Karibik

Die Auswirkungen der Hurrikans auf die Karibik-Saison

Über einen Monat dauerte es, bis die Firmen zumindest grob abschätzen konnten, wie hoch die Verluste sind. Jetzt gibt es erste Zahlen und einen Ausblick

Andreas Fritsch am 28.09.2017
BVI
Astrid Wenzke

Bilder der Zerstörung von den BVIs

Nachdem in kurzer Folge die katastrophalen Wirbelstürme "Irma", "Jose" und "Maria", zwei davon der höchsten Kategorie 5, die nördliche Karibik verwüstet hatten, kündigen die großen Charterfirmen vor Ort nun an, wie es in dieser Saison für Kunden weitergeht. Am schwersten getroffen hat es ohne Frage Sunsail und Moorings, die mit Abstand die größte Basis auf Tortola betrieben haben, bevor "Irma" die Insel völlig verwüstete. Nun gab die Firma bekannt, dass alle Abfahrten auf den British Virgin Islands bis zum 9.12. diesen Jahres abgesagt sind. Konkrete Angaben über die Menge der verlorenen Yachten wurden nicht gemacht; da beide Flottenbetreiber zusammen über 400 Boote auf der Insel stationiert hatten, dürfte es sie aber am härtesten getroffen haben.

Konkreter konnte schon der größere Mitbewerber Dream Yacht Charter werden: "Dream Yacht Charter hatte 70 Boote auf Tortola und St. Martin stationiert, die besonders hart getroffen wurden. Wir gehen davon aus, dass 60 Prozent der Schiffe Totalverluste sind, auch wenn das abschließende Urteil der Gutachter vor Ort noch aussteht. Diese Yachten repräsentieren nur 25 Prozent unserer gesamten Karibik-Flotte mit Stationen in Puerto Rico, BVI, St. Martin, Antigua, Guadeloupe, Martinique, St. Vincent und Grenada."

Durch Verlegung von anderen Yachten, 20 neu bestellten Schiffen, aber vor allem auch den überraschendem Kauf des französischen Mitbewerbers Régis Guillemot auf Guadeloupe, der 30 Kats in der Flotte hat, will man die Saison in Angriff nehmen. Die Franzosen planen eine Wiedereröffnung ihrer Basen auf St. Martin und auf den British Virgin Islands Mitte November. Die Flotte in Puerto Rico wurde von Hurrikan "Maria" nicht sehr stark beschädigt, der Stützpunkt soll bereits Mitte Oktober wieder eröffnet werden.

Der deutsch-französische Anbieter VPM hatte schon vor einigen Wochen bekannt gegeben, dass nur 12 Schiffe betroffen seien und man alle Kunden auf die eigene Basis in Guadeloupe umbuchen konnte. An der Wiedereröffnung der Basen auf Tortola und St. Martin werde gerabeitet, der genaue Termin stand aber noch nicht fest.

Andreas Fritsch am 28.09.2017

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