesen Sonnendeklinationswert, wie gesagt, in Tabellen nachlesen.
Wie
aber machten es die früheren Navigatoren?
Woher
hatten die die Tabellen zur Sonnendeklination?
Die
konnten doch wohl solche Tabellen, die sich ja auch jährlich ändern,
noch nicht haben?
Eine
zweite Frage, zu der ich auch noch keine mir verständliche Antwort
gefunden habe:
Wie
hat man den Längengrad vor der Entdeckung / Einführung des
Chronometers gemessen?
Ich
würde mich sehr freuen, wenn Sie mir zu einer Antwort auf eine - auf
mich bezogen - Uralt-Frage verhelfen würden.
Trotz
aller Recherchen habe ich bisher keine plausible Antwort finden können.
Sehr geehrter Herr Schenk,
ich möchte mich so vielen anderen Fragestellern anschließen und Ihnen Dank sagen, Ihre Hompage ist wirklich eine
exzellente Fundgrube für angehende Blauwasser-Segler !
Leider konnte ich meine Fragen nicht persönlich loswerden, da Ihr Blauwasserseminar in HH viel zu schnell ausgebucht war.
Nun zu meinen Fragen:
Wassermacher
Wenn ich Ihre Aussagen richtig interpretiere, verlassen Sie sich auch auf längeren Reiseabschnitten ausschließlich auf dieses tolle Gerät. Arbeiten diese Geräte tatsächlich so problemlos und störungsfrei, das Sie diesbezüglich auf jedes Backup verzichten ? Welches Gerät haben Sie installiert ?:
Passatsegel/Parasail
Ursprünglich wollte ich ein zweites Vorstag riggen, um ggf Passatsegel fahren zu können. Wenn ich die Kommentare zum Parasail studiere, kann ich auf diesen Aufwand wohl verzichten. ( Meine in zwei Jahren geplante Route wird wohl ziemlich in Ihrem Kielwasser liegen) Stimmen Sie mir zu ?
....
Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen und Ihrer Frau noch eine schöne Zeit im malayischem Paradies.
Ihr Dieter Blass
Seit Jahren habe ich irgendwie mit Ihnen zu tun. Ich erinnere mich noch an einen Segel-Vortrag vor ein paar
Jahrzehnten in Zürich, wo Sie erzählten, dass Sie mit nur einer Hand voll Liter Kraftstoff in Ihrem
Motorflugzeug in Südamerika ankamen. Das hielt ich – als aktiver PPLer für überaus
Leichtsinnig und machte mich über Ihre Einstellung zur Sicherheit nachdenklich.
Natürlich habe ich als überzeugter Monohullbesitzer (
Oceanis 44cc ) seit 10 Jahren Liegeplatz Las
Palmas, mitbekommen, dass Sie einen Kat gekauft haben. Nachdem ich in der Karibik mal so ein Monstrum, mehr als
Badeplattform, gechartert hatte war dies für mich eher etwas absonderlich. Letzten Sonntagmorgen beim Frühstück und „träumen“
vom nächsten Boots-Urlaub auf den Kanaren erklärte mir meine 8 Jährige Tochter kategorisch, dass
Sie es leid sei mit Mutti „kotzend“ und im „Keller“ schlafend Ihren
Urlaub zu verbringen und warum ich nicht auch einen Kat habe. Wir waren auf den Kanaren bei einem befreundeten Ehepaar
auf seinem neuen „Wohnboot“ Lagoon 440 zum Aperitif eingeladen. Irgendwie viel es mir es jetzt wie Schuppen von den Augen
und es begann die Suche oder besser gesagt das Fieber „Neukauf eines
Schiffes“ > Katamaran. Es fiel mir natürlich sofort Ihr Name ein und die folgende
Woche verbrachte ich die Nächte ( Meine Frau konsultiert schon einen
Scheidungsanwalt) ausschließlich auf Ihrer Webseite beim studieren Ihrer
Meinungen und Empfehlungen.
