Revier
Mehr Platz auf dem IJsselmeer
Zugleich kamen etwa 200 Motorboote hinzu. Die meisten Yachten seien gebraucht ins Ausland verkauft worden. Zur gleichen Zeit sind ungewöhnlich wenige Neuboote hinzugekommen. Folge: Die Anzahl an Schiffen ist rückläufig. Das ist sie zum ersten Mal überhaupt, so das Büro Waterrecreatie Advies, das die Studie seit 17 Jahren jährlich durchführt. Man hielt es bislang für ausgeschlossen, dass die Anzahl zurückginge, da Boote eigentlich nicht in der Menge verschrottet oder ausgeführt wurden wie neue hinzukamen. Das hat sich nun geändert.
Zugleich, so die Studie, die im Auftrag der Provinzen Friesland, Noord-Holland, Flevoland, Gelderland und Overijssel gemeinsam mit dem Rijkswaterstaat, der obersten Wasserbehörde der Niederlande, durchgeführt wurde, sei weniger gefahren worden. Die Menschen verlassen ihren Heimathafen offenbar seltener. Während die Zahl an Übernachtungen konstant blieb, ging die Anzahl an Schleusen- und Brückenpassagen zurück.
Beides ist schlecht für Hafenbetreiber: Ein sinkender Bootsbestand bedeutet eine sinkende Nachfrage nach (Dauer)-Liegeplätzen. Zugleich geht durch das geänderte Fahrverhalten eine weitere Einnahmequelle verloren: Liegegelder von Passanten. Profiteur könnte der aktive Wassersportler sein: Setzt sich der Trend fort, gehören jährlich steigende Liegeplatzpreise und chronisch überfüllte Häfen wohl der Vergangenheit an. Allerdings: Bei geschätzen rund 180.000 Liegeplätzen in den Niederlanden machen per Saldo 500 abgemeldete Schiffe nur einen sehr kleinen Anteil aus.











