Karibik

Gebühren für die BVIs massiv erhöht

Die Kosten für das Cruising Permit verdreifachen sich. Für Chartercrews, die aus Nachbarrevieren herübersegeln, wird es noch viel teurer

Andreas Fritsch am 10.08.2017
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YACHT/A. Fritsch

Traumziel vieler deutscher: Yacht in den BVIs

Die Mitteilung kam sehr kurzfristig von der Regierung der BVIs im August, sie gilt nun schon für die demnächst beginnende Chartersaison und betrifft also auch Kunden, die bereits gebucht haben. So wird das Cruising Permit, das zurzeit pro Tag und Person in der Saison 2 US-Dollar kostet, auf 6 Dollar erhöht. Dies gilt nun sogar ganzjährig – bisher war die Nebensaison mit 0,75 Dollar sehr günstig. Neuerdings werden also 42 US-Dollar pro Crewmitglied und Charterwoche fällig.

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Ankerbucht vor Jost van Dyke in den BVIs

Noch heftiger trifft es Chartercrews, die von anderen Karibikrevieren aus in die BVI herübersegeln: Für nicht auf den BVIs stationierte Charteryachten wird die Gebühr von 4 Dollar am Tag auf happige 16 Dollar erhöht. Bei Chartercrews ist der Wechsel auf die BVIs üblich, wie Daniel Barone von Barone Yachting weiß, die auch die karibische Charterfirma VPM managen: "Kunden segeln durchaus etwa von St. Martin herüber, wenn ihr Wunsch-Schiff auf den BVIs ausgebucht ist oder sie dort einen guten Preis bekommen. Wir haben einen Kunden, der demnächst zwei Wochen mit einem Kat unterwegs ist und davon zehn Tage in die BVIs will. Das sind für seine Crew Mehrkosten von 1600 Dollar!" Da in fast allen Charterverträgen solche Reviergebühren ausdrücklich als veränderbar vermerkt sind und zu Lasten des Kunden gehen, ist dies für manche Crews eine unliebsame Überraschung.

Derzeit versuchen die Charterfirmen noch zu eruieren, ob es vielleicht Ausnahmen für Flotten geben wird, die sowohl auf den BVIs einen Sitz haben als auch in den unmittelbaren Nachbarrevieren – denn oft ist auf den BVIs einfach nicht mehr genug Liegeplatzkapazität vorhanden, um weitere Schiffe zu stationieren. Eine Begründung, warum die Gebühren derart massiv erhöht wurden, gab es bislang nicht. Nicht betroffen von den Erhöhungen sind Eigneryachten. 

Andreas Fritsch am 10.08.2017

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