Jetzt habe ich an Sie folgende Fragen und ich hoffe Sie
nicht zu nerven :
ØIhre Privileg – scheint wirklich ein schönes
und stabiles Schiff zu sein. Es gibt aber für mich 2 Fragezeichen die Sie mir
beantworten können :
1. Der doch „happige“ Preis. Ist das Schiff
wirklich diesen doch horrenden „Mehrpreis“ wert ?
2. Das Konzept der sehr schrägen Fenster und der
doch damit verbunden starken „Aufheizung“.
Sie verschmähen ja übrigens auch – mit Recht –
Teakdecks.
ØIhre immer wiederkehrende Aussage : „über
14m würde ich wieder einen Kat kaufen“. Haben Sie Bedenken bei einem Schiff
mit nur 12,60m ? .
ØNach längerem Suchen ist mir nämlich
aufgefallen, dass ein neues Schiff dieser Länge, und ich denke diese Größe reicht für unser kleine
3köpfige Familie, die 421 von Lagoon, in der besten Ausführung neu,
nicht mehr kostet wie die derzeit angebotenen Gebrauchten der „Edelmarken“. Auch der „Wohnraum“ der 421 ist konkurrenzlos.
Über die Verarbeitungsqualität kann ich natürlich
nichts sagen, will aber in 14 Tagen zur Kat messe nach Frankreich um einen
Eindruck zu bekommen. Lagoon gehört ja mit Beneteau zu den größten Werften
und ich kann mir nicht vorstellen dass da viel gepfuscht wird. Da der Beneteau Händler in Las Palmas mich auch
heute (mehr oder weniger, wie
in Spanien eben üblich) betreut, wäre auch der Service vor allem in der
Garantiezeit sichergestellt.
ØNoch vor kurzem war ich beinahe bereit mich
mehr auf die Suche nach einem „altersgerechten wohnen“ umzusehen, jetzt
Kat-beflügelt denke ich obschon 62J doch noch, mit so einem Komfort über den
Teich zu gehen und Südamerika zu besuchen.
Deshalb überlege ich laut Theorie B. Schenk :
Kein Generator > 220V Lichtmaschine am Motor der
sowieso jeden Tag laufen soll ! Diese Aussage verstehe ich deshalb nicht ganz, da
ich von keinem Motorenhersteller diese Aussage gehört habe, das tägliches
warmlaufen die Maschine schont. Im Gegenteil, bei jedem kalten Starten des Motors
ist generell die größte Abnützung ( fehlender Schmierfilm). Ich bin selbst Kfz-Meister und habe auch bei den
Autos (etliche „Oldtimer“ die nur selten bewegt werden) nie diese Theorie
gehört und befolgt. Der Salzgehalt in der Ansaugluft ist unbedeutend.
Ein Generator ist heute sehr leise, zuverlässig und
verbraucht sehr wenig Kraftstoff.
Mein Volvo Motor musste ich schon ersetzen (
Materialfehler Kolbenriss ) mein Generator schnurrt unentwegt obwohl schon wegen
unbeobachtetem Kühlschlauchbruch absolut heißgelaufen !
ØKeine Davids > Windfahnensteuerung.
Davids sind bei einem Kat natürlich schon eine
feine Sache da das Beiboot mühelos gesichert werden kann. Bei meinem jetzigen
Schiff ist die elektrisch-hydraulische Autopilotsteuerung nie ausgestiegen und
das bei Sturmstärken wo ich von Hand die größten Probleme hatte das Schiff
schön auf Kurs zu halten. Bei einem Kat mit festem langen Cockpitdach habe ich
sowieso bedenken dass die Windfahne noch richtig reagiert.
ØIn der Anlage habe ich eine kleine Ausrüstungsaufstellung
bei denen Ihnen vermutlich die Haare zu Berge stehen.
ØWenn Sie die Zeit finden dies alles kurz
anzusehen, was zugegebermaßen schon eine Zumutung ist und auch noch kurz
kommentieren, schließe ich Sie in mein nächstes Nachtgebet mit ein und besuche
generell alle Kurse und Seminare die Sie in den nächsten 20 Jahre anbieten. Die meisten Bücher habe ich eh.
Viele Grüße und Danke, wenn Sie es überhaupt bis hierhin
geschafft haben.
