Häfen

Urteil und erstaunliche Wende

Haftstrafe und Subventionsrückzahlung für Ex-Investor des Hafens Hohen Wieschendorf. Betreiber von Hohe Düne zahlt EU-Fördergelder zurück

Andreas Fritsch am 28.06.2012

Yachthafen Hohen Wieschendorf

Nach über sechs Jahren scheint endlich ein Schlussstrich unter das unrühmliche Kapitel um den Ostseehafen Hohen Wieschendorf gezogen zu sein. Nachdem die Marina schon Anfang des Jahres endlich an einen neuen Investor zwangsversteigert werden konnte, erging nun das Urteil gegen den ehemaligen Besitzer. Der Lübecker Michael Veit Iwanschitz wurde vom Landgericht Schwerin nach einem umfassenden Geständnis wegen Subventionsbetrugs zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Die Fördermittel in Millionenhöhe soll er nun zurückzahlen, das Land hat bereits den Besitz des 60-Jährigen gepfändet. Sehr verwunderlich war, dass im Prozess herauskam, dass er bereits wegen Subventionsbetrugs vorbestraft war. 

Die Marina Hohen Wieschendorf bei Wismar hat unberührt von dem Urteil nach langem Stillstand wieder den Betrieb aufgenommen.

Eine überraschende Wendung gab es auch im weiteren Umfeld der Ermittlungen gegen den Investor der Yachthafen-Residenz Hohe Düne, Per Harald Løkkevik. Während Gericht und Staatsanwaltschaft Rostock noch darüber verhandeln, ob das Material für einen Prozess wegen vermuteten Subventionsbetruges überhaupt ausreicht, zahlten die beiden Betreiberfirmen der Anlage der Stadt 1,5 Millionen Euro Fördergeld plus Zinsen zurück. Anlass soll ein Gutachten der EU gewesen sein, das zu dem Schluss gekommen war, dass die Fördergelder unberechtigt geflossen seien.

Løkkevik war in Untersuchungshaft genommen worden, dann aber Anfang des Jahres wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Er bestreitet die Anschuldigungen vehement.

Andreas Fritsch am 28.06.2012

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