Hurrikan

Bilder der Zerstörung

Immer mehr Bilder und Videos der Verwüstungen von Hurrikane "Irma" werden veröffentlicht. Auf den BVIs und St. Martin sind die Folgen besonders drastisch

Andreas Fritsch am 11.09.2017
Irma
Youtube/Dennis van Roozendaal

Fünf Tage nach dem verheerenden Hurrikan der Kategorie 5 mit Böen von über 160 Knoten Wind wird allmählich das ganze Ausmaß der Schäden ersichtlich. Große Teile des Bitter End Yacht Club in den British Virgin Islands sind praktisch komplett zerstört, auch der beliebte Anleger von der kleinen Insel Saba Rock ist verwüstet, Teile von Charterflotten liegen gesunken oder beschädigt in Buchten und Marinas.

Auf St. Martin sind im Video Hafenanlagen zu sehen, in denen allein zwölf Katamarane kieloben in der Lagune treiben oder an Land liegen. Besonders die Mehrrumpfer scheint der Sturm hart getoffen zu haben, viele wurden offensichtlich von den Böen erfasst und umgeworfen, trotz Abspannung zum Boden. Wie groß die Schäden für die Charterbranche sind, ist noch immer nicht abzuschätzen. Die deutsche Lucie Barone, Inhaberin des Karibik-Flottenbetreibers VPM, ist derzeit auf einer ihrer Charteryachten auf dem Weg nach St. Martin, da der Flughafen der Insel noch immer nur dem Militär vorbehalten ist und der Fährverkehr ebenfalls ruht. Von Bord berichtet sie:

Helikopter-Flug über St. Martin nach "Irma"

"Wir bringen auf dem Boot Hilfsgüter, Wasser, Benzin, Batterien, Lebensmittel und solche Dinge mit, den Leuten vor Ort fehlt es derzeit an allem. Es ist zu früh zu sagen, wann und wie es weiter geht auf St. Martin. Gestern ging das Telefonnetz kurzzeitig, aber wir bekommen nur sehr lückenhaft Eindrücke von der Lage. Aber wie man hört, sind die französischen Hilfskräfte vor Ort und machen einen wirklich guten Job."

Allerdings gab es auch Plünderungen verzweifelter Bewohner. Das Militär greift nun aber durch, die Insel darf derzeit nur mit dessen Genehmigung angelaufen werden. Zunächst müsse geklärt sein, wie schnell die Häfen wieder benutzbar sind, denn einige Wracks müssten vorher geborgen und die Steganlagen wieder hergestellt werden. Da natürlich auch die dortige Baubranche und Werftbetriebe von Zerstörungen getroffen sind, weiß niemand, wie lange die Reparaturarbeiten und Neubauten vor Ort dauern werden. 

Flug über die BVIs mit Saba Roch und dem Bitter End Yacht Club:

Klar ist aber schon jetzt, dass sich Crews, die in der Region gechartert haben, noch etwas gedulden müssen. Die Schäden an der Infrastruktur an Land sind derart groß, dass die Sicherheit und Versorgung der Bewohner selbstverständlich wichtiger ist als die Wiederherstellung der Charterflotten. 

Andreas Fritsch am 11.09.2017

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online