Lieber Herr Schenk,Sie sind ein sehr kompetenter Blauwassersegler mit
guten Fachberichten auf Ihrer Homepage.Ich möchte Sie dazu ermuntern,dieses
Thema für uns Segler zu bearbeiten.Wie groß ist die Gefahr für
Holz-,GFK-und Stahlyachten?
Gibt es Unterschiede zwischen auf dem Deck stehenden und durchgesteckten
(auf dem Kiel stehenden)Alumasten? Welche Probleme sehen Sie bei
Doppelboden-GFK-Jollen mit Alumast, wo ja eine Blitzableitung ins Wasser
fehlt? Schlägt der Blitz hier ein rießiges Loch? Die Frageliste könnte
man noch verlängern. Ich würde mich auf einen Beitrag von Ihnen freuen.
vielen herzlichen Dank für Ihren sehr
interessanten - und wie immer rhetorisch perfekten - Vortrag auf der Boot
in Düsseldorf. Ich komme gern auf Ihr Angebot zurück, Ihnen meine FRage zum
Ankergeschirr zuzumailen:
Wir möchten mit unserem Schiff (17t Alu-Ketsch
46 ft Mono, hydr. Ankerspill für 10 mm Kette, Hauptanker D'Hone, 35 kg,
geplanter Zweitanker Bügel 27kg mit Vorlauf an Trosse) auf weltweite Fahrt
gehen. Wir haben uns - trotz Ihrer Warnung - für eine Edelstahlkette
entschieden, da wir hoffen, daß der Stahl 1.4462 ("Duplex") als (nach
unseren Recherchen) bestes Material auf dem Markt doch eine zuverlässige Kette
abgibt.
Vor Ihrem Vortrag wollten wir diese mit Leine
verlängern und hatten daher 80 m Kettenlänge eingeplant. Halten Sie
diese Kettenlänge bei einer Weltumsegelung auch ohne Leinenverlängerung für
ausreichend?
Besten Dank für Ihren Rat und liebe Grüße auch an
Ihre Frau
Hallo Herr Schenk,
ich habe Ihre Artikel über den Parasailor mit großem Interesse gelesen.
Die meisten neuen Kats haben keine richtigen Achter- bzw. Backstagen, dazu ein Problem aus/mit einen KAT Handbuch.
Im Handbuch einer Bahai 46 wird (vor diesem Hintergrund ?) ausrücklich davor gewarnt die Genua ohne Groß zu setzen.
Zu Spinnaker bzw. Parasailor habe ich keine Passage gefunden, aber wegen der ähnlichen Lastverteilung dürfte ich dann den Parasailor/Spinnaker wohl auch nicht ohne Groß setzen. Dadurch würden aber der Handlingvorteil des Parasailors eliminiert.
Ein befragter Verkäufer (eines anderen Katherstellers) meinte, ich könne den Parasailor ohne Groß fahren, sollte dann aber Dirk und Großschot fest durchsetzen.
Wie ist das bei Ihrem Kat und was halten Sie von der Thematik, sollte man das Handbuch hier ignorieren, sind die Handbücher übervorsichtig ?
Der Hintergrund der Anweisung ist mir sowieso nicht ganz klar. Abgesehen davon, dass man generell das Rigg gleichmäsig belasten sollte, dürfte doch einem Segeln nur mit Parasailor, Groß oder Genua bei moderaten Windverhältnissen nichts im Wege stehen.
Sie schrieben zum Parasailor, dass sie Ihn eines Nachts stehen hatten, als sie von über 40kn Wind überrascht wurden, wie reagieren Sie in einer solchen Situation, erst Schoten fliegen lassen dann bergen ?
Vielen Dank und viele Grüße
Stephan
Guten Tag, Herr Schenk,
ich hoffe es geht Ihnen gut und auf Ihrem Schiff ist alles im Lack - oder
wie man das sagt.
