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Kurznotizen zu Kroatien

Hallo
Bobby,
wir
sind jetzt die dritte und leider auch schon wieder letzte Woche mit der
Laptop und Email am Schiff:
Ich war während der gesamten Strecke von Zadar über die Kornaten bis Dubrovnik nahezu lückenlos über das Handynetz verbunden. Allerdings erwarte ich eine beträchtliche Gebührenabrechnung, da mein Handybetreiber bereits wegen auffallend gegenüber dem Durchschnitt erhöhten Gesprächsgebühren mittels SMS rückgefragt hat.
Inzwischen ist die Rechnung eingetroffen. Für sieben Stunden Internet muss ich 7000.öS für sieben Stunden Internet in 3 Wochen - entspricht täglich 20 Minuten - löhnen! Man sollte also die Kosten immer im Hinterkopf behalten.
Chartertourismus:
Leider musste ich feststellen, dass die Zusammengehörigkeit und Freundschaft unter den Seglern durch den seglerischen Massentourismus gelitten hat, um nicht zu sagen, nicht mehr vorhanden ist. Beim Einlaufen in eine Bucht wird man zwar von Dutzenden Augenpaaren unter Begutachtung genommen, der Gruß wird jedoch geflissentlich ignoriert um möglichst von vornherein auf Distanz zu bleiben.
Lediglich
einmal kamen wir mit unserem Ankernachbarn ins Gespräch, ein holländischer
Langfahrtensegler seit 2 1/2 Jahren im Mittelmeer und derzeit einhand unterwegs.
Seine Frau musste eine Woche nach Kopenhagen, wegen der Hauptreisezeit
war kein Flug aufzutreiben, sie musste mit der Fähre von Split nach
Ancona und von dort mit dem Zug nach Kopenhagen fahren!! Ich konnte ihm für die
Rückkehr seiner Frau dank Telekommunikation am Schiff und Ecker-Flugbüro einen
Flug Kopenhagen - Wien - Split beschaffen.
Jetzt
in der italienischen Urlaubszeit findet man jede Bucht Dalmatiens mit tausenden
italienischen Yachten vollgestopft. Die Italiener betrachten die österreichischen Segler
als lästige Eindringlinge in ihr mare nostrum. Marinas sind
teilweise schon mittags ausgebucht. Gottlob sind wir ja dank Wasseraufbereitung und
Generator autark. Im drei Wochen habe ich außer den Crewwechseln - Kinder raus,
Freunde rein - im Eckerstützpunkt keine einzige Marina angelaufen und mich nicht über die
dortigen Campingplatzverhältnisse ärgern müssen.
Kroatische Gastronomie:
Die
Insel- und Buchtengastronomie hat seit Wiedereröffnung des kroatischen
Ich jedoch bevorzuge ohnedies das
Ankern in entsprechender Lärmdistanz vom Lokal.
Ankern:
Der
Wasi-Bügelanker hat mich voll überzeugt. Bei Bora lagen wir bei 35
Knoten Wind über nacht, der Anker hielt bombenfest, obwohl er über
Seegras
ausgebracht wurde. Seegras ist das einzige Problem,
wenn sich der Bügelanker durch die dicken
Wurzeln nur mit der Spitze eingräbt
und dann eine wunderschöne Ackerfurche durch die Seegraswiese zieht - ohne sich
ausreichend eingraben zu können.
Alte Yachtgebräuche:
Wir - bzw.
Edda - mussten leider schmerzhaft zur Kenntnis
nehmen, dass auch am Katamaran die Regeln vom "Schuhetragen an
Deck"
und "Lukenschließen" (mein Kat hat insgesamt 35!!!) ihren Sinn und
noch ihre Gültigkeit
haben.
Edda ist beim Einsammeln der Fender einen Schritt zuviel rückwärts gegangen und mit dem
Bein in die Luke des WCs an Backbord gestürzt - riesiges
Haematom und
Platzwunde am Oberschenkel, Haematom und Abschürfungen am Schienbein und
verstauchter Daumen waren die Folgen!! Aber mit zwei Ärzten an Bord und Eddas Zähigkeit haben wir
das auch gut überstanden, auch wenn sie noch jetzt nach zwei Wochen veilchenlila
leuchtet.
Nun
geht ein dreiwöchiger Urlaub zu Ende, der den Wunsch nach dem Ausstieg aus dem
Berufsleben aufkommen lässt, wäre da nicht eine Katze MIA
zuhause, die schon sehnsüchtig, wenn auch in der Katzenpension bestens
untergebracht, auf unsere Rückkehr wartet
Grüße an Karla
Edda
und Axel