Revier

Südwest-Friesland ohne Brückengeld

Die Gemeinde will den typischen Holzschuh 2013 abschaffen. Den Umsatzausfall will man durch steigende Liegegebühren kompensieren

Alexander Worms am 09.11.2012
Friesland

Bald Vergangenheit: das Zahlen des Brückengeldes in den Holzschuh

„Nicht gastfreundlich"

Das Brückengeld sei nicht mehr gastfreundlich, so der Gemeinderat Maarten Offinga. „Es gehört zwar zu unserer Kultur, dennoch sorgte es immer wieder für Verdruss", so der Ofizielle weiter. Die 200.000 Euro, die dem Kämmerer dadurch entgehen, sollen durch eine Erhöhung des Liegegeldes in den Gemeindehäfen um 0,25 Euro pro laufendem Meter kompensiert werden. Erst im letzten Jahr hatte die durch eine Fusion mehrerer kleiner Dörfer entstandene größte Gemeinde der Niederlande die Kurtaxe für Liegeplätze erhöht.

Schleusen weiterhin kostenpflichtig

Die Abschaffung des Holzschuhs an 24 Brücken im Verwaltungsgebiet trifft nicht überall auf Verständnis, war es doch, wie schon von Gemeinderat Offinga bemerkt, Teil des Wassersporterlebnisses in Friesland. Die Schleusen in der Region bleiben übrigens weiterhin kostenpflichtig, es seien monumentale Wasserbauwerke mit einem eben teuren Unterhalt, so die Gemeinde. Deren Gebiet erstreckt sich von Makkum im Norden über Sneek im Osten und Stavoren am südwestlichen Punkt des Areals. Wer auf seinem Frieslandurlaub nicht auf den schrulligen Holzschuh verzichten möchte, kann in den anderen Gemeinden der Provinz weiterhin seine Passagegebühr dorthinein entrichten.

Alexander Worms am 09.11.2012

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