Ich bin gerade von einer Segeltour aus Schweden übe die Ostsee zurück und
wir sind Wochen nicht aus dem Ölzeug herausgekommen. Schlecht war es uns
teilweise wegen der Wellen auch. Wir hatten uns extra ein Logbuch
angeschafft und dies auch gewissenhaft geführt. Nur:
Dabei sind einige Fragen aufgetaucht, die Sie evtl beantworten können:
1) Wie schreibt man in dieses Logbuch, wenn es heftig schaukelt?
2) Tragen Sie auch alle 2 Stunden den Barometerstand ein? Wenn ja, wie groß
ist Ihr Instrument? Ich bin 46 Jahre, trage wegen meiner Kurzsichtigkeit
beim Segeln Kontaktlinsen und kann die Zahlen nicht lesen, muss ich mir ein
größeres Instrument kaufen?
Und 3) als wichtigste Frage:
Wie messen Sie die Wellenhöhe, womit, und von wo nach wo und welche Welle
oder welche Wellenmenge/-dichte nehmen Sie um eine mittlere oder maximale
Wellenhöhe zu bestimmen?
Vielen Dank für Ihre Antwort und Bemühungen
Mit freundlichen Grüßen
Dr. K. Röhl
Hallo Herr Schenk, oder darf ich Bobby schreiben?
Ich hätte da mal eine Frage. Ich bin recht neu als Segler, habe aber mehrere Jahrzehnte als Motorbootfahrer auf dem Buckel und darf schon behaupten, als Seefahrer einige Erfahrung zu haben.
Nun werde ich von Hartgesottenen im Yacht - Forum gescholten, weil ich folgende Meinung vertrete:
Komme ich mit meiner Segeljacht in die Bedrängnis, an einer Küste bei auflandigem Wind auf Legerwall zu geraten, nehme ich die Maschine. Dabei gehe ich selbstredend davon aus, dass die Maschine mehr leiset, als für das Erreichen der Rumpfgeschwindigkeit erforderlich ist. In meinem Fall habe ich in meiner Bavaria 37C einen Volvo D2- 40. Der schiebt so gut, dass der Bug bei Volllast versucht, auf seine eigene Welle zu klettern und das Heck in das selber gegrabebe Wellental fällt. Mehr Tempo geht also nicht.
Komme ich nun in die eingangs beschriebene Bedrängnis, kann ich demnach mit der maximalen Geschwindigkeit, die mein Boot erreichen kann, und im bestmöglichen Winkel flüchten. Sicher werden Wellen gewaltig bremsen, aber das tun sie bei einem Boot unter Segel auch.
Salzbuckel schelten mich nun mit der Behauptung, dass nur Segel ein sichers Mittel wären, um von eine Küste frei zu kommen. Die Begründung lautet, ein Segelboot sei ein Segelboot und ein Motor könnte nie das schaffen, was die Lappen leisten.
Ich kann das nicht verstehen. Mehr als Rumpfgeschwindigkeit ist auch unter Segel bei einer Kieljacht nicht drin. Zudem muss bei der geschilderten Notlage aufgekreuzt werden. Das kostet Weg und Zeit. Hinzu kommt noch, dass die Segel bei Starkwind gerefft sein werden. Unter Segel sind Fehler zudem, zumindest für einen Anfänger, eher drin wie unter Motor, meine ich.
Was ist nun dran an der Behauptung, dass Freisegeln viel sicherer sein soll als Freimotoren?
Immer Handbreit!
Alfred Santfort
Frage von Markus Awe
Hallo,
ich bin zufällig auf ihre seite gestossen und wollte ihnen zu der gelungenen Darstellung ihrer Fahrt mit der Thalassa gratulieren. Gleichzeitig wollte ich ihnen aber auch eine Frage stellen in Bezug auf die "Segelbarkeit" eines Kats durch 2 Personen:
Ein Bekannter liebäugelt mit einem sehr großen schiff, wohl ab 27m aufwärts. Allerdings will er das ganze mittels weitgehender Automatisierung mit 2 Personen ohne Crew segeln.... Ich habe bis jetzt nur Erfahrung mit Einrümpfern und dabei auch nicht in diesen Dimensionen. Da ich aber zufällig auf ihre Seite gestoßen bin, dachte ich, fragen kostet ja nichts.
