Griechenland

Flüchtlingswelle im Dodekanes

Auf Kos und den Nachbarinseln des Archipels landen mittlerweile jede Nacht Hunderte von Migranten. Wie sich Skipper richtig verhalten

Andreas Fritsch am 17.08.2015
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Seit diesem Jahr explodieren die Flüchtlingszahlen, die über das türkisch-griechische Grenzgebiet in den Dodekanes kommen. Allein im Juli waren es laut Angaben der EU-Grenzagentur Frontex 50.000, so viele wie sonst in ganz Griechenland in einem Jahr. Grund dafür sind die Hindernisse, die die EU den Menschen auf dem Landweg seit kurzem in den Weg stellt. In Ungarn sind Grenzzäune errichtet worden, und die sehr beliebte Route über die grüne Grenze des Flusses Evros zwischen der Türkei und Griechenland wird nun stark kontrolliert. So bleibt den Menschen nur der unsichere Weg über die Ägäis. Und dort verschiebt sich das Zentrum seit einigen Monaten eindeutig von Italien nach Griechenland.

Mit der steigenden Zahl der Flüchtlinge steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Skipper auf ein Boot mit Flüchtlingen stoßen. Es gibt erste Berichte von deutschen Crews, die bei Nachtfahrten auf im Meer treibende Menschen gestoßen sind. Eine Crew, die bei Master Yachting gechartert hatte, sichtete gleich drei Boote (zum Bericht des Skippers geht es hier).

Wie sich Crews richtig verhalten, wenn sie auf Flüchtlinge treffen, hatte die YACHT in Heft 12/2015 ausführlich berichtet, zum kostenlosen Download des PDFs  geht es unten am Ende der Meldung. Zusätzlich hatten wir online auf eine Broschüre zum Thema von Pro Asyl verwiesen sowie die wichtigsten Telefonnummern zusammengestellt, unter der Skipper die Coastguard benachrichtigen können, falls sie über Funk nicht zu erreichen ist. Die Listen finden Sie hier.

 

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Andreas Fritsch am 17.08.2015

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