Charter
Lust auf Langstrecke
Immer nur in kleinen Tagesetappen im Radius von maximal 14-Törn-Tagen um die Charterstation kreisen, das wird manchen Crews irgendwann zu langweilig. Wer Lust hat, einmal Eigner- oder "Langfahrtluft" zu schnuppern, kann eine Yacht, die im Winter das Revier wechseln soll oder neu ist, überführen.
Die Törns werden von einigen Charterfirmen sehr preisgünstig angeboten, da sie in der Regel spät in der Nachsaison oder früh im Jahr liegen und die Crew teils reichlich "Meilen fressen" muss. Solche Strecken sind etwa die zwischen den Balearen und den Kanaren beziehungsweise Kapverden, wohin einige Flottenbetreiber ihre Yachten für die Wintermonate verlegen.
Andere lassen Kunden die neu ausgelieferten Schiffe für die nächste Saison von den französischen Werften an der Atlantikküste oder Auslieferungsstationen an der Adria in alle möglichen Mittelmeerreviere überstellen. Einige Anbieter lassen ihre Kunden sogar den Atlantik in Richtung Karibik überqueren, wenn sie denn die nötige Erfahrung mitbringen.
Fast immer sind solche Törns sehr billig, die Hälfte oder sogar ein Drittel des normalen Preises wird nur verlangt. Aber sie können auch anstrengend werden, wenn die Crews von schlechtem Wetter in der Vor- oder Nachsaison überrascht werden und manche Mitsegler dann an ihre Grenzen stoßen. Denn Nachtfahrten mit Wachwechsel gehören bei solchen Törns fast immer dazu.
In der neuen YACHT Nr. 6/2010 stellen wir einige dieser Routen vor, die regelmäßig für die Bareboat-Charter angeboten werden, erklären, was die Segler erwartet und welche Firmen welche Routen zu welchen Konditionen anbieten.