Vielen Dank schon im Voraus
Markus Awe
Sehr geehrter Herr Schenk,
leider beschäftige ich mich weiterhin nur in der Theorie mit dem längeren
Aufenthalt auf See. Dennoch bin ich mal wieder über eine Frage gestolpert, bei der
ich mir Ihre fachliche Meinung erhoffe.
Aus privaten Gründen haben wir uns eine Hängematte angeschafft (~100 EUR), die
sich als Notbett in der Familie inzwischen größter Beliebtheit erfreut. Bei einem
Abstand der Aufhängepunkte von 4 m (Stofffläche ~3.0 m x 2,5m) bietet sie wenn man
in Längsrichtung liegt einen schützenden Schlauch von vielleicht 50 cm Durchmesser
für eine Person. Auch ein Schlafen zu zweit mit Kind ist möglich. In Querrichtung
liegend ist sie für bis zu drei Personen als "Aufenthaltsort" akzeptabel. Man
schläft extrem rückenfreundlich und das leichte Wiegen erinnert uns als Landratten
an schöne Urlaubstörns.
Und hier kam der Punkt. Die Hängematte ist (war) ja das klassische Bett des
Matrosen auf Mehrmastern. Nun lese ich mit von Weltumsegelungen, bei denen der
Salon zur Liegewiese für Familien umgebaut wird. Sehe auf Regattayachten mehr oder
weniger unbequeme Pritschen mit einstellbarem Lagewinkel. Lese in Testen von
Yachten über die Langfahrttauglichkeit von Leesegeln oder das Problem von
Staunässe unter Matratzenkonstruktionen - und die entsprechenden teuren Lösungen
zu deren Beseitigungen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass beim Amwindkurs mit
entsprechendem Seegang ein Schlafen im Vorschiff und Heck quasi unmöglich ist.
Nun sind die heutigen Yachten, Einrümpfer oder Katamaran, hinreichend bemessen.
Bereits ab 40 Fuß ist sogar eine Montage einer Hängematte quer zur Fahrtrichtung
denkbar. Sie würde den Vorteil bieten jeweils eine Bewegungskomponente, das Rollen
oder Nicken, Prinzip-bedingt auszublenden. Auch Resonanzeffekte sind kaum zu
befürchten, ähnlich wie bei einem halb-kardanisch aufgehängten Herd oder
Salontisch. Alleine mit der Einschätzung ob nun eine Montage in Längs- oder
Querrichtung zum Schiff sinnvoll ist tue ich mir schwer. Aber aus der
theoretischen Überlegung heraus würde ich sagen, man sollte lieber auf die
komplexen Einbauten für Betten im Vorschiff verzichten, und ein paar massive Haken
im Bug einlaminieren, rund um die Maststütze, am Niedergang und jeweils auf Höhe
der Wantendurchführungen im Salon vorsehen, und dann je nach Bedarf und Kurs die
Koje "Hängematte" aufhängen.
Gibt es aus Ihrem Erfahrungsschatz irgendeine Beobachtung, die diese theoretische
Überlegung für Yachten stützt oder wiederlegt? Die Lösung scheint komfortabel,
einfach und kostengünstig - es liegt also nahe etwas übersehen zu haben.
Vielen Dank,
mit freundlichen Grüßen
Thorsten Kern
Hallo Herr Schenk
Ich möchte Ihnen hier eine persönliche Frage stellen, ohne die
Diskussion über die Vor- Nachteile von Katamaran und Mono wieder zu
eröffnen.
Würden Sie mit Ihrem Katamaran um Kap Hoorn segeln ?
Gruss
Artur Nestel
Hallo Herr Schenk,
ich habe 1976 bei der Bundeswehr einen Bootsführerschein Binnen erworben, und beabsichtige
in naher Zukunft doch mit dem Segeln zu beginnen, wobei ich mich auf eine Bavariajacht Typ 34
entscheiden würde, insbesondere unter dem Ausblick das ich in einigen Jahren eine mehrjährige Fahrt
unternehmen möchte (übrigens ich bin 56Jahre alt und meine Frau 55Jahre und wir haben noch nie gesegelt).
Nun zu meiner Frage, wo wäre nach ihrer Ansicht die beste Möglichkeit kompaktes Wissen zu erwerben
bzw. was würden Sie mir zu meinem Vorhaben empfehlen? Es würde mich freuen eine Antwort zu erhalten.
Mit freundlichen Grüßen
A.Arnold
Hallo Bobby,
ich habe gerade noch einmal deinen diesbezüglichen Beitrag durchgesehen und mir stellt sich spontan die Frage wie weit (energiewirtschaftlich gesprochen) ein Ansatz über Schiffsdiesel, Lichtmaschine,
Regler und Batterien noch aktuell ist…
In einer der letzten Fachzeitschriften war ein umfassender und einleuchtender Beitrag zum Thema Hybridantrieb, ausgehend von den Erfahrungen in der Automobilindustrie und anderswo: Wie ich es verstehe ist der Ansatz, mittels eines passend abgestimmten Generators und modernen Akkumulatoren einen Elektromotor zu betrieben, aus mehreren Gründen wirtschaftlicher, umweltschonender und zuverlässiger: Eine höhere Energieausbeute als bei einem „klassischen“ Diesel, weniger Platzbedarf, leichte, kompakte Bauweise, weniger Teile („was nicht da ist kann nicht kaputt gehen“), etc.
Ich denke gerade über die Erneuerung des Schiffantriebs unserer NOEL nach (holl. Stahlkutter aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, 32 Fuß bei ca. 7 t Verdrängung, derzeit mit einem 18-PS-Yanmar betrieben), wo allein schon einmal aus Platzgründen eine Alternative zum Diesel sinnvoll erscheint.
Hast du langfahrtmäßig schon von Seglern gehört bzw. vielleicht schon getroffen, die diesen Schritt gegangen sind und erste Erfahrungswerte einbringen? Elektroantriebe (s. Kräutler) gibt’s binnen ja schon länger, gerade auch in Oberbayern und Österreich, aber wie weit sich diese Lösung schon „auf Strecke“ bewährt hat ist mir so noch nicht bekannt…
Immer eine Handbreit Rotwein in der Steuerbord-Bilge J und beste Grüße an Carla,
Andreas Zimmer
Hallo Herr Schenk,
ich habe mir Ihr Buch Astronavigation gekauft und bin gerade dabei,
mir das Thema Kapitel für Kapitel zu erarbeiten.
Eins kann ich bereits sagen: Es fasziniert mich jetzt schon sehr!
Einen Sextanten habe ich noch nicht, aber sobald ich ihn haben
werde, stellt sich mir folgende Frage:
Wie kann ich ohne Horizont (also z.B. in meinem Wohnort München)
mit dem Sextanten üben, um etwas Routine und Sicherheit zu gewinnen?
Herzliche Grüße,
Michael Thiele
Hallo Bobby Schenk,
ich heisse Mirko Ihrig und studiere Industriedesign an der Hochschule in Kiel. Zur Zeit schreibe ich meine Abschlussarbeit zu dem Thema "Trinkwasser auf dem Meer".
Im Zuge meine Recherche habe ich Ihre Seite gefunden und einige sehr interessante Berichte zu den Themen Watermaker oder auch Rettungsinseln gelesen.
In meiner Abschlussarbeit geht es darum neue Produktideen zu entwickeln um Trinkwasser zu gewinnen. Also neue Einsatzgebiete zu erschliessen oder neue Techniken zu verwenden.
Ich habe einige Ansätze, die ich allerdings nur teilweise beurteilen kann, da ich etwas größeres als eine Jolle noch nicht gesegelt bin. Ich bin quasi ein Laie. Deswegen dachte ich, ich wende mich an Sie, einen Fachmann.
Zum Beispiel ob sich eine kleine Entsalzungspumpe (z.B. Katadyn Survivor 06) auf einer Rettunginsel lohnen würde? Oder ob man dank GPRS so schnell gefunden werden würde, dass sich die Investition nicht lohnt?
Könnte man die den Rettunginseln beigelegten Not-Packs vielleicht so erweitern, dass eine Wassergewinnung möglich wäre?
Oder vielleicht wäre eine kleine mit Windkraft betriebene Anlage auf dem Deck, die man im Notfall mitnehmen könnte, interssant?
Wie sie sehen hätte ich einige Fragen an Sie. Vielleicht hätten Sie ja die Zeit kurz darauf zu Antworten...?
Oder haben Sie vielleicht sogar irgendwelche konkreten Ideen, wo Sie sagen: Soetwas müsste es doch geben oder könnte man verbessern?
Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen auf jeden Fall freuen, denn ich glaube Sie könnten mir wirklich weiterhelfen.
Einen schönen Gruß aus Kiel
Mirko Ihrig
Guten Tag Herr Schenk
eine grundsätzliche Frage zur Sicherheit im Segelyachtbau:
Sind alte, schwerere Stahlyachten sicherheitsmässig veraltert,weil zu schwerfällig
in stürmischer See? (zum Beispiel eine Reinke Secura Stahlknickspant).
Ein Bootsbauer sagte: Heute wird leicht gebaut; dank Highttech-Kunststoffen ist
dies besser und genug robust. Im Sinne "leichtfüssig durch die aufgewühlte See".
Und was halten sie sicherheitsmässig von hydraulischen Schwenkkielen bei
Fahrtenyachten zum trockenfallen und fahren auch in seichten Gewässern?
Danke für Antwort im voraus.
herzlicher Gruss
Andres Gyssler
Bei der Wahl eines Langfahrtkats mit sehr kleiner Crew (1-2 Pers.) interessiert mich Ihre Einschätzung:
Bei den Überlegungen zur konstruktiven Sicherheit findet man 2 gegenläufige Argumentationen:
a) Stummelkiel - er bricht nicht bei Kontakt bei Hindernissen und schützt Schraube und Ruderblatt
b) Steckschwerter - verhindern Kentern in großen Wellen, machen den Kat schneller und laufen mehr Höhe
Zu b) habe ich bisher keine Langzeit-Erfahrungsberichte gefunden (Funktionalität z.B. bei Bewuchs)
Der Freiraum zwischen Wasseroberfläche und Unterseite Brücke scheint ein Thema zu sein.
Die "Payload" (Beladungsfähigkeit ?) scheint ein Thema zu sein; dies wird allerdings selten angegeben.
Wie würden Sie diese Punkte nach 5 Jahren Kat-Erfahrung in den unterschiedlichsten Situationen einstufen?
Vielen Dank und alles Gute.
Sie leben Ihren Traum schon - ich träume noch davon.
Paul
Hallo Herr Schenk,
als aktiver Oldtimersegler möchte ich doch langsam mal etwas für die längere Fahrt erwerben.
Über einschlägige OnlineYachthändler werden, vorzugsweise in den USA,
Ferrocementyachten angeboten, und zwar zu einem Preis-Leistungsverhältniss,
wie es hier kaum zu finden ist.
Was spricht eigentlich gegen Ferrocement -ausser das sie schwer sind...
Leider bekommt man nur sehr schwer Informationen über diese Bauart...
Mit seglerischen Grüßen aus Norddeutschland
Thorsten Lüders
Hallo Carla und Bobby,
mal eine Frage zum Stichwort Passatbesegelung. Denn da bekomme ich
bisher
nicht den richtigen Durchblick.
Wir segeln zu zweit (Paar) und haben bisher
keine Spi Erfahrung. Also was wäre denn nun richtig? Parasailor? oder
Kutterrigg? oder Roll-Genua mit doppeltem Stag? Und wie funktioniert
"doppeltes Stag" bei einer Rollgenua? Muss da jeweils jemand aufs
Vorschiff,
um das zweite Vorsegel in eine Nut einzuziehen? Und dann sind ja doch
wohl
doppelte Spi-Bäume nötig? Oder doch Genua und Groß einfach
ausbaumen?
Soviele Fragen und keine wirkliche Antwort bisher.
Also vorab
herzlichen
Dank für Aufklärung durch Euch und immer eine Handbreit Wasser unterm
Kiel!
Beste Grüße Hans-Jürgen Segbers